Petra

Heute hat sich bitter gerächt, daß ich es nicht geschafft habe, 4.00Uhr aufzustehen - obwohl ich mir (die Männer mögen mir das verzeihen)  das Endspiel gegen Spanien nicht bis zu Ende angeschaut habe. Schon nach der Halbzeit war mir klar, dass das heute wohl doch nix wird...

Dann eben früh schlafen gehen und morgens laufen.  So war der Plan.
Aber auch mir passiert es ab und zumal, daß ich meinen Plan über den Haufen werfe. Ich habe es einfach nicht gepackt, so früh aufzustehen. Mein innerer Schweinehund setzte sich problemlos durch und ich verschob mein Training auf den Feierabend.

Als ich das klimaanlagebetriebene Büro verlies, traf mich der absolute Hitzehammer - 30°C!
Oh, oh - ich wurde leicht skeptisch, was mein für heute geplantes Training betraf.

Zu Hause angekommen, hatte ich solchen Hunger, daß ich erst noch schnell was was essen mußte, bevor ich loslief. Einen Apfel, eine Banane und ein Riegel - das war eindeutig zuviel.

Bereits beim Einlaufen merkte ich, daß das Essen - gepaart mit der Hitze - keine gute Mischung war. Dann standen auch noch 20 min Tempodauerlauf auf dem Plan.

Zuerst hatte ich Mühe, überhaupt erstmal so schnell zu werden, daß ich die untere Grenze des Pulsbereiches überhaupt erreichte - obwohl ich das Gefühl hatte, zu jappsen wie ein Hund nach einer Hasenjagd. Dann rächte sich das Essen mit einem fürchterlichen Sodbrennen und die Kehle war trocken wie die afrikanische Steppe.

Ich hätte ja wenigstens auf die Idee kommen können, was zu trinken mitzunehmen, auch wenn heute nur 45 min Lauftraining vorgesehen war.

Es lief wirklich nicht gut, aber ich habe immer wieder, wenn ich in einen Schlurfschritt verfallen wollte, versucht, das Tempo anzuziehen bzw. zu halten. Ich hatte das erste Mal das Gefühl, ich muß mich beim Training richtig durchbeißen. Ich habe - trotz der Hitze - diesmal meinem inneren Schweinehund nicht nachgegeben. Ich habe mein Tempo und den Pulsbereich gehalten, auch wenn mir`s richtig schwerfiel.
Ich war echt froh, als die 20min vorbei waren und ich mich langsam auslaufen konnte.

Mein heutiges Fazit:

1. Auch wenn ich Hunger habe - niemals kurz vorm Loslaufen noch was zu Essen in mich "hineinschlingen", jedenfalls nicht wenn es so heiß ist

2. Mir nicht zu schade zu sein, bei  Hitze auch bei einer kurzen Einheit was zu trinken mitzunehmen.

Ach ja - 3. hätte ich fast vergessen:

Bei solch einer Hitze doch lieber 4.00Uhr aufstehen und laufen!



Mon, 30. jun 2008 6 Kommentare
Auch wenn das jetzt gemein klingt (so ist es ja nicht gemeint!!!), ich bin froh zu hören, dass auch Profis ab und zu solche Probleme z. B. mit der Hitze haben. Das baut auf. Liebe Grüße
Beate - der 1.07.2008 um 15h55
Hi Beate - ich bin doch kein Profi! Egon Olsen würde sagen: Ein lausiger Amateur, Anfänger...!!! Nee, das nehme ich wirklich nicht für mich in Anspruch, ein Profi zu sein. Naja, vielleicht auch nicht gerade ein lausiger Anfänger... Sagen wir mal eher ein "disziplinierter, aber etwas verrückter Amateur" :) Passt das besser? LG Petra
Petra - der 1.07.2008 um 18h13
Tja Petra, das hab ich heute auch schon gedacht. Ich hatte heute 22km, 8Uhr gestartet, bin bald geschmolzen...war entschieden zu spät! Tschaui Katrin
Katrin - der 1.07.2008 um 18h47
Das mit dem "etwas verrückt", das lasse ich absolut gelten!!! :-)))))
Beate - der 2.07.2008 um 19h54
wenn der Tag soo heiß ist, verzeihe ich durchaus auch mal einen Trainingsausfall...;-)
Martin - der 3.07.2008 um 16h56
Hi Martin, Du würdest mir das sicher verzeihen...:), aber ich mir wahrscheinlich selbst nicht.... Ich hätte tagelang ein schlechtes Gewissen.:) Viele Grüße Petra
Petra - der 3.07.2008 um 19h15