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Veröffentlicht von Petra

Nachdem ich heute bereits zwei wunderschöne Sturmlaufberichte bei Marcus und Kornelia gelesen habe, wollte ich eigentlich nicht noch einen dritten hinzufügen...

Aber jeder Lauf ist anders, jeder Mensch beobachtet seine Umwelt anders, jeder empfindet anders... Obwohl: Täglich Läufer haben oft ähnliche Empfindungen, eine ähnliche unbedingte Naturliebe, ein ähnliches Umgehen mit den Naturgewalten...

Also gibt es heute noch einen weiterne Strumlaufbericht im Netz

Ich hatte gar nicht den Eindruck, daß auch bei uns der Sturm so heftig ist. Erst als ich das Haus verlies, merkte ich, wie mir der Wind um die Ohren pfiff. Es versprach, ein spannender Lauf und schöner Lauf zu werden.

Ich lief heute mal nicht zur Nidda, sondern in die entgegengesetzte Richtung - auf`s freie Feld hinaus. Es ging  bergauf und ich hatte Rückenwind. Ich glaube, ich bin noch nie so schnell den Berg hinaufgeflogen!  Es war einfach nur genial. Oben angekommen, drehte ich mich um und lief - dem Wind entgegen - wieder hinab. Wow, war das ein cooles Gefühl. Der Wind hatte eine solche Kraft, daß ich mich fallen lassen konnte - ohne tatsächlich zu fallen. Ich brauchte einfach nur die Beine zu heben und lief den Berg hinab - nur gebremst vom Wind. Ich lief nicht mehr - es lief...

Es war so ein geniales Gefühl, dass ich das Ganze einfach noch mal geniessen wollte. Also noch einmal den Berg hinauf. Fliegen mit Rückenwind auf den Berg und gebremst wieder nach unten. Die Augen teilweise geschlossen, träumend und geniessend.

Ich lief weiter und beobachtete die Vögel, die sich auf den Feldern tümmelten. Erste klitzekleine grüne Blätterchen durchbrachen den Boden. Die ersten Frühlingsboten sind da! Ich lief durch den Nachbarort und auf der anderen Seite wieder den Berg hinauf. Jetzt kämpfte ich bergan gegen beides: Die Höhe und den Gegenwind. Aber es störte mich überhaupt nicht. Es war einfach nur schön, den Berg zu bezwingen und noch schöner war es, wieder hinabzulaufen - pardon, zu fliegen.

Ich war 75min unterwegs. 75min, die wieder mal alle Endorphine purzeln liesen. Es war wieder da, dieses "WOW" Gefühl nach einem Lauf. Ein Gefühl, daß ich nie verlieren will.

Der Spaß und die Freude bei meinen täglichen Läufen - das ist es, was mir wirklich wichtig ist.

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Petra 02/07/2011 14:33



Liebe Marion,


nicht wahr - es ist einfach toll, daß wir beim Laufen so tief in die Natur eindringen und diese im Grunde genommen gleich empfinden.


Und jetzt warten wir gemeinsam auf den Frühling - er ist nicht mehr weit!


Viele liebe zurück


Petra



Marion 02/07/2011 11:03



Liebe Petra,


Dein Sturmlaufbericht hat auch gut zu meinem Sturmlauf gepasst. Ich stand während meines Sturmlaufes eine ganze Weile auf einem Berg und schaute in die sich auftuende weite Landschaft - und war
ganz hingerissen von dieser Naturmacht. Und ein bisschen Vorfrühling wehte da auch schon mit!


Viele Grüsse aus Südhessen an die Nidda,


Marion



Petra 02/06/2011 21:38




Dankeschön, liebe Elke! Ich freue mich, daß dir mein Laufbericht gefällt - und ja, er ist  wieder viel fröhlicher ausgefallen! Es macht Spaß, so  befreit zu laufen.


Viele liebe Grüße zurück


Petra




laufmauselke 02/06/2011 20:53



Danke für den schönen, emotionalen Sturmlaufbericht. Die pure Lebensfreude springt aus Deinen Zeilen. Das gefällt mir.
Das ist wieder die fröhliche Petra, die ich kenne. Danke für´s Mitnehmen.
Liebe Grüße
Elke



Petra 02/06/2011 20:06



Lieber Frank,


das ist eine gute Idee - beim nächsten Sturm öffne ich die Jacke und hebe ab...


Und bevor ich das nächste Mal bei dir so komplizierte Sachen lese, gehe ich wohl auch besser laufen... du weißt schon, wegen dem Sauerstoffüberschuß... Oder ich trinke ganz einfach Kaffee - ohne darüber
nachzudenken!