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Veröffentlicht von Petra

Vor einem Jahr starteten die Streakrunnermädels zum ersten Mal in Leipzig beim Wintermarathon in Leipzig. Gleich im Ziel war klar: Dies wird für uns und unser Team wohl in den nächsten Jahren ein fester Termin bleiben!

Wir verabredeten uns also für dieses Jahr wieder. Leider konnte Ramona aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein. Aber wir fanden mit Moni einen wunderbaren Ersatz, so das unserem Start nichts im Wege stand.

Die Anfahrt erweis sich ziemlich aufwändig, aber letztendlich war ich pünktlich am Start. Ehrlich gesagt, hatte ich zum ersten Mal vor einem Marathon ein wenig Bedenken. Irgendwie war ich innerlich nicht darauf eingestellt, so weit zu laufen und ich war mir auch nicht sicher, ob es gut geht. Aber ich hatte eine Verabredung und mein Team hat auf mich gezählt.

Ich habe mich riesig darauf gefreut, Elke wieder zu sehen und unsere neues Teammitglied Moni kennenzulernen. Auch auf das Team des Nauener Lauftreffs freute ich mich sehr.

 

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Pünktlich 11:00 wurde der Start vollzogen und pünktlich 11:00 Uhr fing es an zu schneien, später zu regnen, es wurde stürmisch und der Wind blies uns heftig den Schneeregen ins Gesicht. Der Boden wurde immer matschiger, die Füße nass und nässer - alles in allem herrschten Bedingungen, unter denen man sich eigentlich fragen sollte: Warum tun wir uns das an?

 

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Die ersten Runden liefen gut, wir liefen locker und in einem gleichmäßigen Tempo unsere Runden. Gegen den Wind zu laufen, war sehr heftig. Später im Park mit dem Wind im Rücken wurde es angenehmer und wir konnten uns auch wieder unterhalten. Insgesamt lief es sehr gut - bei jedem von uns dreien.

Die Hälfte war vorbei. Noch 4 Runden. Ich wartete darauf, daß es schwerer werden würde. Aber nicht in dieser Runde, auch nicht in den Nächsten.

Moni und Elke liefen wie ein Uhrwerk und abgesehen von kleineren "Tempounterbrechungen" wegen Steinchen in den Schuhen oder einer kurzen Verpflegungspause liefen wir in einem gleichmäßigen Tempo.

Auch in der 7. Runde. Moni bekam ein paar Probleme mit den Knien, aber sie lief tapfer weiter. Der Wind hatte ein bisschen nachgelassen, der Schnee war vollkommen in Regen übergegangen. An uns war keine Stelle am Körper mehr zu finden, die nicht nass war.

In der 8. Runde sahen wir das Team vom Nauener Lauftreff vor uns. Sie waren nicht mehr weit weg, aber zu einer Erhöhung des Tempos konnten wir uns nicht aufraffen - es wäre auch einfach kräftemäßig nicht gegangen.  Die Schritte wurden schwerer - aber es war ja nicht mehr weit.  Elke lief nach vorn zu den "Nauener". Wir beschlossen, uns an der Verpflegungsstelle zu treffen, gemeinsam die letzte 2km Schleife zu laufen und dann gemeinsam die Ziellinie zu überqueren.

Die Freude auf unseren gemeinsamen Zieleinlauf mobilisierte meine letzten Kräfte. Noch 2km. Zusammen liefen wir auf das Ziel zu, fassten uns an den Händen und liefen über die Ziellinie.

Genau in diesem Moment hatten wir wohl alle die Antwort auf die Frage: Warum tun wir uns das an?

 

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Im Ziel erwartete uns noch eine besondere Überraschung: Wir waren das dritte Frauenteam, das das Ziel erreicht hatte.

Unseren "Preis" - eine Torte - stiifteten wir unserem Coach Steffen, der uns unterwegs immer wieder motivierte und auch die vielen Fotos gemacht hat. Vielen Dank, liebe Elke und lieber Steffen, daß ich diese hier veröffentlichen darf.

Nach der Siegerehrung und einem isotonischen Hefeweizen verabschiedeten wir uns und traten den Heimweg an.

Ich glaube, es sind gerade die Läufe unter solch schweren Bedingungen, die das Laufen so reizvoll und schön machen. Uns konnte das Wetter nicht erschüttern - wie Streakrunnermädels sind das ja gewöhnt.

Danke Mädels - wir waren ein klasse Team!

Elkes tollen Bericht findet ihr hier - und Janas ebenso tollen Bericht hier.

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Jörg 01/24/2012 21:17


Gratulation zum Durchhalten. Irgendwie bin ich froh, dass ich gekniffen habe


 


Jörg

Martin 01/23/2012 23:11


"Genau in diesem Moment hatten wir wohl alle die Antwort auf die Frage: Warum tun wir uns das an?"


Da hast du es geschrieben und so ist es! Egal wie die Umstände sind, wir haben Freude nicht nur am Laufen sondern auch an den Freunden die wir dadurch kennen lernen durften!

Marianne 01/23/2012 19:05


Herzlichen Glückwunsch, liebe Petra, dir und deinem Team zum Finish des Teammarathons unter diesen schwierigen Bedingungen und zum 3. Platz!


Als ich gestern unter ähnlichen Bedingungen einen 15 km-Lauf machte und froh war, dann in die warme Wanne zu steigen, musste ich immer daran denken, wie ihr fast zweimal so viel laufen musstet.
Auch unterwegs hat es mich doch sehr  motiviert, nicht eher umzukehren.Auch unser Kennenlernen damals im Plänterwald ging mir wieder durch den Kopf.


Ich hoffe, dass wir dann im nächsten Jahr - also mit Christel und Katrin - dabei sein können. Erhol dich gut.


Liebe Grüße


Marianne

Petra 01/22/2012 20:16


Dankeschön, lieber Frank,


ich glaube, die Bilder sehen schlimmer aus, als wir uns gefühlt haben... Wir hatten trotz allem verdammt viel Spaß und Freude an diesem Lauf.


Vielen Dank, liebe Ramona! Es war schade, daß du nicht dabei sein konntest. Ich wünsche dir gute Besserung!


Auch dir herzlichen Dank, lieber Dietmar! Das mit dem Durchhänger ist längst wieder vorbei... Aber eigentlich habe ich
das auch nicht anders erwartet... Es ist eben nicht jeder Tag gleich und ab und zumal gibt es auch schwierigere Zeiten. Aber die sind erstmal wieder vorbei...


Viele liebe Grüße euch allen und eine tolle Woche wünscht euch


Petra


 

Dietmar 01/22/2012 19:39


Glückwunsch zum Finish, liebe Petra. Marathon im Januar? Echt cool! Hattest Du nicht letztens was von einem kleinen Durchhänger geschrieben? Weiterhin alles Gute.


Liebe Grüße


Dietmar