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Veröffentlicht von Petra

Mein täglicher Lauf - ich möchte ihn nicht mehr missen. Es ist wie Atmen, es ist wie die tägliche Körperpflege. Einfach Körperpflege von innen.

Allerdings gestaltet es sich manchmal doch recht schwierig und immer wieder stellt sich die Frage: Wie integriere ich meinen täglichen Lauf in meinen Tagesablauf?

Am Einfachsten gestaltet sich dies am Wochenende. Da schlafe ich aus, falle aus dem Bett quasi in die Laufschuhe, denke gar nicht nach und laufe los. In der Regel habe ich zumindestens an einen der beiden Tage ausreichend Zeit, um ein längeres Läufchen zu machen, das dann schon auch mal ein paar Stunden dauern kann.

Wenn ich nach solch einem langen Lauf glücksdurchströmt zurückkehre, wartet oft ein hübsch gedecker Frühstückstisch auf mich, den ich gemeinsam mit meinem Mann genieße
.
Aber nicht immer habe ich soviel Zeit. Oft muß ich mein Lauf in einen engmaschigen Tagesablauf integrieren. Um nicht Gefahr zu laufen, einen Tag nicht laufen zu können, plane ich diesen bereits am Vortag ein.

Sollte es eng werden, stehe ich meist 1/2 Stunde früher auf und laufe los. Dann kann ich ohne Druck meiner Arbeit nachgehen und habe auch kein Problem damit, wenn`s mal spät wird.

Oder ich verbinde tägliche Besorgungen mit meinem Lauf. Es ist überhaupt kein Problem, mit einem Rucksack zu laufen und unterwegs die Brötchen vom Bäcker mitzubringen. Oder das neueste Tchibo-Laufklamottenangebot per Läufchen zu erkunden... Frau will schließlich chick sein beim Laufen...

Oder ich laufe in den Nachbarort zur S-Bahn bzw. auch wieder zurück. Es ist  gar nicht so schwer - es findet sich immer eine Möglichkeit, auch wenn man voll berufstätig ist und noch täglich mehrere Stunden Arbeitsweg hat. Tja und das ist mein größtes Ärgernis: Den Weg zur Arbeit kann ich leider nicht laufend zurücklegen. Das wäre täglich ein Ultra... Alle Varianten, die ich im Geist durchgespielt habe, funktionieren nicht so richtig.

Den absoluten Notfall - ein "doppelter Mitternachtslauf" habe ich noch nie machen müssen. Das hebe ich mir wirklich auf, wenn es mal gaaaaaaanz eng wird.

Je länger ich täglich laufe, um so stärker zeigt sich für mich, daß mitunter ein gut organisiertes Zeitmanagement existentielle Voraussetzung fürs täglich Laufen ist . Das Argument "keine Zeit" zählt für mich nicht.

Es zählt nicht, weil ich mir die Zeit für mein tägliches Läufchen nehme - nicht, weil ich es muß, sondern weil ich es will. Und für das, was mir wichtig ist, dafür habe ich und nehme ich mir die Zeit. Egal, wie eng es wird.
Wie heißt es so schön? Manchmal muß man Prioritäten setzen....  

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Petra 12/19/2009 20:26


Hallo liebe Elke,

genauso ist es - laufen darf kein Stress werden. Wenn man so empfindet, ist das Ende der Serie nur eine Frage der Zeit. Natürlich gibt es auch mal Tage, an denen sich der Spaß in Grenzen hält, aber
die sollten nicht überhand nehmen.
Und an den weitaus meisten Tagen macht es richtig Spaß.

Es gibt auch keine Regel bezüglich der Mitternachtsläufe. Die Regel ist ganz einfach: Es wird jeden Tag gelaufen - mindestens eine Meile. Und wenn du einen Ultra läufst, der über Mitternacht geht,
dann hast du Deine Läufe entsprechend der Regel gemacht.
Was Marcus meint, ist ein Lauf, den man 23.45Uhr beginnt und 0.15Uhr beendet, dabei 3,2km läuft und das als zwei Läufe wertet. Damit betrügt man sich eigentlich selbst. Theoretisch könntst du mit 4
solchen Läufen für eine ganze Woche den täglichen Lauf eintragen - aber das ist bestimmt nicht im Sinne des Erfinders und hat mit täglich Laufen nix mehr zu tun.

Ich finde es toll, daß wir in unserem Denken uns so ähnlich sind!

Ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende!

Liebe Grüße
Petra


laufmauselke 12/19/2009 19:56


Hallo liebe Petra, das ist ja wieder ein Beitrag, der mir aus dem Herzen spricht. Du denkst und lebst da genau wie ich.
Wer sich das Laufen zum Stress macht, der hat auch keine Freude daran. Es muss ein Bedürfnis sein. Sicherlich fallen nicht alle Läufe leicht, und manchmal versucht der ISH zu attakieren, aber
darüber sind wir erhaben.
Das Thema Mitternachtsdoppel kenne ich auch noch nicht, da ich fast immer meinen Tag mit einem kurzen Lauf beginne.
Allerdings bin ich bei Ultraläufen der Meinung, das es egal ist, ob ich den Lauf unterbreche, oder an einem Stück durch laufe. Es geht doch wohl darum, täglich zu laufen. Und wenn ich heute einen
Ultra starte, und morgen ins Ziel laufe, dann bin ich gestern gelaufen, und heute auch.  Das ist nur meine
Meinung, die Regeln kenne ich gar nicht. Wo kann man die nachlesen?
Viele liebe Grüße von
Laufmaus Elke


Ferrari Maniac 12/08/2009 13:48


Für mich ist das Laufen noch eine kleine Qual aber ich gewöhne mich daran, langsam..


Petra 12/03/2009 22:42


Hallo liebe Ramona,
oje - an sowas wie 24 Stundenläufe habe ich ja nun gar nicht gedacht... Wahrscheinlich weil die fernab jeglicher Vorstellung für mich sind... Aber ich denke, daß hat mit dem "Dippeldecker" nicht mehr viel zu tun. Wenn du zwischendurch eine Stunde schläfst, fängst du
dann doch einen neuen Lauf an - auch wenn dieser im wettkamprechtlichen Sinn ein Lauf ist...
Also - ich würde sagen: Nicht soviel nachdenken - einfach laufen gehen...
Ich freue mich auch auf morgen!
Liebe Grüße
Petra


Ramona 12/03/2009 13:15



Nun, bei manchen Läufen ist ein sogenannter Doppeldecker aber dabei. Ich denke da an die 24 h-Läufe, bei denen ich aber immer zwischen Mitternacht und weiterlaufen mind. 1 h Schlafpause gemacht
habe.


 


Wie ich das beim Mauerwegslauf (156-160 km) mache, weiß ich noch nicht. Doch der ist so lang, dass ich sowieso zwischendurch mehrere Geh-Ruhepausen einlegen werde (und das auch Mitternacht). Wenn
man Probleme mit dem Zählen als 2 Läufe hat, muss man eben noch 2 km am 2. Tag anhängen. Ist bloß komisch nach vielleicht schon 70 gelaufenen Kilometern an diesem Tage.


Außerhalb eines Wettkampfes oder wie in diesem Fall eines Laufes mit den Down-Syndrom-Marathonis würde ich ein Mitternachtsdoppel sicherlich nicht laufen. Es ist doch viel schöner, wenn man was
sieht von der Umgebung. :)


Liebe Grüße und bis morgen! Ich freu mich schon!


Ramona