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Veröffentlicht von Petra

Die malerischen bunten Bilder herbstlich gefärbter Bäume gehören nun schon wieder fast der Vergangenheit  an - sie sind gewichen den teilweise farblosen Ästen, die ihr Laub bereits dem Winde übergeben haben. Vereinzelt ist noch die Schönheit des Herbstes zu sehen - nur darauf wartend, ebenfalls in naher Zukunft der Vergangenheit anzugehören.

Herbst - das war für mich bisher nur der Sinnbegriff schöner Farben - den kalten Wind und Regen dieser Jahreszeit vergessend oder verdrängend.

Seit ich meine Laufrunden täglich drehe, laufe ich mit offenen Augen durch mein Laufrevier und ich sehe Nuancen, die mir bisher verborgen blieben. Nein - Herbst ist nicht gleich Herbst.
Beginnend mit einer leichten Färbung, in der noch das Grün des Sommers überwiegt, über ein immer stärkeres Übergewicht der Farben beige und braun bis hin zum endgültigen Verlust der bunten Farbenpracht und der Vorbereitung der Bäume auf den Winter - fast täglich gibt es Neues zu entdecken, zunächst fast unbemerkt, dann immer stärker sich ausprägend bis es offensichtlich für jedes Auge ersichtlich ist.

Während meines heutigen Laufes konnte ich wieder viele neue Herbst-Facetten entdecken. Mein Weg führte mich entlang der Nidda, durch den Wald zu Maria Sternbach - einer kleinen Kirche. Als ich sie das erste Mal sah, erschien sie mir wie eine Fata Morgana, die - mitten im Wald - plötzlich vor mir stand. Auch heute noch finde ich es absolut faszinierend, wie diese Kirche plötzlich aus dem Nichts auftaucht und rasch wieder im Nichts verschwindet.

Die Waldwege sind voller Laub, der Untergrund ist nicht mehr erkennbar. Plötzlich versinken meine Füße im Schlamm oder verdeckte Wurzeln kreuzen meinen Weg. Ich muß höllisch aufpassen und die Füße heben, um nicht zu fallen. Es ist einfach herrlich, auf Naturpfaden zu laufen, die Stille und den Regen zu genießen, der unaufhörlich herunterprasselt.

Trotz des Regens kommen mir heute erstaunlich viele Läufer entgegen - allesamt gut gelaunt und freundlich grüßend.
Auf dem Weg nach Hause laufe ich an den Angelteichen vorbei - neugierig, wie es heute dort aussehen wird. Mittlerweile hatte es aufgehört zu regnen und die Sonne schaute scheu hinter den Wolken hervor.

Es bietet sich  mir ein tiefherbstliches Bild, welches bereits Platz macht für den bevorstehenden Winter. Einmalig schön - wenn man die Schönheit sehen will und offen und voller Neugier auch im November durch die Natur läuft.















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Petra 12/15/2009 20:50


Vielen Dank, lieber Laufmauselke! Man muß sie nur wahrnehmen - wie recht du hast!
Liebe Grüße
Petra


Laufmauselke 12/15/2009 12:34


Liebe Petra, deine Bilder und die Beschreibung Deiner herbstlichen Läufe sind wunderschön. So empfinde auch ich den Herbst. Jede Jahreszeit hat ihre Reize. Man muß sie nur wahrnehmen. Liebe Grüße
Elke


Petra 11/23/2009 20:41


Hallo liebe Ramona, Marianne und lieber Marcus,

ja, die Welt ist alleszeit schön - man muß sie nur sehen, diese Schönheit, mit offenen Augen durch die Welt laufen... egal, ob es März ist oder November oder Juli... Heute hatte ich wieder einen so
grandiosen Lauf -  voll im Regen!(nicht neidisch werden. lieber Marcus )

Viele liebe Grüße euch allen
Petra


Marcus 11/23/2009 18:20


Wohin man sieht, nur Regen - nur ich bin wieder außen vor. Die Welt ist ungerecht! Wunderbare Bilder eines wunderbaren Herbstes, liebe Petra! Die Welt ist allezeit schön. Wohl dem, der die
Fähigkeit besitzt, entgegen aller Oberflächlichkeit die Schönheit zu erkennen! Liebe Grüße Marcus


Marianne 11/23/2009 12:56


Liebe Petra, das sind wirklich schöne Bilder geworden. Bei uns war es am Samstag besonders sonnig und da glichen die Bilder fast dem März, wenn der Winter geht und der Frühling erwacht.
Liebe Grüße
Marianne