Artikel teilen! Sturmlauf in der Wetterau: Nachdem ich heute bereits zwei wunderschöne Sturmlaufberichte bei Marcus und Kornelia gelesen habe, wollte ich eigent ...
Nachdem ich heute bereits zwei wunderschöne Sturmlaufberichte bei Marcus und Kornelia gelesen habe, wollte ich eigentlich nicht noch einen dritten hinzufügen...
Aber jeder Lauf ist anders, jeder Mensch beobachtet seine Umwelt anders, jeder empfindet anders... Obwohl: Täglich Läufer haben oft ähnliche Empfindungen, eine ähnliche unbedingte Naturliebe, ein ähnliches Umgehen mit den Naturgewalten...
Also gibt es heute noch einen weiterne Strumlaufbericht im Netz
Ich hatte gar nicht den Eindruck, daß auch bei uns der Sturm so heftig ist. Erst als ich das Haus verlies, merkte ich, wie mir der Wind um die Ohren pfiff. Es versprach, ein spannender Lauf und schöner Lauf zu werden.
Ich lief heute mal nicht zur Nidda, sondern in die entgegengesetzte Richtung - auf`s freie Feld hinaus. Es ging bergauf und ich hatte Rückenwind. Ich glaube, ich bin noch nie so schnell den Berg hinaufgeflogen! Es war einfach nur genial. Oben angekommen, drehte ich mich um und lief - dem Wind entgegen - wieder hinab. Wow, war das ein cooles Gefühl. Der Wind hatte eine solche Kraft, daß ich mich fallen lassen konnte - ohne tatsächlich zu fallen. Ich brauchte einfach nur die Beine zu heben und lief den Berg hinab - nur gebremst vom Wind. Ich lief nicht mehr - es lief...
Es war so ein geniales Gefühl, dass ich das Ganze einfach noch mal geniessen wollte. Also noch einmal den Berg hinauf. Fliegen mit Rückenwind auf den Berg und gebremst wieder nach unten. Die Augen teilweise geschlossen, träumend und geniessend.
Ich lief weiter und beobachtete die Vögel, die sich auf den Feldern tümmelten. Erste klitzekleine grüne Blätterchen durchbrachen den Boden. Die ersten Frühlingsboten sind da! Ich lief durch den
Nachbarort und auf der anderen Seite wieder den Berg hinauf. Jetzt kämpfte ich bergan gegen beides: Die Höhe und den Gegenwind. Aber es störte mich überhaupt nicht. Es war einfach nur schön, den
Berg zu bezwingen und noch schöner war es, wieder hinabzulaufen - pardon, zu fliegen.
Ich war 75min unterwegs. 75min, die wieder mal alle Endorphine purzeln liesen. Es war wieder da, dieses "WOW" Gefühl nach einem Lauf. Ein Gefühl, daß ich nie verlieren will.
Der Spaß und die Freude bei meinen täglichen Läufen - das ist es, was mir wirklich wichtig ist.
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