Samstag, 6. februar 2010
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17:04
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veröffentlicht in: Laufen und Geniessen
Endlich Wohenende, endlich Zeit für einen wieder etwas längeren Lauf. Ich lies es für mich offen, wie weit es gehen würde. Ein wenig habe ich das abhängig gemacht von den Witterungsverhältnissen.
Nein - nicht vom angekündigten Regen. Der stört mich überhaupt nicht - im Gegenteil, da hätte ich mich wirklich gefreut. Viel schlimmer waren die Bodenverhältnisse.
Auf dem Weg zur Nidda war alles eisfrei, die ersten Schritte liefen problemlos und es kam Freude auf - Vorfreude auf diesen Lauf. 3 Stunden Minimum hatte ich mir vorgenommen, vielleicht auch ein
wenig mehr.
Ich lief in Richtung Florstadt und nahm den Weg, den ich gemeinsam mit Frank im Sommer zur Vorbereitung auf den Berlin Marathon lief. Damals hatte uns Jürgen mit dem Rad eine 15km Strecke
"abgemessen". Auf dieser Strecke lief ich nun und träumte von diesem schönen Trainingslauf im letzten Sommer.
In Gedanken war für mich Sommer, die Sonne schien, die Vögel zwitscherten... Was war das? Da zwitscherten doch tatsächlich ein paar Vögel! Wollten die mir sagen - hey, jetzt ist es bald soweit?`Der
Frühlich steht in den Startlöchern!
Dort am Wasser tummelte sich ein Schwanenpaar - wunderschön waren die beiden! Plötzlich saß mir ein Häschen gegenüber und schaute mich mit großen Augen an. Vermutlich war es mindestens ebenso
erschrocken, wie ich. Es drehte sich um und rannte, was die kleinen Pfötchen hergaben...
Irgendwie hatte ich das Gefühl, daß die Natur wieder erwacht... ganz langsam zwar, aber stetig....
In 3 Wochen ist Frühlingsanfang und bald wird das erste saftige Grün sprießen. Immer mehr geriet ich ins Träumen, stolperte über festgetretenes Eis, umlief tiefe Taufpfützen und trabte auch das ein
oder andere mal mitten hinein...
Mittlerweile war ich 13km von zu Hause entfernt - bis zum Wendepunkt am km 15 waren es noch 2 km. Soll ich? Nein - ich soll nicht, ich will! Ich lief einfach weiter. Mittlerweile hatte sich der
Nebel zu leisem Nieselregen verdichtet.
Immer wieder denke ich an den Sommer, an unseren Lauf im August. In mir kommt Vorfreude auf. Bald ist es wieder soweit. die Natur wird sich vom Eise befreien und die Sonne schenkt uns Freude im
Herzen.
Nach 2 Stunden und 15km wendete ich und lief gemächlichen Schrittes wieder zurück. Ich hatte mein Tempo gefunden. Genau nach 4 Stunden war ich zu Hause zurück, freute mich auf die Badewanne.
Dort träumte ich den Traum vom Frühling weiter....
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