Friday, 19. march 2010
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21:03
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veröffentlicht in: Laufen und Geniessen
.Nun hat er es doch geschafft, sich dem Winter zu widersetzen - der Frühling ist da! Endlich!
Wie habe ich mich auf den Feierabend gefreut! Die Auswahl der Laufkleidung macht mir heute ganz besondere Freude: Endlich kann ich wieder meine "täglichlaufgestählten"

Waden zeigen!
Locker und luftig gekleidet lief ich los - endlich mal wieder ins Ossenheimer Wäldchen. Diese Strecke kann ich nur im Hellen laufen, deshalb war ich im Winter sehr selten dort.
Der Wind war angenehm warm und streichelte meine Haut - vorbei die monatelange Kälte. Ich genoß jeden Meter, saugte die Wärme, die Sonne in mir auf.
Die ersten Traktoren waren schon unterwegs und begannen, die Felder zu bearbeiten. Ich treffe einige Walker, Familien, die mit ihren Kindern spazieren gehen.
Es ist wie ein Befreiungsschlag - die Menschen kommen wieder aus ihren Häusern hervor und bevölkern die Natur. Ob sie wissen, was sie im Winter verpasst haben - so allein mit dem Bier in der Hand
auf der Couch im zentralbeheizten Wohnzimmer?
Ich lasse den Winter Revue passieren. So oft ich auch - vor allem in den letzten Tage - mir die Sonne herbeigesehnt habe, so stolz bin ich darauf, auch bei diesem Wetter jeden Tag gelaufen zu
sein, jeden Tag in der Natur gewesen zu sein.
Es ist etwas ganz besonderes, der Natur so nah zu sein. Auch oder gerade dann, wenn viele Andere das warme Wohnzimmer dem Spaziergang oder dem Sport im Freien vorziehen. Es hätte nichts und
niemand mich abhalten können, zu laufen.
Mittlerweile sind es genau 1 1/2 Jahre her seit dem Beginn meinr Täglichlaufserie. Die Zeit ist vergangen wie im Fluge. Es kommt mir vor als wäre es gestern gewesen.
Ich laufe weiter und biege in das Wäldchen ein. Absolute Stille - nur die vielen Vögle zwitschern lautstark und begrüßen den Frühling. Bäume biegen sich bedrohlich über meinen Laufweg. Hier war
Xynthia am Werk und hat deutliche Spuren hinterlassen. Ich fühle mich nicht sonderlich wohl und will kein Risiko eingehen. Ich laufe heraus aus dem Wald und bleibe auf dem Feldweg. Sehe, daß ganze
Teile des Waldes nicht mehr existieren. Entwurzeltze Bäume überall. Der Sturm hat ganze Arbeit geleistet. Ich hoffe, daß dort bald aufgeräumt wird und Platz für neue Bäume geschaffen wird.
Bis dahin werde ich dort aus Sicherheitsgründen lieber nicht mehr laufen.
Nach etwa einer Stunde bin ich wieder zurück. Unter der Dusche freue ich mich schon auf meinen nächsten Lauf.
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