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Veröffentlicht von Petra

Wo wir sind ist hinten - jedenfalls normalerweise. Und "unnormalerweise" auch. Wir sind eben die Radiergummis, die Steffny so treffenderweise ihren Namen verdanken.

 

Nun gibt es 2 Möglichkeiten.

Möglichkeit 1: Man trainiert so lange und so hart, bis man entweder die Lust verliert oder es tatsächlich schafft, zum Bleistift zu mutieren.

Möglichkeit 2: Man entscheidet sich, den Radiergummi - Status zu akzeptieren, nicht unbedingt schneller zu werden, aber Spaß zu haben.

 

Ich habe mich fürt die 2. Variante entscheiden und beschlossen, so lange meine Altersklasse es zulässt, zu laufen und Spaß zu haben - egal, ob ich hinten oder ganz hinten ankomme.

Und da es in Läuferkreisen noch mehr Radiergummis gibt, liegt es nahe, sich hin und wieder zu treffen und gemeinsam zu laufen. So auch heute in der Radiergummiligastaffel beim beim Frankfurt Marathon.

Wir - das waren Daniela, marc, Torsten und ich.

Die Laufzeit war uns im Grunde genommen egal - allerdings mußten wir zum Zwecke eines reibungslosen Ablaufes der Staffelwechsel doch einen Plan machen und uns bestimmte Zeiten vornehmen.

Für mich lautete das Ziel 6:00min  pro Kilometer - in Anbetracht des gewöhnten Ultraschlappschrittes eine Herausforderung. Auch meine Staffelpartner Torsten, Daniela unf Marc hatten sich ihre persönlichen Ziele gestellt. Aber das Hauptziel war: Spaß haben!

 

Bereits am Vortag trafen wir uns auf der Messe beim Abholen der Startunterlagen. die Details der Staffel besprachen wir bei einem leckeren Essen in einer Pizzeria in der Frankfurter Innenstadt.

Mit dabei waren auch Frank und Petra, die unsere persönlichen Marathongäste waren. Frank hatte sich ein ganz ehrgeiziges Ziel gestellt: Er wollte unter 3 Stunden laufen.

Auch Sonja, Ecki, Elke und Jens vom Rennsteiglaufverein waren dabei - gemeinsam vertilgten wir eine Riesenportion Nudeln in der Frankfurter Festhalle und genossen die Stimmung.

 

Pastaparty

 

Auch Rosi und Horst statteten wir einen Besuch am Stand des Rennsteiglaufvereines ab. Sie waren wie immer unermüdlich im Einsatz für unseren Verein.

Am nächsten Morgen trafen wir Radiergummis uns vor der Festhalle - und natürlich gab es auch die obligatorischen "Vorher" Bilder:

 

Radiergummis

 

Radiergummis am start

 

Das Wetter spielte auch mit und ich entschloss mich, komplett in kurz zu laufen. Meine Jacke gab ich kurz vorm Start Rainer, der mich wie immer begleitete und die Fotos "schoss".

Eine halbe Stunde nach den Marathonläufern ging es auch für uns Staffelläufer los. Ich durfte die Staffel anlaufen - bis zur Konstabler Wache am  km 12 ging meine Etappe.

Ich wurde von meinen Staffelpartnern und Rainer mit Applaus verabschiedet und machte mich auf die Strecke. Ohne Laufsensor lief ich los - einfach so nach Gefühl... Ich wollte mich beeilen hab ich zu Rainer gesagt - was auch immer das bedeutet...

Nach einem Kilometer schlotterten mir schon die Beine - das fing ja gut an! Ich sah auf die Uhr und hatte für den ersten Kilometer 5min und 9 sec gebraucht. Boa ey - das war wirklich ein bissken schnell.

Dementsprechend fühlte ich mich auch. Also nahm ich ein wenig Tempo raus und es ging mir von Kilometer zu Kilometer besser. Und ich machte eine komplett neue Erfahrung: Nicht nur ich wurde überholt, sondern es ging auch umgekehrt... Manchmal war es wie ein Slalomlauf, was mich aber wenig störte. Nur auf dem Opernplatz war es ziemlich eng und es ging nicht so richtig vorwärts.

Ich kämpfte mich weiter und versuchte, das Tempo beizubehalten. Es sah gut aus und es war ziemlich wahrscheinlich, daß ich meine Zielzeit unterbieten konnte. Vielleicht ist es doch gar nicht so verkehrt, wen man bzw. "Frau" sich ab und zu mal "beeilt"?

Beim Verpflegungsposten an km 10 sah ich Evi - die heute nicht selbst lief, sondern als Helferin dabei war. Gern lies ich mir von ihr das Wasser reichen. Ein kurzer "Schwatz" und schon ging es weiter. Noch 2 km. Ich drehte nochmal richtig auf. Jetzt war ich warm und in meinem "Element. Viel zu schnell war es für mich vorbei - nun war Torsten dran.


Ich übergab ihm unseren Chip und er "schwebte" davon. Jetzt hatten Rainer und ich viel Zeit, bis wir uns kurz vorm Ziel wieder mit allen treffen würden.

Wir gingen zur Hauptwache, wo gerade die Besten ihren 39. km geschafft hatten. Wir sahen Mocki und Jan Fitschen. Dazu habe ich normalweise nie die Möglichkeit. Aber die Staffel machts möglich.

Wir gingen weiter entlang der Marathonstrecke zum Opernplatz. Dort lief Frank kurz hintern dem 2:59 Ballon. Er konnte es schaffen! (Und er hat es auch geschafft - herzlichen Glückwunsch, lieber Frank!)

Kurz hinter dem Opernplatz sahen wir Ecki, Jens und wenig später auch Schlawinerchen.

 

Ecki

 

 

Schlawinerchen

 

Nun wurde es Zeit, daß wir Radiergummis uns wieder trafen. Allerdings wurde ich hier auf eine harte Proble gestellt. Ich sah keinen von uns und Telefonate waren bei dieser Lautstärke nicht wirklich erfolgreich. Aber irgendwann ist es uns dann doch gelungen. Gemeinsam warteten wir auf Marc.

 

Warten auf Marc

 

Wir freuten uns auf die gemeinsamen letzten 500m, den gemeinsamen Zieleinlauf, die Stimmung in der Festhalle...

Rainer ging ein Stück weiter, um uns aufs Foto zu bannen.  Wir hielten Ausschau nach Marc`s roten Radiergummishirt, dem grünen Bufftuch und die Brille... Als er um die Ecke bog reihten wir uns wieder in die Läuferschar ein.

Nun genossen wir die letzten Meter einfach nur noch - ich glaube, die Freude und der Spaß ist uns anzusehen:

 

Kurz vorm Ziel

 

Am "Hammermann" bogen wir hinein in den Zielkanal, liefen durch Tor der Festhalle auf den roten Teppich und wurden 2x vom Stadionsprecher begrüßt:

 

"Seid ihr die Radiergummis"?


Jawoll - das waren und das sind wir! Und wir stehen dazu! Wir hatten soviel Spaß! Wir freuten uns riesig über unsere Staffelmedaille, aßen Obst, Kuchen und tranken unser Schöfferhofer, bevor wir uns auf dem Heimweg machten.

Danke, liebe Daniela, lieber Torsten und lieber Marc für diese tolle Staffel!

Wer Lust hat noch mehr Fotos zu sehen, der findet sie hier.

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Petra 11/05/2011 18:07



Liebe Pe,


ja, das war es in der Tat - ein tolles Wochenende! Für mich war es ja auch ganz neu - mal aus der Staffelperspektive. Aber es war richtig toll und hat mir unwahrscheinlich Spaß gemacht.


Nun bin ich wieder heiß auf einen längeren Lauf...


Schön, daß ihr bei uns wart. es war  einfach ein klasse Wochenende.


Viele liebe Grüße


Petra


 



Petra 11/01/2011 21:57



Liebe Petra,


danke für den tollen Artikel, das Wochenende in Frankfurt war fantastisch. Auch ich konnte einen Lauf mal aus der Zuschauerperspektive erleben, die gute Stimmung in der Festhalle, eure liebe
Gastfreunschaft, es war rundum alles super.


Liebe Grüße Pe



Frank 10/31/2011 20:46



Liebe Petra,


ja, ja die Radiergummis ;-)


War einfach wieder super schön und nett mit Euch ! So ein toller Lauf mit all den vielen Eindrücken, davon werden wir alle wieder sehr lange zehren können...


Es gibt halt manche Läufe da MUß man einfach dabei sein, gell !?


LG


Frank



Petra 10/31/2011 21:41



Liebere Frank,


ich fand es auch sehr schön, daß ihr unsere Gäste wart und wir das Erlebnis Frankfurt Marathon gemeinsam genießen konnten.


Ja- und Frankfurt muß man einfach lieben!


Viele liebe Grüße


Petra


 



Kornelia 10/31/2011 16:54



Wenn alle Radiergummis so schnell sind wie Du, wo kommen wir denn da hin?


Immer wieder schön anzusehen, wieviel Freude Dir das Laufen bereitet, egal wann und wo und wie. Das Lachen vergeht Dir dabei nie! Das gefällt mir sehr gut.


Liebe Grüße


Kornelia



Petra 10/31/2011 21:38



Liebe Kornelia,


das schnelle Tempo ging doch nur 1 Kilometer gut - danach habe ich das Tempo rausgenommen. Über 12km hätte ich das nie durchgehalten. Oder mir wäre das Lachen vergangen - und das geht 
überhaupt nicht!


Viele liebe Grüße


Petra



Jörg 10/31/2011 16:52



Irgendwie ärgere ich mich immer mehr, entgegen meinen ursprünglichen Plänen da nicht dabei gewesen zu sein. Wenn ich sehe, wer alles da war.


Grüße


Jörg



Petra 10/31/2011 21:32



Ach Jörg - dagegen gibt es ein totsicheres Mittel: überall dabeisein!


Im Ernst - das geht natürlich nicht. Aber irgendwann treffen wir uns wieder - auf irgendeiner Laufstrecke dieser Welt...


Viele liebe Grüße


Petra