Petra
Heute ist der 18. September 2009. Erinnert ihr euch? Black Sensei hat genau vor einem Jahr einen begeisternden Artikel über das Täglich Laufen geschrieben. Ramona hatte diesen Artikel verlinkt. Ich habe ihn gelesen und war tief beeindruckt.
Ob ich es vielleicht auch mal probiere? Ohne überschauen zu können, was daraus wird, lief ich einfach los. Nach meinem Artikel, in dem ich öffentlich machte, daß ich nun täglich laufen gehen würde, entstand eine heiße Diskussion.
Wirklich Mitreden kann nur wer mitläuft – dachte ich mir und ich lief mit. Jeden Tag aufs Neue. Die Tage zogen ins Land – 50, 100, 200, 300 - immer schneller vergingen die Tage. Heute habe ich nun zum 365. Mal meine Laufschuhe geschnürt. Bin losgelaufen und habe es einfach nur genossen.
Meine Gedanken lassen das vergangene Jahr Revue passieren. Was ist aus meinem Entschluß geworden, das tägliche Laufen einfach mal zu probieren?
Es ist etwas passiert. Tief in mir. Täglich zu laufen ist mir ein inneres Bedürfnis geworden. Genau wie mich täglich zu waschen. Täglich Laufen ist für mich ein kleines Stück täglichen Urlaubs geworden. Urlaub von der Hektik der Zeit. Kein Handy klingelt, nichts und niemand stört mich. Meine täglichen Läufe werden mir immer wichtiger. Längst ist mir klar, dass sich das einfache „mal probieren wollen“ in ein nicht „wieder aufhören wollen“ gewandelt hat. Meine Tagesplanung schließt nun den täglichen Lauf mit ein. Die Zeit dafür halte ich mir frei. Es erweist sich nicht als Zeitfrage, jeden Tag zu laufen. Es ist mir wichtig, also tue ich es. Dafür fallen einige Stunden Fernsehen weg – dem trauere ich nicht nach.
Aber es gab auch schwere Tage, an denen nichts so richtig lief. Gerade hier zeigte sich, wie tief man sich bereits ins Täglich Laufen hat fallen lassen, wie stark man sich mit dieser Art und Weise des Laufens identifiziert hat.
Ja, es gab sie auch bei mir – die Tage, an denen meine Serie an einem seidenen Faden hing. Tage, an denen ich gezweifelt habe, ob das alles so richtig ist, was ich tue. Aber spätestens draussen, an der frischen Luft wusste ich: es ist richtig, was ich da mache. Meinem Körper tut es gut und er dankt es mir.
So bin ich nun bereits seit einem Jahr Tag für Tag gelaufen. Mal waren es 20km, mal ein Marathon aber auch mal nur 2km. Aber egal wie weit – es war und ist mir heute wichtiger denn je, täglich meine Laufrunde an der frischen Luft zu drehen. Ich tue das, was die Natur für uns Menschen vorgesehen hat – zu laufen.
Die natürlichste Bewegungsform des Menschen zu praktizieren – das bedeutet für mich ein Stück zurück zur Natur. Ich laufe heute mit offeneren Augen durch mein Laufgebiet. Viele Details, die den Autofahrern verborgen bleiben – erfreuen mein Auge.
Ich erfreue mich an den schönen Blumen am Wegesrand, an dem Eichhörnchen, das den Baum hochklettert, an den Pferden auf der Weide, am bunten Laub im Herbst, an der herrlichen Winterlandschaft und am Erwachen der Natur im Frühling. Ich fühle mich als Teil dessen, was mich umgibt und stelle immer stärker bestimmte „Errungenschaften“ der Zivilisation in Frage.
Ich spüre, dass mich das letzte Jahr verändert hat und ich empfinde diese Veränderung als eine durch und durch positive Veränderung.
Längst ist mir klar geworden, dass ich weiterlaufe – jeden Tag. Solange es die Gesundheit zulässt. Ich hoffe, dass sie mir dies noch sehr lang möglich sein wird.
vielen Dank für deine Glückwünsche! Ich freue mich sehr, daß ich so ein klitzekleines bischen dazu beitragen konnte, auch dich zu inspirieren.
Ja - es bereitet mir Freude, täglich laufen zu gehen. Auch wenn es Tage gibt, an denen es schwerfällt. Aber die Freude überwog bei weitem.
Ja, lieber Marcus,
es waren unter anderem Deine Worte, daß die Zeit sehr schnell vergehen wird. Nun geht es schon ins 2. Jahr, welches hoffentlich ruhiger beginnt, als das Erste geendet hat.
Aber wir haben auch heiß diskutiert, ob Laufen eine Sucht ist und täglich Laufen süchtig machen kann - und das nachdem ich gerade mal eine Woche täglich laufen war.
Ich werde dir immer dankbar sein, daß du mir den Weg des Täglich Laufens aufgezeigt hast. Dieser Weg ist nun auch mein Weg geworden.
Ich wünsche uns allen noch viele schöne Läufe und vor allem aber Gesundheit, Gesundheit und nochmals Gesundheit.
Viele liebe Grüße
Petra
Nochmals viele liebe Grüße und einen schönen Sonntag wünscht Dir
Petra
Liebe Petra, auch ich möchte Dir hier noch einmal ganz herzlich gratulieren. Es ist großartig, dass Du das geschafft hast und dass Du das tägliche Laufen so verinnerlicht hast. Es ist so viel in diesem vergangenen Jahr passiert, was Du sicher nicht mehr missen möchtest. ![]()
Ich wünsche Dir heute noch einen schönen erholsamen Tag und freue mich auf unser morgiges Wiedersehen und ein, zwei oder mehr gemeinsame Läufe!
Liebe Grüße
Ramona
vielen Dank für Deine Glückwünsche! Ja - es ist viel passiert im letzten Jahr. Und im Nachhinein betrachtet war es ein wunderschönes Jahr - mit vielen Höhen, aber auch Tiefen, mit Herausforderungen, die ich meistern konnte und die mich haben stärker werden lassen. Ich freue mich auch schon sehr auf unsere gemeinsamen Läufe in den nächsten Tagen!
Viele liebe Grüße und tschüß bis morgen!
Petra
Genauso denke und fühle ich - genauso würde ich antworten, wenn mich einer fragt, warum ich täglich laufe !
Deshalb mache auch ich, genau wie Du, weiter !
Gerd!
Viele liebe Grüße
Petra
auch an dieser Stelle noch einmal HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zu einem Jahr täglichen Laufen. Darauf kannst Du zurecht stolz sein.
Du hast Dich von einem Artikel von Black Sensei inspirieren lassen und mich mit Deiner Begeisterung schließlich auch inspiriert.
Es freut mich, dass Du das tägliche Laufen nun schon so verinnerlicht hast. Es zeigt, dass Du nach wie vor meistens viel Freude daran hast.
Mach weiter so und lass uns an Deiner Freude weiter teilhaben.
Alles Gute, die nötige Zeit und vor allem Gesundheit
wünsche ich Dir dafür.
Liebe Grüße
Kornelia