Friday, 3. december 2010 5 03 /12 /Dez. /2010 20:30
- Community: Laufen
veröffentlicht in: Laufen und Geniessen

Fast so ist es, als ob der letzte Winter erst wenige Tage her ist. Als ob es den Frühling, Sommer und Herbst überhaupt nicht gegeben hat... Als ob es überhaupt nicht warm war zwischendurch... Wie hatte ich mich auf die Wärme gefreut!

Aber nun ist der Winter zurück - und zwar gleich mit einer Eiseskälte, die für Ende Novemer/Anfang Dezember doch eher ungewöhnlich ist.

Also heißt es wieder - lange Hosen, winddichte Laufjacke, Mütze aufsetzen und dem stechend kalten wind trotzen...

Meine Laufjackeninvestition hat sich gelohnt. Das unangenehme Empfinden des kalten Windes auf der nassgeschwitzten Haut ist ist nicht mehr da, ich fühle mich trotz der Kälte wohl. Ich genieße den Schnee, welcher der  Nidda auch abends noch eine gewisse Helligkeit bietet.

Ich laufe ohne Stirnlampe, muß aber an einigen Stellen höllisch aufpassen, daß ich nicht ausrutsche und stürze.

Am 1. Dezember mache ich mein  Klick 12x10  Foto während meines Laufes. Es ist schon dunkel. Und es schneit. Ich versuche das eigentlich Unmögliche - den Schnee einzufangen.

 

Nidda-Hauptmotiv-Dezember.jpg

 

Um mich herum ist absolute Stille - niemand ist mehr auf den Wegen zu sehen. Die Schneeflöcken tanzen und schmelzen in meinem Gesicht.

Nach dem Schnee kommt die Kälte und eiskalter Wind. Meine Läufe werden herausfordender, aber ich lasse mich an keinem Tag der Woche vom Wetter unterkriegen.

Da ich heute frei habe, konnte ich meinen Lauf im Hellen machen. Das Thermometer zeigt minus 7°. Ich ziehe mich warm an und fühle mich selbst bei dieser Temperatur wohl. Ich wähle wieder einmal die Strecke im Wickstädter Wald. Es läuft sich sehr gut, die Waldwege sind zwar verschneit, aber noch so, daß ich nicht zu tief einsinke. Jeder Schritt macht Spaß. Auch wenn ich das Gefühl habe, das der Lauf  anstrengender ist als bei Plustemperaturen.

Nach knapp 2 Stunden bin ich wieder zu Hause, voller innerer Wärme und Glück. Aber ich habe gespürt, daß ich danach ganz schön platt war. Die Kälte hat mir doch ganz schön zugesetzt.

Und trotzdem: Morgen geht es wieder hinaus, egal wie kalt es ist. Es gehört einfach dazu und es ist tausendmal schöner, sich jeder Witterung zu stellen, als ins Studio auf`s Laufband zu gehen.

von Petra
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