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Veröffentlicht von Petra

Nach meinem Marathon im Weiltal am letzten Sonntag, den ich wegen seiner wunderschönen Landschaft hochemotional empfand, hatte ich nur wenige Stunden, um mich zu sammeln und wieder "herunterzukommen".

Auf Grund der Aschewolke am Himmel konnte ich mich nicht darauf verlassen, daß mein Flieger am nächsten Tag nach Kopenhagen abheben würde. Deshalb setzte ich mich kurz vor Mitternacht in den Zug und begab mich auf eine fast 14stündige Reise in völlig überfüllten Zügen.

Gleich nach meiner Ankunft stieg ich ins geplante Projekt ein und es wurde gleich am ersten Abend sehr eng. Aber ich schaffte meine kleine Laufrunde und fühlte mich trotz des Marathons am Vortage pudelwohl.

Allerdings fühlte ich mich am nächsten Morgen einfach nicht in der Lage, so früh aufzustehen, daß ich meine Laufrunde vor Arbeitsbeginn machen konnte. Aber ich habe auch nicht damit gerechnet, daß es so spät werden würde, daß meine Serie ernsthaft in Gefahr geraten würde.

Letztendlich stand ich dann am Dienstag erst gegen 23:00 Uhr doch endlich in meinen Laufschuhen, um meine "Notrunde" zu drehen. Mehr ging einfach nicht.

Um nicht noch einmal in eine solche Situation zu kommen, stand ich an den nächsten Tagen  lieber früher auf und lief in den dänischen Morgen.

Am Freitag morgen entdeckte ich einige kleine Teiche in der Nähe des Hotels, um die es sich wunderbar laufen lies. Dort entdeckte ich auch eine kleine Insel aus Stroh, auf der ein Schwan lag und schlief.  War das ein schöner Anblick!

Leider war es so kalt geworden, daß ich jämmerlich fror. Bei der Auswahl meiner Laufkleidung hatte ich nicht damit gerechnet, daß es nochmal solche tiefe Temperaturen geben würde.

Ich habe es förmlich gespürt, daß ich mir eine Erkältung holen würde, die sich dann auch prompt bemerkbar machte.

Allerdings hoffte ich immer noch, daß ich meinen letzten geplanten Trainingslauf auf der Original Rennsteigstrecke am heutigen Sonntag bewältigen konnte. Diese 32km sollten mein Abschlußtraining für den Rennsteig Supermarathon werden.

Bereits am Samstag Abend trafen sich die vielen "Aufs Ganze Läufer" in der Pension "Im Kurgarten" in Schmiedefeld. Wir verbrachten einen sehr schönen Abend mit vielen interessanten Gesprächen.

Während einer kleinen Laufrunde mit Ruth merkte ich jedoch, daß es mir sehr schwer fiel, den Berg hinauf zulaufen. Ich fühlte mich ziemlich schlecht, so daß ich mich schweren Herzens entschied, die 32km Strecke nicht mitzulaufen.

Es war verdammt hart, zuzusehen, wie die anderen Läufer in den Bus zum Start nach Friedrichshöhe fuhren - ohne mich. Ich wußte, daß es richtig ist, was ich tat bzw. in dem Fall nicht tat. Aber es tat mir so unendlich leid, ich wäre sooo gern mitgelaufen.

Während Rainer eine Walking-Trainigsrunde lief, machete ich eine klitzekleine Notrunde und genoß die würzige Luft des Thüringer Waldes. Dann fuhren wir an die Verpflegungsstelle am Dreiherrenstein, an der Mutter Lehmann und ihre Freundin Beate immer die Läufer verwöhnen.

Da kam mir die Idee, es heute einmal umgekehrt zu machen... Wir kauften ein paar Stück Kuchen (das leckere Läufer-Kuchenbuffet war schon aufgebaut), organisierten ein paar Tassen Kaffee und brachten sie den beiden.  Ich glaube, das war wirklich eine gelungene Überraschung und sie haben sich sehr gefreut.

Wir quatschten ein wenig und es dauerte auch nicht mehr lang, bis die ersten Läufer eintrafen. Es herrschte eine lockere und entspannte Athmosphäre und die Läufer genossen diesen lockeren Trainingslauf.

Mittlerweile war ich auch nicht mehr so traurig, nicht mitlaufen zu können. Immer wieder habe ich mir gesagt, daß ich schon so viele lange Läufe gemacht habe und das mein großes Ziel nicht allein von diesem Lauf abhängt. Wichtig ist nur eins: Ganz schnell wieder ganz gesund zu werden!

Die Generaprobe war also gründlich verpatzt und nicht nur einmal hörte ich heute den Spruch, daß nun der Premiere nichts mehr entgegenstehen würde... Bestimmt haben sie recht.

Trotzdem wäre mir eine gelungene Generalprobe lieber gewesen.

Ich habe mich aber sehr für die Neumarathonis gefreut, die sich allesamt tapfer geschlagen haben und lächeln ins Ziel kamen.

Liebe Heike, liebe Katrin und all ihr anderen Umsteiger - ich wünsche euch einen tollen Marathonlauf am 8. Mai auf dem Rennsteig! Ihr werdet es schaffen! Ihr habt so gut trainiert - ich bin überzeugt davon, daß euer erster Marathon ein voller Erfolg wird.

Hier ein paar Impressionen vom heutigen Lauf.

 

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Petra 05/02/2010 16:33



Hallo liebe Elke,


meine Vorfreude steigt mittlerweile unaufhörlich...Es sind nur noch 6 Tage und dann kommt der Tag der "Wahrheit" .


Ich freue mich auf euch alle - das wird ein richtiges Läuferfest!


Viele liebe Grüße


Petra



laufmauselke 05/02/2010 14:24



Hallo liebe Petra, es ist gut, das Du so vernünftig warst. Wahrscheinlich hat Dir das Nicht-Laufen mehr gebracht, als wenn Du Dich an diesem Tag gequält hättest. Aber das weisst Du ja auch.
Nun ist es bald soweit. Ich freue mich schon riesig auf unser Treffen am Start und auf die Party im Ziel. Es gibt für mich keinen Zweifel, das Du dieses erreichen wirst.
Liebe Grüße
Elke



Petra 05/01/2010 18:05



Hi Holger,


klar, bin ich auich schon zappelig. Allerdings bin ich beruflich so stark eingespann, daß ich momentan überhaupt keine Zeit habe, auch nur darüber nachzudenken, was da nächste Woche auf mich
zukommt. Vielleicht ist das auch ganz gut so - da habe ich keine Zei, mich selbst "meschugge" zu machen...


Viele liebe Grüße und tschaui bis zum nächsten Samstag!


Petra



Holger 05/01/2010 17:02



Huhu Petra,
im Verzichten zeigt sich der wahre Könner ;-) Ich finde es sehr klug, deinem Körper diese Pause zu gönnen. Er wird es dir wahrscheinlich hinter Oberhof danken :-) Biste auch schon zappelig?
Liebe Grüße vom Holger



Petra 04/26/2010 17:09






Vielen Dank liebe Katrin (Nr.1)! Ich wünsche dir einen erfolgreichen Marathon und
viel Spaß auf der Strecke!


Ich freue mich schon sehr auf den 8. Mai - meine Erkältung wird sich hoffentlich bis dahin verflüchtigt haben....


Liebe Katrin (Nr.2),


ihr braucht euch wirklich keine Sorgen zu machen. Ich denke, daß ich ganz gut auf meinen Körper hören kann. Für mich ist es jetzt auch das Wichtigste, 100%
gesund zu werden - dafür tue ich alles und ich schränke mein Laufprogramm stark ein. Aber kurze, lockere Strecken empfinde ich als sehr angenehm. Dankeschön für eure lieben
Genesungswünsche!


Viele liebe Grüße an beide Katrins


Petra