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Veröffentlicht von Petra

Um es gleich vorwegzunehmen - ich bin gestern keinen Ultra gelaufen. Es waren "nur" 35km. Aber dieses kleine Wörtchen "nur" möchte ich eigentlich gleich wieder streichen. Es waren gestern für mich 35km wunderschöne, aber äußerst schwierig zu laufende Kilometer.

Bereits am Freitag Abend kamen Ramona, Laufmauselke und Billy aus Demmin bzw. Berlin hier in Hessen an. Gemeinsam freuten wir uns nicht nur auf einen schönen Lauf, sondern auf ein schönes Wochenende.


zu-Hause.jpg


Es ist toll, wenn sich Läufer treffen. Wir hatten uns viel zu erzählen und so verging die Zeit wie im Fluge. Wie bereiteten noch unsere Laufsachen vor und gingen dann zeitig ins Bett. Auf Grund der Witterungslage fuhren wir am nächsten morgen sehr zeitig los, aber die Anfahrt gestaltete sich ohne Probleme.

Mein Ziel heute war es ja, einen schönen langen Trainingslauf zu machen. Als Minimum sollten es 30km, maximal 40km werden. Noch hatte ich wenige lange Trainingsläufe gemacht. Daher war es eigentlich vermessen, jetzt gleich einen 50km Ultra zu laufen - dazu war mein Trainingszustand einfach noch nicht ausreichend.

Bereits  in der Turnhalle trafen wir viele bekannte Gesichter aus dem Streakrunner Forum.

Kanko1
Das Elkli
Streakrunner
Vorm Start
Gemeinsam mit Esther, Elkli, Ramona, Billy und Laufmauselke reihten wir uns in die lange Schlange der Laufwilligen ein und begaben uns an den Start. Da wären wir fast noch zu spät gekommen, weil Elke und ich zu lange beim Anziehen gebummelt hatten. War ja auch nicht ganz einfach - die richtige Kleiderauswahl...
Da ich ja eine bekennende Frostbeule bin, habe ich mich für mehrere Lagen an Laufwäsche entschieden und es nicht bereut.

Die ersten Runden liefen ziemlich gut. Während Eke und Billy bald unseren Blicken entschwunden waren, begannen Ramona und ich unsere Runden zu ziehen. Bald schloß das Elkli zu uns auf und wir liefen zu dritt, quatschten viel und hatten unseren Spaß. Esther war bei ihrer Freundin geblieben und erwartete uns später im Zielbereich.
Am Start trafen wir auch auf Evi vom Rennsteiglaufforum und ihre Freundin Beate, mit denen wir auch ein ganzes Stück zusammen liefen.

Die  Bodenverhältnisse waren sehr schwierig  und wir spürten sehr bald, daß dies eine enorme Belastung für die Füße werden würde.
Immer wieder überholten uns Foris und andere Läufer, die uns mit Namen ansprachen oder wieder mal "Steakrunner" statt Streakrunner auf unsere Shirts gelesen hatten. Hanka kam uns öfters entgegen und feuerte uns an. Stefan, Padre, Roland und Frett hatten beim Überrunden immer ein aufmunterndes Wort für uns. Mathias strahlte wie die Sonne, die sich leider nicht zeigte. Aber Mathais Lächeln war ein guter Ersatz... Leider habe ich kein Bild von Mathias`Lächeln... Dafür strahlte Stefan umso mehr...

So leicht kann laufen sein

Ehe wir es uns versahen, waren drei Runden gelaufen. Einmal pro Runde durften wir an der Verpflegungsstelle in Elklies pinkfarbene Veschberdösle greifen und eine Mozartkugel naschen.

Elkes Veschberdösle

In der 4. Runde schmerzte Ramonas Fuß immer mehr und sie humpelte stark. Trotzdem wollte sie weiterlaufen, so daß mir nichts anderes übrig blieb, als ein Machtwort zu sprechen. Da es Elkli auch nicht so gut ging, hörten beide nach 20km auf und ich lief allein weiter. Es war sehr schade, wir waren so ein gutes Team!

Am Ende der 4. Runde überrundete mich Laufmauselke und auch Billy. Von Runde zu Runde entschied ich mich, ob ich weiterlaufe oder nicht. Die Bedingungen waren ziemlich hart. Nicht die Temperatur und auch nicht der Schneefall - es war der Boden, der uns allen sehr zu schaffen machte. In der 7. Runde hatte ich dann das Gefühl, stellenweise beim Laufen "Stehversuche" zu machen, so daß ich mich entschied, nach 35 km meinen Lauf zu beenden.

Ich war trotzdem happy, daß ich soweit gekommen bin. Es war ein schöner langer Trainingslauf für mich - der mich wieder ein Stück näher an mein Ziel bringt - nach Schmiedefeld, dem wohl schönsten Ziel der Welt.Lächeln-auch wenns schwer fällt

Glücklich nach 35km
Am Ziel erwarteten mich neben Ramona und Elke mein Mann und unsere Freunde Beate und Frank. Ich habe mich riesig gefreut, als ich sie sah.

Zielempfang
Nicht zuletzt haben wir uns aller über die süßen Köhlerküsse gefreut, die sie uns mitgebracht haben...

Köhlerküsse
Kann Genuß eigentlich schöner sein?


Genießen kann so schön sein

Billy hat es sich aber richtig verdient. Sie ist die ganzen 50km durchgelaufen und hat Platz 5 in ihrer AK belegt. Herzlichen Glückwunsch, liebe Billy!

Mittlerweile hatte es richtig angefangen zu schneien, dicke Flocken wirbelten auf uns herab. In kurzer Zeit war unser Auto zugeschneit.

Winter in Rodgau
So warteten wir nicht mehr allzulange und fuhren nach Hause, was sich als sehr schwieirg gestaltete. Wir waren sehr froh, als wir die nur 50km in 1 1/2 Stunden geschafft hatten.

Nach einem gemütlichen Abend und einer kurzen Nacht machten wir gemeinsam heute früh so kurz nach 04.00 Uhr ein kleines Morgenläufchen. War das schön! Alles war weiß, wir liefen gemeinsam an der Nidda entlang durch die Nacht. Das, was ich sonst allein mache, durfte ich heute mit Freunden genießen.
Das hat mich ganz besonders gefreut, da dies heute der 500. Tag meiner Laufserie war.  Es war für mich - auch wenn nur sehr kurz - heute etwas ganz Besonderes.

Nach einem schönen Frühstück brachte ich die drei zum Bahnhof. Mittlerweile sind sie unterwegs in Richtung Berlin.
Es war ein tolles Wochenende! Danke, daß ihr bei uns zu Gast wart!

Weitere Bilder findet ihr hier.  Vielen Dank an Elke, Ramona und Beate, daß ich eure Bilder veröffentlich darf!




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Petra 02/01/2010 17:56


Ja - das ist gut so, lieber Marcus. Ich glaube, für diejenigen, die ausschließlich für die "Tage" laufen, kommt das Ende schneller als sie glauben und wahrhaben wollen...

Ramona ich drück dir ganz fest die Daumen - das wird schon wieder! Und vielleicht liest Elke das hier ja und empfiehlt Hartmut die frischen, weichen Tomaten?

Viele liebe Grüße
Petra


Ramona 02/01/2010 17:24


Hallo Petra, das sage mal Hartmut, dass er lieber Tomaten statt Dosen nehmen soll. Aber nun ist es ja zu spät. Noch ist nichts besser. Aber ich hoffe weiter. Du weißt ja, die Hoffnung stirbt
zuletzt. Beim Arbeiten und beim Laufen vergisst man ja schnell auch mal den Schmerz, wobei ich heute früh noch nicht soweit war.
Aber das wird schon.
LG, Ramona


Täglichläufer 02/01/2010 17:18


Welch Glück, liebe Petra, gell?! :) Also die Tage selbst weiß ich bei mir nicht mehr, bei 3002 oder so habe ich aufgehört zu zählen. Liebe Grüße Marcus


Petra 02/01/2010 16:45


Immerhin hat mich dein 7 1/2 jähriges Jubiläum zum Täglichlaufen gebracht....

Nein, ich sags keinem weiter, daß du auch die halben Jahre feierst! Aber auf die Wirkung kommt es ja eh nicht an.
Manchmal ist es so, daß ich gar nicht weiß, der wievielte Tag heute ist - da muß ich selbst erst nachschauen. Je länger ich täglich laufe, um so nebensächlicher wird die erreichte Tageszahl...

Viele liebe Grüße
Petra


Täglichläufer 02/01/2010 16:01


Liebe Petra, ich zähle mittlerweile die Halbjahre (inoffiziell). ;) Aber nicht weiter sagen. :D Wobei die natürlich nicht so wirken, wie die wirklichen Jahre. Alles Gute, Marcus