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Veröffentlicht von Petra

..bin ich oft gegangen, Vöglein sangen Lieder...

Seit fast einem Jahr begleitet mich das Rennsteiglied von Herbert Roth auf meinem Handy als Klingelton. Es ist für mich ein Stück Heimat, ein Stück Erinnerung und Vorbereitung an den Rennsteiglauf, ein Stück Vorfreude auf die Läuferparty -  eben ein wenig Nostalgie.

In diesem Jahr wollte ich mich zum 2. Mal auf die lange Rennsteigstrecke begeben. 72,7km - bergauf, bergab... Eben den Weg auf den Höh`n. Nicht gehen, sondern laufen.

 

Schon einige Tage vorher fuhren wir nach Thüringen. Nein, nicht um uns zu akklimatisieren, sondern um ein paar schöne Urlaubstage mit der Familie zu verbringen. Ob ein Besuch in Suhl oder Coburg im benachbarten Bayern - es war einfach schön, mit Peter und Rainer ein paar entspannte Tage zu verbringen. 

 

Am Donnerstag trudelten die ersten Freunde ein. Beate und Frank und Ramona mit ihrer Truppe. Wir verbrachten einen schönen Tag in Erfurt und stimmten uns so langsam auf den Rennsteiglauf ein. Besonders gefreut haben wir uns, daß Jürgen un Sabine zu uns stießen. Bei einer gemeinsamen Tasse Kaffee stimmten wir uns auf den Lauf ein.

 

Treffen in Erfurt

 

Treffen-in-Erfurt-2.jpg

 

 

In mir stieg die Vorfreude. Von der sonst üblichen Nervosität war nicht viel zu spüren - im Gegenteil: Meine innere Ruhe war schon fast beängstigend. Aber ich wußte, daß ich gut vorbereitet war. Nur die gerade überstandene Erkältung machte mir ein wenig Sorgen, da ich in den letzten Wochen nur kurze Strecken gelaufen war.

Aber mein Ziel war ohnehin nur aufs gemeinsame Ankommen mit Ramona ausgerichtet. Zeitambitionen hatten wir ohnehin nicht. Naklar, würde es mich freuen, wenn da eine 10 vorn stehen würde...Außerdem machten mir gestandene Ultraläufer Mut: Einen Ultra läuft man mit der erfahrung und nicht mit dem Training der letzten 3 Wochen... Hoffentlich behielten sie recht.

 

Wir verbrachten einen schönen Abend und am Freitag früh einen schönen gemeinsamen Lauf. Peter war schon zurück von seiner Laufreunde als wir beiden Schlafmützen losliefen... 

Nun wurde es langsam Ernst. Zuerst fuhren wir nach Eisenach, um meine Startunterlagen abzuholen. Natürlich nicht ohne der Wartburg vorher noch einen Kurzbesuch abzustatten.

 

Auf der Wartburg

 

Auf-der-Wartburg-2.jpg

 

Nach einem leckeren Pasta-Essen bei Giovanni gingen wir zur Startnummernausgabe. Logischerweise hatte ich meine Anmeldebestätigung im Auto vergessen. Das stand etwa 1km entfernt...

Aber die nette Dame an der Ausgabe hatte ein Einsehen mit mir und mit dem Kommentar: "Wer läuft schon freiwillig 72km?" gab sie mir meine Startnummer und den Läuferbeutel. Komisch: morgen würde ich freiwillig 72,7km laufen und heute hatte ich nichtmal Lust, 1km zum Auto zu laufen...

Naja - in Laufschuhen und in der Natur  ist das ja auch was anderes, als durch die Stadt.

 

Danach fuhren wir weiter, um Beates und Rainers Unterlagen in Schnepfental abzuholen. Die beiden hatten gemeinsam mit Ines vor, die 36km Strecke zu walken. Diese Strecke ist zum Teil identisch mit der Supermarathonstrecke und ich hoffte insgeheim, die 3 unterwegs zu treffen. Es ist eben einfach schön, wenn man seine Lieben unterwegs trifft oder wenn die Familie im Ziel wartet.

Weiter ging es nach Schmiedefeld, wo wir auf viele Freunde trafen: Esther und HD, Heike und Frank, Marc und Susanne, Jana, Laufmauselke, Marianne, Andrea, Tina und Klaus, Elkli, mit der ich im vergangenen Jahr einen tollen Rennstelglauf erlebte und natürlich Steffen, der Franks Marathonunterlagen aus Neuhaus mitgebracht hatte.

Es ist schon nicht so einfach, das alles logistisch unter einen Hut zu bringen und die Entfernungen in Thüringen sind ja auch nicht ganz ohne. Jedenfalls waren wir ganz froh, als wir endlich wieder in unseren Ferienhütten waren und die Vorabendparty beginnen konnte.

Inzwischen war auch der Rest unserer Familien/Freunde/Läufer/Wanderer/Walkertruppe eingetroffen.

Obwohl es reichlich Spaghetti gab und Rosi`s Tomatensauce Weltklasseniveau hatte, waren die Bratwürste der abolute Renner. Und: wir hatten absolutes Glück mit dem Wetter.

Zwischendurch begann ich doch ein wenig nervös zu werden. Ich zog mich in unseren Bungalow zurück und packte meine Sachen ein.

Die Nacht sollte sehr, sehr kurz werden....

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Petra 05/24/2011 21:31



Lieber Eddy,


diesen Lauf auf deinem Wunschzettel - da gehört er auch hin! Ich bin mir sicher, daß du ebenso begeistert bist wie die
vielen anderen Läufer...


Ich würde mich freuen, dich dort zu treffen!


Viele liebe Grüße


Petra



Eddy 05/24/2011 07:13



Ich habe mich bis jetzt noch nicht an eine Distanz jenseits der 42 Kilometer heran gewagt. Aber für nächstes Jahr habe ich mir den Rennsteiglauf mal auf den Wunschzettel geschrieben...


Darum bin ich natürlich jetzt schon gespannt auf Teil 2 Deines Rennberichtes: Die Fotos hier haben auf jeden Fall schon mal Lust gemacht: vielen Dank!