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Veröffentlicht von Petra

Wieder mal seit einer Woche freue ich mich auf meinen freien Tag. Ein schöner Tag für einen langen Lauf in Mutter Natur.

Es regnet. Es ist kalt.

Es erwarten mich Temperaturen so um den Gefrierpunkt. Der Regen kann sich nicht so richtig entscheiden, ob er als Schnee oder in flüssiger Form auf die Erde fallen möchte. Mir ist es egal. Ich laufe einfach los. Ich hatte mir einen schönen langen Lauf vorgenommen. Wohin es gehen sollte, wollte ich unterwegs entscheiden. Sicherheitshalber habe ich eine Karte der näheren Umgebung mitgenommen. Man weiß ja nie - bei meinem Talent zum Verlaufen ist das wahrscheinlich auch besser so.

Ich brauche so ein paar Kilometerchen zum warm werden. Um mich herum erscheint alles grau in  grau. Das Wasser der Nidda ist weit gesunken und hat eine Spur von Schlamm zurückgelassen. Die Wiesen sind immer noch vom Wasser teif gesättigt.

Ich laufe in den Wald hinein. Es wird immer feuchter um mich herum. Jeder Schritt hinterläßt ein tiefes Schmatzen der Schuhe. Ich muß höllisch aufpassen, daß mir der Schlamm nicht in die Schuhe hineinfließt... Zeitweise komme ich gar nicht vorwärts und ich versuche. auf einem ausgetretenen Waldpfad weiter zu kommen. Das geht auch ganz gut - bis, ja bis ich mitten in einem scheinbaren "Urwald" lande. Ich steige über umgefallene Bäume,  schlängele mich durch herabhängende Äste und muß höllisch aufpassen, daß ich nicht in einem kleinen Bächlein lande...

Irgendwann taucht vor mir Maria Sternbach - eine kleine Kirche mitten im Wald - auf und damit auch wieder ein fester Waldweg. Es geht wieder etwas zügiger voran. Der Regen verschwindet in den Gipfeln der Bäume und kommt nicht mehr bei mir unten an.

Es läuft.

Fast wie von allein. Und es macht Spaß. Trotz der feuchten Kälte sind die ersten Vorboten des Frühlings nicht zu übersehen.  Das erste Vogelzwitschern ist zu vernehmen...  Ich beschließe, im Wald zu bleiben und teste ein paar "neue" mir bisher noch nicht bekannte Wege. Leider lande ich öfters als mir lieb ist an belebten Straßen und muß immer mal wieder ein paar Meter direkt neben den Autos laufen. Das macht keinen Spaß - aber ich weiß zumindestens, welche Wege ich zukünftig nicht nehme.

Mittlerweile sind mehr als 2 Stunden vergangen und ich beschließe, mich auf den Heimweg zu machen. Ich laufe zurück zur Nidda und beschleunige mein Tempo. Es ist schön, wenn man nach mehr als 2 Stunden Laufen dazu noch die Kraft hat. Nun kommen mir auch wieder diverse Hundebesitzer mit ihren Hunden und diverse Walker entgegen. Die Einsamkeit ist mit dem Verlassen des Waldes endgültig vorbei.

Als ich zurück komme in die "Zivilisation" fühle ich mich wie in einer  anderen Welt.

Aber in mir ist die tiefe Befriedigung nach einem wunderschönen Waldlauf. Das ist das wahre Leben.

Alles ist gut.

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Petra 02/25/2011 19:27



Vielen Dank, liebe Silke! Auch heute hatte ich wieder solch einen schönen "Alles ist gut" Lauf... Ich werde nachher
nochwas darüber schreiben.


Ich wünsche dir auch ein tolles Wochenende!


Viele liebe Grüße zurück


Petra



Hoppelchen 02/25/2011 13:44



Alles ist gut. Das ist doch eine schöne Aussage. Ich wünsche Dir auch für dieses Wochenende ein "alles ist gut". Und schicke Dir einen ganz dicken lieben Gruß.


Deine Silke



Petra 02/20/2011 22:26



Durch den Wald geplatscht ist gut... Aber genau das trifft es! Und einfach mal ziellos durch den Wald laufen, ist einfach schön.


An Deiner Stelle wäre mir auch nicht wohl, dort zu laufen. Aber versuche trotzdem, das auszublenden. Passieren kann immer etwas - aber ich hoffe immer, daß es uns nicht trifft...


Dankeschön für dein Kompliment - ich freu mich ganz dolle, wenn dir mein Bericht gefällt!


Viele liebe Grüße


Petra



laufmauselke 02/20/2011 22:07



Ja, das sind die Läufe, die ich liebe. Da hätte ich Dich gerne begleitet. Manchmal laufe ich auch gerne ziellos durch unseren Spandauer Forst, immer auf kleinen, unscheinbaren Pfaden, bis ich
wieder an einen Hauptweg komme, und irgendwann meine Schritte nach Hause lenke.
Da fällt mir ein, ich sollte es mal wieder tun. :-)
Leider hat Der Vorfall mit der erstochenen Joggerin diese Aktivitäten stark gebremst. Der Fall ist übrigens noch immer nicht aufgeklärt.
Dein Berichten gefällt mir sehr gut. Ich bin in Gedanken mit durch den Wald geplatscht. Einfach schön.
Liebe Grüße
Elke


 



Petra 02/20/2011 21:54



Da werd ich wahrscheinlich nicht dabei sein...


Aber wir sehen uns spätestens auf dem Rennsteig oder im Festzelt! Da gibts nämlich ordentlich was zu feiern!


LG


Petra