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Veröffentlicht von Petra

Die Nacht von Breiholz war kurz - und feucht. Alles war klamm - obwohl der Himmel Sonnenschein pur versprach. Trotz warmen Schlafsack bin ich ziemlich fröstelnd aufgestanden. Aber nach einer schönen warmen Dusche war ich wieder fit.

Draussen hatten ganz fleißige Heinzelmännchen bereits das Frühstück vorbereitet, Frank hatte frische Brötchen geholt und sogar die Zeitung mit den 4 Buchstaben lag am "Buffet".

 

Sportplatz Breiholz

 

 

Frühstück

 

 

Es war herrlich - ein solches Frühstück im Freien. Wir hätten stundenlang sitzen können, aber Frank drängelte doch ein wenig, damit sich die Autovorhut in Richtung nächstes Ziel begeben konnte.

In der Zwischenzeit vetrieben wir uns die Zeit - jeder auf seine Weise. Frank schläft in jeder Lebenslage, Grobi auch, Esther liest aus Heidis Trainingstagebuch und alle hören gespannt zu.

 

Ruhe vorm Sturm

 

Schlafen-vorm-Start.jpg

 

Esther-liest-vor.jpg

 

Nach einer gefühlten Ewigkeit ist Hanka mit  Klaus, Andrea und Christel zurück und es kann endlich losgehen. Noch einmal das "umgedichtete Rennsteiglied" und ein "Vorherbild" und dann geht es endlich los.

vorm Start

 

Ich ahnte schon, daß die ersten Kilometer schwer werden würden, aber ich wurde sehr schnell positiv überrascht. Nach nur wenigen hundert Metern lief es schon wieder rund und ich war fast selbst über mich erschrocken.

Neben mir lief Marianne, wir quasselten viel und manchmal liefen wir auch schweigend nebeneinander. Ich teilte mir den heutigen Tag in kleinere "Etappen" ein, das machte es mir einfacher. An den Verpflegungsstellen trafen wir uns und warteten, bis wir wieder alle beieinander waren.

 

Pause-2.jpg

 

Die Sonne brannte ziemlich unbarmherzig. Deshalb erfreute uns Hanka mit einer vorgezogenen NOK-Taufe. Klitschnass, aber ohne Foto ging es weiter. Wir entfernten uns etwas vom Kanal und überquerten die Giselauschleuse. Wir hatten das Glück, die Schleuse geöffnet zu sehen. Während die meisten  sich schon die Gummibärchen und Kekse schmecken liesen, standen wir noch auf der anderen Seite der Schleuse und warteten, bis sie wieder geschlossen war und wir sie überqueren konnten.

 

Stellwerk-Kopie-1.jpg

 

Kurz vor unserem heutigen  Ziel war es soweit und Frank mußte die versprochene Kreuzfahrt "spendieren". Hanka, Esther und Marianne hatten sie beim Schiffsquizz gewonnen. Ich war ja mächtig gespannt, was Frank sich da hat einfallen lassen - eine Kreuzfahrt - auf dem NOK? Während unseres Laufes?

Kurz vor einer Fähre hielten wir an und Frank überreichte stolz den drei Gewinnern eine kleine Sektflasche, verfrachtete sie kurzerhand auf die Fähre und ließ sie einmal hin und wieder zurück fahren. Der Sekt brachte doch tatsächlich das Kreuzfahrtfeeling, zumindestens das, was nach der Spritzöffnung noch übrig war....

Wir vertilgten in der Zwischenzeit die restlichen Gummibärchen - so hatten wir auch was von der Kreuzfahrt. Wir waren also satt - die anderen 3 zwar hungrig, aber immerhin hatten sie keinen Durst mehr.

Immer mehr freuten wir uns auf das nahegelegene Ziel - den Campingplatz Neu Westerland in Hochdonn.

gremeinsam laufen

 

Noch einmal mit der Fähre auf die andere Seiten, noch ein paar Kilometer... 

Obwohl wir beide - Marianne und ich uns immer wieder gegenseitig bremsten, verfielen wir immer wieder in das gleiche Tempo, das uns eigentlich zu schnell erschien. Langsam begannen wir zu begreifen, daß wir auch bald die dritte Etappe geschafft hatten und Mariannes Rad immer noch unbenutzt mit dem Wohnwagen mitfuhr.

Bisher hatte es noch keiner von uns beiden ausgesprochen  - aber jetzt war uns beiden klar: Wir werden auch die letzte Etappe gemeinsam laufen und ins Ziel kommen. Irgendwie warteten wir beide darauf, daß der Mann mit dem Hammer kommt. aber er kam nicht. Das Anlaufen nach einer Pause fiel zwar schwer, aber schon nach kurzer Zeit lief es wieder, immer weiter, immer weiter...

 

Auf den letzten Metern liefen wir in einem schattigen Waldstück, geradewegs auf einen Strand zu. Dort, an unseren Etappenziel, empfingen uns Frank und Esther. Wir haben es geschafft! Die 3. Etappe laufend bewältigt!

Zum Baden hatten wir keine Lust mehr - erst einmal mußten die Zelte aufgebaut werden. Aber wir hatten ja schon vom Vortag etwas Übung und so ging es recht schnell. Allerdings dauerte es ziemlich lange, bis ich wiedermal mein "Kleingepäck" sortiert hatte...

 

Wir quatschten eine Runde mit Marc und Susanne und gingen dann alle gemeinsam zum Abendessen.

 

Abendessen

 

Es wurde wieder ein schöner gemeinsamer Abend und keiner wollte so richtig daran glauben, daß es unser letzter Abend war.

 

 

Bericht 1. Etappe 

Bericht 2. Etappe

Bericht 4. Etappe

Album 4. Etappe und NOK Taufe

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Petra 08/15/2010 20:01



Hi Marcus,


das "nur" läßt du aber ganz schnell weg! Ich denke für dich ist diese Wochendistanz schon das Normale, da bin ich
noch weit weg.


Ja und auch diesmal hast du es auf den Punkt gebracht: Ich habe wieder ein Stück mehr Vertrauen in mich und meinem Körper bekommen, weiß, was geht und was (noch) nicht geht. Aber eins weiß ich
ganz sicher: Mein Weg als TäglichLäuferin geht weiter und die Distanzen werden immer ein bischen größer. Es war und ist richtig, diese Steigerungen moderat zu halten und nicht zuviel auf einmal
zu wollen. Ich werde auch in Zunkunft immer genau in mich hineinhorchen - das ist der beste Weg sich nicht zu über- aber auch nicht zu unterfordern.


Ich wünsche dir ebenfalls eine schöne Laufwoche!


Viele liebe Grüße


Petra



Täglichläufer 08/15/2010 19:16


Schön zu lesen, daß Du Deinem Körper die wohlverdiente Ruhe gegönnt hast und es Dir wieder gut geht! Der Körper ist zu Leistungen fähig, was die meisten Menschen nicht einmal erahnen. Und was hast
Du gelernt? Vertrauen, gell? Vertrauen in Deine Fähigkeiten. :) Eine wunderbare neue Woche und angenehme Läufe, liebe Grüße Marcus P.S. Ich habe nur 118 KM geschafft - und das in sieben Tagen. ;)


Petra 08/14/2010 16:18



Ja, lieber Marcus,


ich hatte viel Freude dabei - und ich habe wieder mal eine Grenze überschritten. 121km in 4 Tagen, das war für mich wieder ein Schritt, mein Leistungsvermögen auszutesten. Im Nachhinein war ich
richtig glücklich, aber ich habe auch gemerkt, daß es es zu diesem Zeitpunkt die Grenze war. Ich hätte zwar noch weiter laufen können, ber mein Körper hat mir in den Tagen danch
deutlich signalisiert, daß er müde war und Erholung braucht. Ich hätte 3 Tage nur schlafen können... Es ist schon erstaunlich, wie mir der Körper signalisiert, daß und wie lange er Ruhe braucht.
In dieser Zeit habe ich auch nur kleine Läufe gemacht. Jetzt habe ich mich wieder erholt und es geht mir gut.


Viele liebe Grüße


Petra


 



Täglichläufer 08/14/2010 11:06


Ich hoffe, Du hattest viel Freude bei Deinem Etappenlauf, liebe Petra. Aber kaum hat er begonnen, ist er schon wieder zu Ende - die Zeit rast. Doch die schöne Erinnerung bleibt. Ich wünsche Dir ein
wunderbares Wochenende! Liebe Grüße Marcus