Sunday, 28. march 2010 7 28 /03 /März /2010 21:32
- Community: Laufen
veröffentlicht in: Laufereignisse
Wow - was für ein Wochenende!
Bis vor wenigen Tagen wußte ich immer noch nicht so recht, wie ich dieses "läuferisch" gestalten wollte... Naja - eins war klar: Den Lauf um bzw. auf die 3 Gleichen wollte ich unbedingt mitmachen. Dies ist ein langer Trainingslauf, der im Rahmen der Aktion "Geh auf`s Ganze" vom Laufladen Erfurt organisiert wird.
Allerdings war dieser Lauf nur etwa 25km lang und damit eigentlich zu kurz für mein diesjähriges Ziel - der Supermarathon auf dem Rennsteig.

Vorher oder danach noch einige Kilometer allein zulaufen - dazu hatte ich nicht so die rechte Lust.
Mit jedem Tag mehr liebäugelte ich also mit dem am Tag vorher stattfindenden 6Stundenlauf in Fröttstädt.

Da ich mich aber nicht wirklich entscheiden konnte, meldete ich mich auch kurzerhand für den 6 Stundenlauf an und beschloß, so ca 3-4 Stunden mitzulaufen und am Tag danach die 25km auf die 3 Gleichen anzuschließen.

Soweit der Plan...

Am Samstag morgen fuhr ich los nach Fröttstädt. Die Straße war leer, so daß ich mehr als pünktlich ankam. Die 12h Läufer waren schon auf der Strecke und drehten ihre Runden. Noch sahen sie alle ziemlich frisch aus. Ich traf auf viele Bekannte - Franky, Jörg, Gerd, Volker und lernte viele neue Läufer kennen. Es herrschte eine herzliche, familiäre Atmosphäre.


.Fröttstädt2Fröttstädt3



Pünktlich um 10.00Uhr schickte uns Gunther auf die Strecke. Obwohl die Runde nur knapp einen Kilometer lang war,  so war sie doch recht abwechslungsreich. Anfangs hatte ich ziemlichen Respekt vor dem Rundenlaufen, aber bald stellte sich heraus, daß das gar nicht so schlimm war. Und es hatte den Vorteil, daß ich nicht allein hinterherlaufen mußte...

Die ersten beiden Stunden vergingen wie im Flug und nicht nur einmal liebäugelte ich mit dem Gedanken, die 6 Stunden durchzuziehen. Aber dann müßte ich den Lauf um die 3 Gleichen am nächsten Tag mit Heike, Frank  und Katrin canceln.
Genau das wollte ich aber nicht und so entschied ich mich, nach 32km auszusteigen.

Das ist gar nicht so einfach unter all den Ultraläufern. Ich glaube jeder von ihnen hätte locker die 6 Stunden geschafft und ohne mit der Wimper zu zucken am nächsten Morgen nochmal 25km.
Es ist nicht immer leicht, in solchen Situationen vernünftig und vor allem realistisch zu sein.

Ich stieg also  zu einem Zeitpunkt aus, bei dem die Kräfte noch nicht vollkommen aufgebraucht waren. Trotzdem war ich etwas nervös, ob ich am nächsten Tag die 25km ohne Probleme schaffen würde.

Nach einer erholsamen Dusche bei Heike und Achim und einem Besuch bei meiner Mutti traf ich am Abend wieder auf all die Ultras bei der Auswertung und einem gemütlichen Beisammensein. Ich glaube, ich habe schon lange nicht soviel gegessen wie an diesem Abend...
An dieser Stelle möchte ich allen  Läufern ganz herzlich zu ihren tollen Leistungen in Fröttstädt gratulieren und Gunter und seinem Team ein herzliches Dankeschön für ihre tolle, perfekte Organisation sagen. Ihr habt daseinfach super gemacht!

Dank der lieben Gastfreundschaft von Achim und Heike brauchte ich die Nacht nicht in der Turnhalle verbringen. Hundemüde wie wir waren, gingen wir zeitig ins Bett.

Am nächsten Morgen  fuhr ich nach einem tollen Obstfrühstück mit Heike nach Apfelstädt.
Achim wollte sich nach seinen gestrigen 6 Stundenlauf mit einem kleinen Läufchen "regenerieren".

Der Lauf rund um die drei Gleichen ist Bestandteil der Aktion "Geh aufs Ganze", in deren Rahmen sich Neumarathonis unter fachlicher Anleitung des Laufladen Erfurts auf den Rennsteigmarathon vorbereiten.

Heike und Katrin gehören zu denjenigen, die sich in diesem Jahr  an den Marathon "herantrauen" wollen. Gleich nach unserer Ankunft entdeckten wir Katrin, Elke, Nora, Tümmli und viele andere Aufs Ganze Läufer.

3Gleichen23Gleichen3


Nach einer kurzen Einweisung und Streckenbeschreibung ging es los. Mir ging es gut, aber ich war mächtig aufgeregt. Ob ich es schaffen würde? Ich habe noch nie ein solches Doppelpack gemacht und konnte mir das bisher überhaupt nicht vorstellen.

Ich blieb hinten bei Frank, Martl, Katrin und Heike. Wir plauderten was das Zeug hielt - der Gesprächsstoff ging uns nicht aus...
Schon nach kurzer Zeit kam er erste große Anstieg auf die Wanderslebener Burg. Nicht schnell, aber im Laufschritt konnte ich den Berg "erobern".
Oben auf dem Burghof liefgen wir eine Runde um den Brunnen und schon ging es wieder begab.



3Gleichen43Gleichen5 (2)


Das nächste Stück in Richtung der 2. Burg ging es erst einmal einige Kilometer ziemlich flach weiter. Kurz nach der ersten Verpflegungsstation kam auch der erste Regenguß und der Wind wehte uns ziemlich heftig entgegen.

Aber kaum waren wir im Waldgebiet um die nächste Burg herum, hatte der Wind keine Chance mehr und der Regen hörte wieder auf.
Auch diesen Berg konnte ich im Laufschritt bewältigen. Erstaunlicherweise lief es immer noch gut und ich hatte nicht das Gefühl, am Vortag schon 32km in den Beinen  zu haben.

Nun bogen wir ein auf das schönste Stück der Strecke - dem Gustav Freytag-Weg.  Es ging leicht wellig auf einem wunderschönen Singletrail weiter. Sogar die Sonne lies sich mal kurzzeitig blicken.

Als wir aus dem Wald heraus liefen und im Tal ankamen, hatten wir einen herrlichen Blick auf die dritte Burg der 3 Gleichen - die Wachsenburg.

3Gleichen7
Wie schön mag es hier im Frühling oder Sommer aussehen?
Aber auch der scheidende Winter hat seinen Reiz und die eine oder andere Grünpflanze reckte sich schon aus dem Erdreich hervor.

Wieder ging es bergauf - der dritte Berg wollte erklommen werden. Doch vorher gab es noch eine Erfrischung. Mutter Lehmann und ihre Freundinnen warteten auf uns und  versorgten uns bestens.

3Gleichen8 (2)3Gleichen9


Weiter ging es bergauf. Heike und Katrin liefen locker und leicht und die Anstrengung sah man ihnen nicht an. Auch mir ging es immer noch gut, auch wenn ich an diesem Berg doch so ca 200m gehen mußte.

Spätestens hier wußte ich, daß ich diesen Lauf schaffen würde und ich stellte mir mehr als einmal die Frage, ob ich gestern doch noch ein paar Kilometer hätte mehr laufen können.

Jetzt lief ich ein Stück mit Martl bis zur nächsten und letzten Verpflegungsstelle. Von dort aus waren es nur noch wenige, flache Kilometer bis  zum Ziel - das Park Inn Hotel in Apfelstädt.

Locker laufend kamen wir gemeinsam in unserer Gruppe an. Katrin und Heike haben sich wacker geschlagen - bei den beiden steht dem Marathon nichts mehr im Weg. Seht selbst - die beiden sehen doch nicht aus als hätten sie gerade 25km in den Beinen....

3Gleichen97
3Gleichen96

Nach dem Duschen plünderten wir noch das Kuchenbuffet und genossen einen herrliche Massage....

Ich war so happy - ich hatte mein Doppelpack geschafft - und es ist mir noch nicht einmal schwer gefallen. Zumindest hatte ich es mir viel schwerer vorgestellt.

Wieder habe ich eine Grenze gesprengt und vielleicht kann und werde ich ja doch irgendwann einmal einen Etappenlauf wagen.

Wer noch mehr Bilder sehen möchte findet diese hier.

Trotz Regen, Wind und teilweise Kälte- das war wieder ein toller Lauf!


von Petra
Kommentar hinzufügen - Kommentare (21)ansehen
Zurück zur Startseite

Über diesen Blog

Neueste Kommentare

Feeds

  • RSS-Feed der Artikel

Disclaimer


Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehme ich keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Freitext

BlogPingR.de - Blog Ping-Dienst, Blogmonitor Blog Top Liste - by TopBlogs.de


NetZähler

Erstellen Sie einen Blog auf OverBlog - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Missbrauch melden - Impressum - Artikel mit den meisten Kommentaren