Saturday, 23. january 2010 6 23 /01 /Jan. /2010 22:41
- Community: Laufen
veröffentlicht in: Laufen und Geniessen
Endliche Wochenende - endlich wieder ein Lauf im Hellen!

Gleich morgens nach dem Aufstehen und einem leckeren Obstfrühstück lief ich los. Heute sollte es mal wieder ein längerer Lauf werden. Nachdem ich in den letzten Tagen nach 7km bereits "weiche Knie" hatte. nahm ich mir keine konkrete Kilometerzahl vor, sondern wollte einfach mal sehen, wie weit es geht.

Zunächst lief ich entlang der Nidda bis zum Wald. Die Temperatur war leicht unter 0 Grad, aber der eiskalte Wind war nicht sehr angenehm. Ich beschleunigte ein wenig mein Tempo, damit mir wärmer wurde.

Nach etwa einer halben Stunde bog ich ein ins Wäldchen. Aber schon nach kurzer Zeit war mein Pfad plötzlich verschwunden. Begraben unter fein säuberlich gefällten Bäumen...  Da die Bäume alle markiert waren, sah es nach einer geplanten Aktion der Forstarbeiter aus. Trotzdem tat es mir leid um jeden einzelnen Baum - und natürlich meinem Lauf-Pfad. Diese Runde wollte ich eigentlich am nächsten Wochenende mit Elke, Ramona und Billy laufen... Nun müssen wir auf ein andere Strecke ausweichen.

Da ich keine Lust hatte, umzukehren, stieg ich über die Bäume bzw. lief im Slalom um sie herum. Da der Boden noch leicht gefroren war, bin ich wenigstens nicht im Matsch versunken.

Nachdem alle Hindernisse überwunden waren lief ich Richtung Maria Sternbach und bald schon tauchte die kleine Kirche mitten im Wald vor mir auf. Von dort aus gibt es viele Wege und Abzweigungen. Ich suchte mir eine schöne lange Runde aus, die ich 2x durchlief. Auch in der 2. Runde ging es mir prächtig. es war nichts mehr zu spüren von der Schwäche in den letzten Tage.

Meine Erkältung hat endgültig das Weite gesucht. Ja, mir ging es so gut, daß ich in der 2. Runde sogar noch eine 3km-Schleife einbaute. Es lief sich einfach toll! Der Boden war - trotz Schneereste gut zu laufen und es begegneten mir nur wenige Menschen.

Ich konnte mich ganz meinen Gedanken hingeben und immer wieder zauberte sich ein Lächeln auf meine Lippen. Es ist so schön, laufen zu können!

Auf dem Heimweg begannen meine Beine so langsam müde zu werden, aber sie hatten mich ja auch schon ein paar Kilometerchen getragen... Nach 3 1/2 Stunden und 28 km war ich wieder zu Hause und war happy. Es geht doch wieder!
von Petra
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