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Veröffentlicht von Petra

Der Thüringen Ultra ist – neben dem Mauerweglauf – was ganz Besonderes für mich. Von 8 bisher organisierten TU`s war ich bei 7 dabei. Angefangen von einer 4x25km und 2x50km Staffel, einem DNF, nochmal einer Staffel hat es dann letztendlich zu einem eigenen 100km Finish gereicht.

Bei meiner ersten Teilnahme – bereits frisch geduscht nach meinen 25km kam eine Läuferin ins Ziel und sagte: Man, das war so verdammt schwer….Dieser Satz ging mir in diesem Jahr so einige Male durch den Kopf…

Nein, wer sagt, dass der TU ein Kindergeburtstag ist, ist ihn wahrscheinlich noch nie gelaufen. Glücklicherweise hatte ich wieder meine Radbegleiterin Angela zur Seite. Das gibt Sicherheit und zusätzliche Gelassenheit.
Leider war es mit nicht vergönnt, Carsten vorm Start zu treffen, aber Esther und mein Chritelchen liefen mir gleich frühmorgens direkt über den Weg. Was für eine Wiedersehens-Freude!


Wir versuchen Karsten zu finden, rufen ihn – leider vergeblich. Ich erfahre, was mit der 4-jagen- Karsten-Staffel passiert ist, freue mich aber riesig, das Esther und HD trotzdem gekommen sind.

Pünktlich um 4 geht es los. Wir laufen zwischen den brennenden Holzsäulen hindurch. Lustiges Geschnatter um mich herum. Alle sind gut und locker drauf. Auch ich. Das Einzigste, wovor ich mich fürchte, wäre ein Gewitter mitten im Wald. Was uns aber glücklicherweise erspart blieb.
Die ersten Kilometer lief ich mit Christelchen. Schön, dass wir uns getroffen haben. Wir laufen in den Morgen und lassen die Nacht hinter uns. Noch ist viel Gewusel um uns herum. Man merkt deutlich, dass die Teilnehmerzahl von Jahr zu Jahr steigt.
Irgendwann, an einem Berg verabschiede ich mich von Christelchen. Jeder sollte nun sein eigenes Tempo finden.

In Sontra stößt Angela mit dem Rad zu mir. Ich habe riesen Respekt vor ihrer Leistung, wie vor allen Radfahrern. Wenn ich mich allein den Berg hochhieve, müssen sie noch das Rad schieben. Berghoch ist es eindeutig ein Vorteil für den Läufer.
Noch ist alles locker leicht. Ich genieße jeden Meter im schönen Thüringer Wald.
Irgendwann kommen die Berge, die richtigen Höhenmeter. Ich glaube, seit der Streckenveränderung sind die ersten beiden Etappen schwerer geworden. Und irgendwie sind die Kilometerangaben nicht so ganz stimmig. Aber egal. In Fröttstädt war der Start. Dort ist das Ziel. Dazwischen müssen wir laufen.
Weiter geht es. Erst von VP zu VP, später von Kilometer zu Kilometer. An der Glasbachwiese treffe ich auf Gerd, Esther und HD. Und natürlich Grobi. Der mich gleich schmusend begrüßt.

Ich habe die erste Blase. Jetzt schon…. und leider das falsche Blasenpflaster. Aber mein rettender Engel HD kommt gleich mit einem richtig guten Blasenpflaster um die Ecke und rettet…. mir den Lauf.
Ich merke sofort: kein Schmerz mehr – das wird halten. Erinnerungen an das letzte Jahr werden wach - da waren meine Füße eine einzige Blase. Dank HD wird mir das heut nicht passieren.

Weiter geht`s. Kilometer für Kilometer….An VP km 39 sind nochmal Gerd, Christine, HD und Esther da. Zum letzten Mal sehe ich sie auf der Strecke – die „aus der Not geborene Staffel“ ist einfach zu schnell und hatte mich hier schon überholt. Aber ich werde meine Jacke noch bei Esther los und brauche die nicht mehr zu tragen. Weiß der Geier, warum ich die überhaupt mitgenommen habe…

Nun geht es Richtung Floh Seligenthal. über den Mommelsteinweg und der ehemaligen Bahntrasse. Es ist schön hier – und es geht mir immer noch gut. Aber die Zeit verrinnt… Irgendwie habe ich das Gefühl, wesentlich später als im letzten Jahr in Floh zu sein… obwohl ich nicht das Gefühl habe, langsamer zu sein. Kurz vor 12:00 Uhr bin ich endlich da. Nehme mir die Zeit, mir ein trockenes Shirt anzuziehen und eine richtige Toilette zu benutzen. Durch das Fußballturnier, das zeitgleich auf dem Sportplatz stattfindet, bedeutet dieser Luxus längere Wege. Und kostet Zeit. Aber egal – ich will ja nicht gewinnen und von der Cut off Zeit bin ich weit entfernt.

Nun kommt der schlimmste Anstieg zum Jobststein. 5km – immer berghoch. Wann ist der verdammte Berg endlich zu Ende? Irgendwann ist es geschafft. Ich blicke nach oben: Der Himmel zieht sich zu. Hoffentlich kein Gewitter. Aber es geht gut. Nur in Finsterbergen erwischt uns ein Regenguss, der uns erfrischt - aber rasch wieder vorbei zieht.
Mittlerweile ist es ruhig geworden auf der Strecke. Man trifft sich immer wieder. Wieder ein paar Kilometer mit Christelchen. Ein wenig quatschen. Das tut gut.

Nun die letzte Etappe… Noch 22km oder 23 oder 24? Egal, weiter laufen. Mittlerweile setzte ich einen Schritt automatisch nach dem anderen. Jeder Hügel scheint sich zu einem riesen-Berg zu entwickeln. Der Weg zum Tretbecken in Tabarz zieht sich ewig. Irgendwann bei km 88/90 will ich eigentlich mehr. Mein Ziel, vor 20:00Uhr im Ziel zu sein, scheint nicht mehr schaffbar. Also walke ich das Ding jetzt nach Hause. Aber da hatte ich die Rechnung ohne meine Angela gemacht. Du kriegst jetzt keine Krise - jetzt nicht! Du nicht! Nicht auf den letzten Kilometern!

Also reiße ich mich zusammen, nehme wie geplant ein Gel – und siehe da, es ging wieder! Bzw. es lief! 19:17 passiere ich den legendären VP an Kilometer 95. Nun sollte doch mein Ziel wieder erreichbar sein! Ich lief wie um mein Leben – noch 4, 3, 2 KM.. und da kam es: Das Schild:99km – umkehren wäre jetzt auch blöd! Nun gibt es kein Halten mehr. Ich laufe und laufe und bin doch tatsächlich 19:45Uhr im Ziel! Ich sehe Esther, HD, Christine, Gerd und laufe glücklich über die Ziellinie – gemeinsam mit meinem Engel Angela.


Der Thüringen Ultra ist – neben dem Mauerweglauf – was ganz Besonderes für mich. Von 8 bisher organisierten TU`s war ich bei 7 dabei. Angefangen von einer 4x25km und 2x50km Staffel, einem DNF, nochmal einer Staffel hat es dann letztendlich zu einem eigenen 100km Finish gereicht.

Bei meiner ersten Teilnahme – bereits frisch geduscht nach meinen 25km kam eine Läuferin ins Ziel und sagte: Man, das war so verdammt schwer….Dieser Satz ging mir in diesem Jahr so einige Male durch den Kopf…

Nein, wer sagt, dass der TU ein Kindergeburtstag ist, ist ihn wahrscheinlich noch nie gelaufen. Glücklicherweise hatte ich wieder meine Radbegleiterin Angela zur Seite. Das gibt Sicherheit und zusätzliche Gelassenheit.
Leider war es mit nicht vergönnt, Carsten vorm Start zu treffen, aber Esther und mein Muddilein liefen mir gleich frühmorgens direkt über den Weg. Was für eine Wiedersehens-Freude!
Wir versuchen Karsten zu finden, rufen ihn – leider vergeblich. Ich erfahre, was mit der 4-jagen- Karsten-Staffel passiert ist, freue mich aber riesig, das Esther und HD trotzdem gekommen sind.

Pünktlich um 4 geht es los. Wir laufen zwischen den brennenden Holzsäulen hindurch. Lustiges Geschnatter um mich herum. Alle sind gut und locker drauf. Auch ich. Das Einzigste, wovor ich mich fürchte, wäre ein Gewitter mitten im Wald. Was uns aber glücklicherweise erspart blieb.
Die ersten Kilometer lief ich mit Christelchen. Schön, dass wir uns getroffen haben. Wir laufen in den Morgen und lassen die Nacht hinter uns. Noch ist viel Gewusel um uns herum. Man merkt deutlich, dass die Teilnehmerzahl von Jahr zu Jahr steigt.
Irgendwann, an einem Berg verabschiede ich mich von Christelchen. Jeder sollte nun sein eigenes Tempo finden.

In Sontra stößt Angela mit dem Rad zu mir. Ich habe riesen Respekt vor ihrer Leistung, wie vor allen Radfahrern. Wenn ich mich allein den Berg hochhieve, müssen sie noch das Rad schieben. Berghoch ist es eindeutig ein Vorteil für den Läufer.
Noch ist alles locker leicht. Ich genieße jeden Meter im schönen Thüringer Wald.
Irgendwann kommen die Berge, die richtigen Höhenmeter. Ich glaube, seit der Streckenveränderung sind die ersten beiden Etappen schwerer geworden. Und irgendwie sind die Kilometerangaben nicht so ganz stimmig. Aber egal. In Fröttstädt war der Start. Dort ist das Ziel. Dazwischen müssen wir laufen.
Weiter geht es. Erst von VP zu VP, später von Kilometer zu Kilometer. An der Glasbachwiese treffe ich auf Gerd, Esther und HD. Und natürlich Grobi. Der mich gleich schmusend begrüßt.

Ich habe die erste Blase. Jetzt schon…. Aber leider das falsche Blasenpflaster. Aber mein rettender Engel HD kommt gleich mit einem richtig guten Blasenpflaster um die Ecke und rettet…. mir den Lauf.
Ich merke sofort: kein Schmerz mehr – das wird halten. Erinnerungen an das letzte Jahr werden wach - da waren meine Füße eine einzige Blase. Dank HD wird mir das heut nicht passieren.

Weiter geht`s. Kilometer für Kilometer….An VP km 39 sind nochmal Gerd, Christine, HD und Esther da. Zum letzten Mal sehe ich sie auf der Strecke – die „aus der Not geborene Staffel“ ist einfach zu schnell und hatte mich hier schon überholt. Aber ich werde meine Jacke noch bei Esther los und brauche die nicht mehr zu tragen. Weiß der Geier, warum ich die überhaupt mitgenommen habe…

Nun geht es Richtung Floh Seligenthal. über den Mommelsteinweg und der ehemaligen Bahntrasse. Es ist schön hier – und es geht mir immer noch gut. Aber die Zeit verrinnt… Irgendwie habe ich das Gefühl, wesentlich später als im letzten Jahr in Floh zu sein… obwohl ich nicht das Gefühl habe, langsamer zu sein. Kurz vor 12:00 Uhr bin ich endlich da. Nehme mir die Zeit, mir ein trockenes Shirt anzuziehen und eine richtige Toilette zu benutzen. Durch das Fußballturnier, das zeitgleich auf dem Sportplatz stattfindet, bedeutet dieser Luxus längere Wege. Und kostet Zeit. Aber egal – ich will ja nicht gewinnen und von der Cut off Zeit bin ich weit entfernt.

Nun kommt der schlimmste Anstieg zum Jobststein. 5km – immer berghoch. Wann ist der verdammte Berg endlich zu Ende? Irgendwann ist es geschafft. Ich blicke nach oben: Der Himmel zieht sich zu. Hoffentlich kein Gewitter. Aber es geht gut. Nur in Finsterbergen erwischt uns ein Regenguss, der aber rasch wieder vorbei zieht.
Mittlerweile ist es ruhig geworden auf der Strecke. Man trifft sich immer wieder. Wieder ein paar Kilometer mit Christelchen. Ein wenig quatschen. Das tut gut.

Nun die letzte Etappe… Noch 22km oder 23 oder 24? Egal, weiter laufen. Mittlerweile setzte ich einen Schritt automatisch nach dem anderen. Jeder Hügel scheint sich zu einem riesen-Berg zu entwickeln. Der Weg zum Tretbecken in Tabarz zieht sich ewig. Irgendwann bei km 88/90 will ich eigentlich mehr. Mein Ziel, vor 20:00Uhr im Ziel zu sein, scheint nicht mehr schaffbar. Also walke ich das Ding jetzt nach Hause. Aber da hatte ich die Rechnung ohne meine Angela gemacht. Du kackst jetzt nicht ab –Du nicht! Nicht auf den letzten Kilometern!

Also reiße ich mich zusammen, nehme wie geplant ein Gel – und siehe da, es ging wieder! Bzw. es lief! 19:17 passiere ich den legendären VP an Kilometer 95. Nun sollte doch mein Ziel wieder erreichbar sein! Ich lief wie um mein Leben – noch 4, 3, 2 KM.. und da kam es: Das Schild:99km – umkehren wäre jetzt auch blöd! Nun gibt es kein Halten mehr. Ich laufe und laufe und bin doch tatsächlich 19:45Uhr im Ziel! Ich sehe Esther, HD, Christine, Gerd und laufe glücklich über die Ziellinie – gemeinsam mit meinem Engel Angela.

 

Zieleinlauf.jpg

Glücklich im Ziel 2

 


Leider mussten wir danach schnell zurückfahren, so dass ich den Zieleinlauf von Christelchen und Carsten nicht mehr sehen konnte.
Daher umso herzlicher meinen Glückwunsch an die beiden zu ihrer hervorragender Leistung. Und natürlich nochmal herzliche Glückwünsche an die aus der Not geborene Staffel! Das habt ihr alle klasse gemacht!


Und natürlich ein ganz herzliches Dankeschön an meine Angela, die mir unterwegs so viel geholfen hat und ihrem Axel. Ohne ihre Gastfreundschaft wäre der TU nicht komplett!

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Petra 07/20/2014 17:39


Danke, lieber Frank!

Frank 07/20/2014 17:15


Klasse, Petra.