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Veröffentlicht von Petra

Der Teammarathon ist für mich seit Jahren etwas Besonderes. Begonnen hat es für mich noch im Plänterwald - nach vielen Überredungskünsten von Ramona und Laufmauselke. Damals hatte ich immer noch Angst, die Zielzeit von 05:30 nicht zu schaffen...

Für dieses Jahr hatten wir uns 5 Stunden vorgenommen. Wir - das waren Jana und Moni.  Moni war bereits im letzten Jahr in unserem Team, Jana ist in diesem Jahr zu uns gestoßen.

Keiner von uns war so richtig auf einen Marathon vorbereitet und wir wussten nicht so recht, wie die Sache so ausgehen würde... Aber wir hatten unsere Abmachung: Wenn jemand nicht mehr kann und aussteigen möchte, so ist das kein Problem und die anderen entscheiden dann selbst, ob sie mit aufhören oder weiterlaufen. Keiner würde den anderen unter Druck setzen und keiner sollte sich unter Druck gesetzt fühlen. Der Langsamste bestimmt das Tempo.

Am Start verabschiedeten uns Elke, Jeanette, Marianne, und Ramona. Das Abendteuer konnte beginnen. Irgendwie war schon nach wenigen Metern klar, dass wir ein gemeinsames Tempo gefunden hatten. Jeder von uns dreien schien sich wohl zu fühlen. Wie es sich für einen Team Marathon gehört, quatschten wir unaufhörlich. Wir fühlten uns gut. Noch.

 

Die_Streakrunnermadels.jpg

 

Nach der ersten Runde bekamen wir Verstärkung.  Elke, Marianne, Jeanette, Marianne begleiteten uns, waren auch mal verschwunden und tauchten wieder auf.  Fast immer hatten wir eine Begleitung  auf der Strecke… Steffen feuerte uns immer wieder an, Henry ebenfalls  und auch Vera konnten wir kurz begrüßen. Hanka kam uns entgegen – nur Steffen habe ich leider nicht getroffen…

Es war immer kurzweilig. Die Strecke war in diesem Jahr ein wenig anders  (und schöner) als in den vergangenen Jahren.  Es ging weniger an der Straße entlang, meist waren wir direkt im Park.

Wir merkten gar nicht, wie die Zeit verflog, Runde für Runde…  Es ging uns immer noch gut. Wir liefen gleichmäßig, irgendwie wie ein Uhrwerk…  Nach der 6 Runde wurde es schwerer – aber keiner von uns dreien dachte ans Aufhören… Wir waren nun schon so weit gekommen, jetzt schaffen wir den Rest auch noch. Und wenn nichts passiert, könnten wir sogar noch unter 5 Stunden bleiben. Viel Puffer hatten wir nicht – aber wenn wir das Tempo beibehalten, könnte es reichen. Wenn…

Die Schritte wurden schwerer, aber auch gleichzeitig die Vorfreude aufs Ziel. Wir wussten alle drei, dass wir es schaffen würden. Unser erster Marathon des Jahres! Jana träumte schon davon, dass sie es ihren Mann berichten konnte…

Wieder eine Runde geschafft, nur noch eine und dann noch so eine klitzekleine Minirunde… Schritt für Schritt, immer noch im gleichen Tempo rannten wir dem Ziel entgegen. Die Gespräche wurden jetzt weniger, aber das ist wahrscheinlich normal…

Immer noch waren die 5 Stunden machbar. Wenn ich jetzt allein gewesen wäre, hätte ich wahrscheinlich ein wenig Tempo rausgenommen, aber ich war nicht allein. So lief ich einfach mit Jana und Moni weiter, immer im gleichen Tempo… Und es ging!

Als wir uns auf die letzte Schleife begaben, kam schon ein erstes Glücksgefühl auf.  Elke begleitete uns, sie wollte ihre 25km vollmachen und uns nochmal ein bisserl Kraft geben…

Noch 5 Minuten bis zur magischen Grenze von 5 Stunden, noch 4 min, 3min… Das Ziel war in Sicht, nur noch wenige Meter…

Nach 4:58:58 liefen wir gemeinsam über die Ziellinie, glücksstrahlend, voller Freude lagen wir uns in den Armen…

Marianne und Jeanette erwarten uns. Wir waren einfach nur glücklich. Wir haben der Kälte getrotzt und sind ein extrem gleichmäßiges Rennen gelaufen. Die Rundenzeiten waren fast in jeder Runde gleich, die 2. Hälfte fast im gleichen Zeitrahmen wie die erste Hälfte…

Jeder im Team hat sein Bestes gegeben. Wir haben eine absolut harmonische Teamleistung vollbracht. Unser Leistungsvermögen war annähernd gleich, wir sind fast blind im gleichen Tempo gelaufen.

Vielleicht ist Jana im nach hinein froh, dass sie auf die Toilettenpause verzichtet hat, von der sie fast in jeder Runde philosophiert hat Aber wahrscheinlich kann man ein dringendes Bedürfnis auch weg reden… und so die 5 Stundengrenze sichern.  Aber ich glaube, die Kälte war abschreckender.

Als wir dann in der Umkleidekabine waren, merkten wir, wie kalt es gewesen war. Ein abschließender Saunagang gab uns die Wärme zurück.

Bei einem gemeinsamen Kaffee ließen wir den Nachmittag ausklingen und dank Elkes Organisationstalent bekam zum Schluss auch jedes Teammitglied  eine Torte .

Es war ein wunderschöner, harter Lauf. Ein Lauf mit Sucht- Charakter… Ich habe mich sehr gefreut, euch alles wieder zu sehen!

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Ferienwohnung Sylt 02/01/2013 12:41


Klasse Rezept, den muss ich mal probieren!!

Ramona 01/26/2013 21:20


Der Stollen wurde hier hergestellt: http://www.sachse-stollen.de/


Rezept hab ich nicht. Nur eine Zutatenliste. Wenn du dort den veganen Stollen nicht findest frage über die Kontaktdaten. Sie antworten dir bestimmt gerne!


LG, Ramona

Ramona 01/24/2013 12:21


Ah, hast es geändert. Danke.


Es freut mich, dass Euch der vegane Stollen geschmeckt hat. Ich selbst fand ihn einfach bombastisch!


Frohes Schaffen wünsche ich Dir!


LG, Ramona

Petra 01/26/2013 20:52



Klar habe ich es geändert!


Kannst du mir mal das Rezept von dem Stollen schicken?


Viele liebe Grüße


Petra



Jörg 01/23/2013 15:09


Gratulation zur Punktlandung.


Ich fand das auch immer schön dort.


Jörg

Petra 01/26/2013 20:44



Danke, lieber Jörg! Ich hoffe, wir sehen uns bald mal wieder auf irgendeiner Laufstrecke dieser Welt! ;)



Täglichläufer 01/22/2013 19:06

Liebe Petra, eine Antwort steht mir eigentlich nicht zu, da ich einen Teammarathon nicht aus eigener Erfahrung kenne und somit auch nicht beurteilen darf, doch wenn ich mir Dein Lächeln so ansehe,
bin ich so frei und stimme Dir zu, daß derlei etwas Besonderes ist. :) Zudem ist das bei diesen Witterungsverhältnissen alles andere als einfach das durchzustehen, zusätzlich steigt die
Herausforderung, wenn man noch eine Torte vor den geistigen Augen hat. ;)) Nach dem Teammarathon ist sicherlich vor dem Teammarathon. In jedem Fall wünsche ich Dir weiterhin viel Spaß und Freude
beim Täglichlaufen. Alles Gute und liebe Grüße, Marcus

Petra 01/26/2013 20:43



Du kannst und darfst immer deinen Meinung äußern, lieber Marcus!


Und ja, du hast mein Lächeln richtig gedeutet - es macht mir Spaß, mit Freunden zu laufen und den schwierigen Bedingungen zu trotzen. Vor allem, wenn danach eine Torte und ein Stollen von Ramona
winkt


Viele liebe Grüße


Petra