Petra

Bis vor 3 Jahren  konnte ich noch nicht mal richtig laufen - und heute?
Heute beschäftige ich mich mit solchen Begriffen wie "Tapering". Tapering kommt natürlich aus dem Englischen und bedeutet auf deutsch das "Reduzieren".
Im sportlichen Sinne ist die Reduzierung des Trainingsumfanges in den letzten 2 Wochen vor dem Wettkampf gemeint. Der Körper soll sich von der harten Trainingsphase erholen und die Trainingsreize verarbeiten.
Das Ziel besteht darin, genau am geplanten Wettkampftag topfit zu sein und die volle Leistung abrufen zu können.
Soweit die Theorie.
Praktich sieht mein Trainingsplan wirklich nur  2 Läufe in dieser Woche vor. Man muß sich schon ganz schön zusammenreissen und diszipliniert sein, um das auch tatsächlich einzuhalten. Aber es ist wohl wirklich so: Jetzt reißt man nichts mehr raus. Das eigentliche Training ist beendet.
Jetzt heißt es: Ruhe bewahren, abwarten und Tee trinken.

Ab Freitag habe ich Urlaub - Zeit zum Ausschlafen, regenerieren, mental vorbereiten... und Zeit, mich wieder verrückt zu machen. Ab dem wievielten Marathon läßt eigentlich die fürchterliche Nervosität nach? Ich fange schon wieder an, mich vor einer Erkältung zu fürchten... Jedes kleine Muskelzwicken mutiert zur Katastrophe. Hoffentlich geht bis zum Start alles gut!

Da ich nach dem Inselsberg wieder leichte Probleme mit Krämpfen hatte, trinke ich seit gestern täglich einen Mineralstofftrink. Ob das hilft? Ich weiß es nicht, aber ich glaube daran. 

Meinen heutigen lockeren Dauerlauf habe ich in den frühen Morgenstunden absolviert. 45min, leider schon wieder im Dunkeln - obwohl ich erst 5.00Uhr losgelaufen bin. Ich habe mich super gefühlt, den Inselsberg habe ich nicht mehr in den Muskeln gespürt. Es ist schon erstaunlich, daß ich es geschafft habe, diesen Halbmarathon soo locker wegzustecken. Nach meinem ersten "Halben" vor 3 Jahren konnte ich eine ganze Woche kaum gerade aus laufen... Das regelmäßige Training lohnt sich also.
Ich laufe jetzt schon 3 Jahre - und es macht immer noch Spass. Nein - das stimmt so nicht ganz. Es macht immer mehr Spass, ich geniesse jeden Lauf.
Es sind noch 9 Tage bis zu meinem Alpenmarathon.
Der Countdown läuft!

Wed, 20. aug 2008 7 Kommentare
Heute sind es nur noch 8 Tage. Und ich könnte den Text kopieren und hier reinstellen, den ich Dir vor dem Rennsteigmarathon geschrieben habe: NEIN, DU WIRST NICHT KRANK!!!

Bei mir ist es so, wenn ich mal ein paar Tage nicht laufen kann, bin ich richtig wild auf's Laufen und es klappt dann auch supergut - ideal für Wettkämpfe (von denen ich ja schon sooo viele hinter mir hab :-)). Andererseits, wenn ich noch ein paar Tage länger nicht laufen kann, ist das Gegenteil der Fall, dann meldet sich mein Schweinehund wieder zu Wort.
Sonne - der 21.08.2008 um 14h48
Hallo Urlauberin!!!
Sonne - der 21.08.2008 um 19h17
Ja - jetzt habe ich ENDLICH Urlaub! Boah - ey! Jetzt kann ich ausschlafen, relaxen und mich noch mehr auf meinen Marathon freuen!
Eigentlich weiß ich ja, daß ich nicht krank werde vorher. Und trotzdem macht man sich regelmäßig nervös. Naja - nicht "man" - aber ich!
Irgendwann wird Dein kleiner innerer Schweinehund auch mal seine Schnautze halten! :)
LG
Petra
Petra - der 21.08.2008 um 19h28
Nein, nicht "man", auch nicht nur Du. Stell Dir vor, ich war auch ein klitzekleines bisschen nervös vor dem Inselsberglauf und hab doch einmal Halsschmerzen gespürt. Dann hab ich mir laut gesagt "Du spinnst doch", schwups waren sie weg. Welche Mengen Vitamin C ich vorher genommen hab, sag ich Dir aber lieber nicht.
Sonnige Grüße
Sonne - der 21.08.2008 um 20h24
Was sag ich denn dazu? Da bin ich wohl doch nicht die Einizigste, die vor jedem Lauf einen Vitamin C Fimmel hat? Du hast Dir Deine Aufregung aber nicht anmerken lassen - Du hast absolut professionell cool gewirkt! :-)
LG
Petra
Petra - der 21.08.2008 um 20h32
Aber nur, weil ich ständig im Hinterkopf hatte: naja, zur Not walke ich halt, schlimmer als letztes Jahr kann es ja kaum werden.
Sowas beruhigt dann schon.
Sonne - der 22.08.2008 um 08h54
Das ist psychologisch gesehen auch gut - hilft aber bei mir nicht, weil ich ja so wenig wie möglich zwischendurch walken will. Aber in den Alpen ist mir das schon klar, daß ich - zumindestens wenn es sehr steil geht - nicht alles im Laufschritt schaffe. Aber da zählt für mich nur das Ankommen. Am wichtigsten wird es sein, daß ich die Krämpfe vermeide - aber da bin ich ja dran.
Außerdem laufe ich ja für Eyko - also komme ich an.
Langsam kannst Du auch mal anfangen, einen Lauf rauszusuchen, den wir beide gemeinam bewältigen!
LG
Petra
Petra - der 22.08.2008 um 10h23