Monday, 30. november 2009
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15:51
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veröffentlicht in: Streakrunning
Mein täglicher Lauf - ich möchte ihn nicht mehr missen. Es ist wie Atmen, es ist wie die tägliche Körperpflege. Einfach Körperpflege von innen.
Allerdings gestaltet es sich manchmal doch recht schwierig und immer wieder stellt sich die Frage: Wie integriere ich meinen täglichen Lauf in meinen Tagesablauf?
Am Einfachsten gestaltet sich dies am Wochenende. Da schlafe ich aus, falle aus dem Bett quasi in die Laufschuhe, denke gar nicht nach und laufe los. In der Regel habe ich zumindestens an einen der
beiden Tage ausreichend Zeit, um ein längeres Läufchen zu machen, das dann schon auch mal ein paar Stunden dauern kann.
Wenn ich nach solch einem langen Lauf glücksdurchströmt zurückkehre, wartet oft ein hübsch gedecker Frühstückstisch auf mich, den ich gemeinsam mit meinem Mann genieße
.
Aber nicht immer habe ich soviel Zeit. Oft muß ich mein Lauf in einen engmaschigen Tagesablauf integrieren. Um nicht Gefahr zu laufen, einen Tag nicht laufen zu können, plane ich diesen bereits am
Vortag ein.
Sollte es eng werden, stehe ich meist 1/2 Stunde früher auf und laufe los. Dann kann ich ohne Druck meiner Arbeit nachgehen und habe auch kein Problem damit, wenn`s mal spät wird.
Oder ich verbinde tägliche Besorgungen mit meinem Lauf. Es ist überhaupt kein Problem, mit einem Rucksack zu laufen und unterwegs die Brötchen vom Bäcker mitzubringen. Oder das neueste
Tchibo-Laufklamottenangebot per Läufchen zu erkunden...

Frau will schließlich chick sein beim Laufen...
Oder ich laufe in den Nachbarort zur S-Bahn bzw. auch wieder zurück. Es ist gar nicht so schwer - es findet sich immer eine Möglichkeit, auch wenn man voll berufstätig ist und noch täglich
mehrere Stunden Arbeitsweg hat. Tja und das ist mein größtes Ärgernis: Den Weg zur Arbeit kann ich leider nicht laufend zurücklegen. Das wäre täglich ein Ultra... Alle Varianten, die ich im Geist
durchgespielt habe, funktionieren nicht so richtig.
Den absoluten Notfall - ein "doppelter Mitternachtslauf" habe ich noch nie machen müssen. Das hebe ich mir wirklich auf, wenn es mal gaaaaaaanz eng wird.
Je länger ich täglich laufe, um so stärker zeigt sich für mich, daß mitunter ein gut organisiertes Zeitmanagement existentielle Voraussetzung fürs täglich Laufen ist . Das Argument "keine Zeit"
zählt für mich nicht.
Es zählt nicht, weil ich mir die Zeit für mein tägliches Läufchen nehme - nicht, weil ich es muß, sondern weil ich es
will. Und für das, was mir wichtig ist, dafür habe ich und nehme ich mir
die Zeit. Egal, wie eng es wird.
Wie heißt es so schön? Manchmal muß man Prioritäten setzen....
ich stimme Dir voll und ganz zu.
Keine zeit ist für mich eine Ausrede, die ich schon lange nicht mehr benutze und mich auch darüber ärgere, wenn es andere tun.
Keine Zeit heißt doch nur, es ist mir nicht wichtig genug, mir dafür Zeit zu nehmen.
Und Zeitmangel hatte ich auch eigentlich noch nie, seit ich täglich laufe.
Nur, wenn ich erst zu Hause zum Ausruhen bin, fällt mir das wieder aufmachen doch manchmal schwer.
Aber mein IS hat bei mir (zum Glück) eigentlich immer das Nachsehen.
Dir wünsche ich auch besinnliche Zeit in dieser Adventszeit.
Ach ja, finde ich toll, dass Dein Mann den Frühstückstisch deckt.
Liebe Grüße
Erika
PS. Freue mich, dass Du beim Projekt mitmachst
ja, ein Zeitmanagement ist an manchen Tagen schon gefordert. Doch getreu dem Motto "wo ein Wille ist, ist auch ein Weg", kriegt man das schon irgendwie hin.
Um den gedeckten Frühstückstisch am Wochenende nach einem Lauf beneide ich Dich nach wie vor sehr.
Zu Mitternacht einen doppelten Lauf hinzulegen hat bei mir in den Überlegungen noch keine Rolle gespielt. Aber das soll jeder so halten, wie er mag.
Liebe Grüße
Kornelia
ich möchte gern einige Zeilen aus deinem letzten Eintag in meinem Blog übernehmen. Darf ich?
Grüßle
Fritz-Norbert
das Problem kenne ich - wenn man einmal zu Hause ist, lugt der ISH doch ab und zumal hinterm Sofa vor... Aber bei mir hat er keine Chance mehr. Ich setze mich gar nicht erst hin, sondern laufe sofort los. Da kann mich nichts mehr halten
Klar mach ich bei dem Projekt mit - das stelle ich mir sehr interessant vor. Ich weiß nur noch nicht, welches Fotoobjekt ich mir aussuche. Aber auf alle Fälle wird es ein Stück Natur werden.
Hallo lieber Marcus,
ja so ist es - entscheidend ist der Wille. Allerdings gibt es da eine Einschränkung: Der Wille muß von innen heraus kommen und darf niemals aufgezwungen sein, denn das wird nicht funktionieren. Aber das hast du selbst ja oft geschrieben. Wenn man nur ausschließlich der Serie willen läuft, ist diese früher oder später beendet, weil man die Lust wohl verlieren würde. Ich denke - wenn man sich schon salbst sagt "ich muß jetzt laufen gehen" ist es eigentlich schon zu spät und vorbei.
Bezüglich des Mitternachtsdoppels: Bitte verstehe mich nicht falsch - ich sehe dies auch nicht als eine wirkliche Option. Aber es könnte mal ein absoluter Notnagel werden, wenn gar nichts mehr läuft. Aber ich will nicht spekulieren. Es geht mir gut und ich laufe, weil es mir Freude macht - täglich, mal früh, mals abends, auch mal tagsüber - wie es sich gerade einrichten läßt. Und das werde ich auch in Zukunft so machen - solange es irgendwie geht.
Liebe Nela,
genau - wo der berühmte Wille ist, ist auch der Weg! Ja, es ist wirklich schön, sich an den gedeckten Tisch zu setzen und ich genieße das auch sehr. Aber ich revanchiere mich ja auch...
Hallo lieber Fritz Norbert,
herzlich willkommen auf meinem Blog! Ich freue mich sehr, daß du den Weg hierher gefunden hast.
Viele liebe Grüße euch allen
eure
Petra
das weiß ich doch, daß du es nicht böse meinst.
Aber Schluß jetzt mit theoretischen Spielereien. Ich wünsche Dir/uns ebenso, daß wir möglichst nicht in diese Situation kommen bzw. immer eine andere Lösung finden.
Ich wünsche dir einen schönen Abend!
Viele liebe Grüße
Petra
Nun, bei manchen Läufen ist ein sogenannter Doppeldecker aber dabei. Ich denke da an die 24 h-Läufe, bei denen ich aber immer zwischen Mitternacht und weiterlaufen mind. 1 h Schlafpause gemacht habe.
Wie ich das beim Mauerwegslauf (156-160 km) mache, weiß ich noch nicht. Doch der ist so lang, dass ich sowieso zwischendurch mehrere Geh-Ruhepausen einlegen werde (und das auch Mitternacht). Wenn man Probleme mit dem Zählen als 2 Läufe hat, muss man eben noch 2 km am 2. Tag anhängen. Ist bloß komisch nach vielleicht schon 70 gelaufenen Kilometern an diesem Tage.
Außerhalb eines Wettkampfes oder wie in diesem Fall eines Laufes mit den Down-Syndrom-Marathonis würde ich ein Mitternachtsdoppel sicherlich nicht laufen. Es ist doch viel schöner, wenn man was sieht von der Umgebung. :)
Liebe Grüße und bis morgen! Ich freu mich schon!
Ramona
oje - an sowas wie 24 Stundenläufe habe ich ja nun gar nicht gedacht... Wahrscheinlich weil die fernab jeglicher Vorstellung für mich sind...
Also - ich würde sagen: Nicht soviel nachdenken - einfach laufen gehen...
Ich freue mich auch auf morgen!
Liebe Grüße
Petra
Wer sich das Laufen zum Stress macht, der hat auch keine Freude daran. Es muss ein Bedürfnis sein. Sicherlich fallen nicht alle Läufe leicht, und manchmal versucht der ISH zu attakieren, aber darüber sind wir erhaben.
Das Thema Mitternachtsdoppel kenne ich auch noch nicht, da ich fast immer meinen Tag mit einem kurzen Lauf beginne.
Allerdings bin ich bei Ultraläufen der Meinung, das es egal ist, ob ich den Lauf unterbreche, oder an einem Stück durch laufe. Es geht doch wohl darum, täglich zu laufen. Und wenn ich heute einen Ultra starte, und morgen ins Ziel laufe, dann bin ich gestern gelaufen, und heute auch.
Viele liebe Grüße von
Laufmaus Elke
genauso ist es - laufen darf kein Stress werden. Wenn man so empfindet, ist das Ende der Serie nur eine Frage der Zeit. Natürlich gibt es auch mal Tage, an denen sich der Spaß in Grenzen hält, aber die sollten nicht überhand nehmen.
Und an den weitaus meisten Tagen macht es richtig Spaß.
Es gibt auch keine Regel bezüglich der Mitternachtsläufe. Die Regel ist ganz einfach: Es wird jeden Tag gelaufen - mindestens eine Meile. Und wenn du einen Ultra läufst, der über Mitternacht geht, dann hast du Deine Läufe entsprechend der Regel gemacht.
Was Marcus meint, ist ein Lauf, den man 23.45Uhr beginnt und 0.15Uhr beendet, dabei 3,2km läuft und das als zwei Läufe wertet. Damit betrügt man sich eigentlich selbst. Theoretisch könntst du mit 4 solchen Läufen für eine ganze Woche den täglichen Lauf eintragen - aber das ist bestimmt nicht im Sinne des Erfinders und hat mit täglich Laufen nix mehr zu tun.
Ich finde es toll, daß wir in unserem Denken uns so ähnlich sind!
Ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende!
Liebe Grüße
Petra