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Veröffentlicht von Petra

Selten hat mich der Besuch einer Einrichtung so nachdenklich gemacht, wie der Besuch auf Gut Aiderbichl.

Bisher war mir Gut Aiderbichl nur ein Begriff durchs Fernsehen und auch da hat mich die bekannte Weihnachtssendung nicht so sonderlich interessiert.

Aber nun ist alles anders. Ich bin eine Aiderbichlerin geworden, nachdem ich mich mit der Philosophie des Gutes beschäftigt habe und gesehen habe, wie gut es dort den Tieren (und auch den Pflanzen) geht.

 

Gut Aiderbichl ist ein Gut, das für alte und kranke Tiere sorgt, ihnen ein friedvolles, stressfreies und würdevolles Leben garantiert. Viele Tiere wurde vorm Schlachter gerettet, nachdem ihre Kräfte nachliesen und ihre ehemaligen Besitzer sie nur noch als unliebsamen Kostenfaktor sahen.

Aber auch junge Füchse oder Burli mit seiner Hirschfamilie wohnen auf Gut Aiderbichl. Als Besucher findet man an jedem Stall die Geschichte des Tieres, welches diesen Stall bewohnt. Es tut weh, von den vielen Schicksalen zu lesen und vielen Tieren sieht man ihr früheres Leiden noch an.

Aber ich habe auch das Glück der Tiere gesehen, eine neue Heimat gefunden zu haben, in der es ihnen gut geht und sie würdevoll leben können. Sie sind frei von ihrer früheren Last - sei es als Zirkustier, oder Lastesel oder ein Esel, der auf dem Jahrmarkt als Reitattraktion für Kinder angeboten wurde.

Ich weiß nicht, ob ich jemals wieder unbeschwert einen Zirkus besuchen könnte. Mirt ist erstmalig bewußt geworden, was dies für eine Qual für die Tiere bedeutet. Und wenn sie alt sind, werden sie zum Schlachter geschickt... Der Mohr hat seinen Schuldigkeit getan....

 

Das Projekt von Gut Aiderbichl ist aber nicht unumstritten. Es gibt viele Gegner und immer wieder taucht die Frage auf, ob man nicht lieber mit dem Geld Menschen helfen sollte.

Ich persönlich finde, dass ein liebevolles Miteinander von Mensch und Tier auch etwas im Denken der Menschen bewegt. In dem man schwachen und kranken Tieren hilft, zeigt man ein Stück Menschlichkeit.

Lasst euch mitnehmen auf einen Rundgang durch Gut Aiderbichl....

 

Als erstes kamen wir an der Toilette vorbei,  hier herrschte großer tierischer Andrang...

Andrang bei der Damentoilette

 

Das Gut liegt idyllisch im Salzburger Land. Saftige Wiesen und viel Auslauf - das gefällt den Tieren...

 

Ausblick

 

Diese Ziege will doch nicht etwa die Blumen klauen???

 

Blumenklau

 

 Das ist Burli mit seiner Familie. Burli sollte wegen seines gewaltigen Geweihs

gejagd werden...

Hirschfamilie

 

Offensichtlich fühlen sich auch die Kühe sehr wohl...

Kühe auf Aiderbichl

 

... und die Schweine erst...

müde Schweine 3

 

müdes Schwein 2

 

Auch im Ziegenstall ist viel Betrieb....

Ziegenstall

 

 

Ach ja - an der Damentoilette ist der Andrang inzwischen noch größer!

immer noch Andrang an der Toilette

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Holger 06/22/2010 13:59



Huhu Petra!
Na sowas, ich dachte immer, Tiere sind zum Essen da? :-)
Aber in dem Alter schmecken die auch gar nicht mehr - also wer immer die Idee hatte mit dem Seniorenheim - cool! Na ohne Spaß - genau aus dem Grund mag ich auch keinen Zirkus und gehe auch nicht
hin.
LG vom Holger


 


 


 



Petra 06/21/2010 22:11



Lieber Marcel,


du hast schon recht. Es ist sehr schwieirg, für gemeinnützigen Einrichtungen Geld zu bekommen. Trotzdem gibt es viele Menschen, die gern helfen und die ich sehr bewundere. Die Hilfe muß nicht
unbedingt in Geldform sein. Man kann sich auch durch ehrenamtliche Arbeit einbringen. Auf dem Gut hilft z.B. auch eine pensionierte Tierärztin und viele andere arbeiten dort unentgeltlich. Nur
die Tierpfleger sind dort fest angestellt, damit die Betreuung der Tiere jederzeit auf hohem Niveau gesichert ist.


Liebe Grüße


Petra


Liebe Ramona,


das finde ich ganz toll, was deine Freundin da gemacht hat.  Es ist toll, wenn sich noch mehr Menschen diesem Anliegen widmen. Ich freue mich schon darauf, die Bilder zu sehen!


Tierparks und Zoos werde ich zukünftig auch nicht mehr besuchen.


Viele liebe Grüße


Petra



Ramona 06/21/2010 20:15



Danke für Deinen Bericht, liebe Petra! Ich finde, man kann nicht genug tun, um Tieren und Menschen zu helfen. Diese Gnadenhöfe sind eine sehr gute Einrichtung für Tiere, die ansonsten einfach
abgeschlachtet werden würden. Leider werden sie schlecht unterstützt. Und leider gibt es auch schwarze Schafe darunter. Zum Glück ist das eine Ausnahme. Ich finde es gut, dass Du dort aktiv
hilfst!


Übrigens in Tierparks, Zoos und Zirkus gehe ich schon lange nicht mehr. Eine Freundin von mir hat einen Ponyhof und hält ihre Tiere so natürlich wie möglich. Irgendwann einmal sah sie bei einem
Zirkus ein Kamel, welches mal die Attraktion des Zirkus war. Da es alt war, hatte man keine Verwendung mehr für das Tier. Es kostete nur noch Geld. Damit sie es nicht zur Schlachtbank schicken
nahm meine Freundin es mit auf ihrem Hof auf. Mittlerweile ist es ganz normal an Altersschwäche gestorben. Aber die letzten Jahre konnte das Tier noch in Ruhe verbringen. Wenn wir unsmal wieder
sehen, zeig ich Dir mal Bilder von dem Tier.


 


Liebe Grüße


Ramona



Marcel 06/21/2010 19:10



Hallo Petra, ich selber arbeite ja in einer Suchthilfe und kann nur sagen das es wichtig ist allen Lebewesen die es nötig haben zu helfen.


Ich finde das Projekt klasse und freu mich dass es so was gibt.


Ich kann mir vorstellen wie schwer es sein muss so was finanziel zu stemmen, denn das ist schon für eine Einrichtung wie die unsere immer schwieriger und oft fsat nicht zu scheffen.


Daher weiß ich wie viel Hezblut in einer solchen Einrihchtung steckt und das egbürt größtem Respekt.


Liebe Grüße


Marcel



Petra 06/21/2010 17:05



Liebe Elke,


ja - es geht ihnen dort gut. Vor allem sind sie dort soweit als möglich frei, viele dürfen rumlaufen, wo sie wollen. Das hat mich sehr beeindruckt.


Liebe Grüße


Petra