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Gestern - bei einer längeren Autofahrt - hörte ich seit langem mal wieder das Lied der Puhdys
"Das Buch".
Entstanden ist dieses Lied 1984 mitten im kalten Krieg. Der kalte Krieg ist vorbei - aber dieses Lied hat nichts an seiner Aktualität eingebüst.
Es erzeugt Gänsehaut. Und es macht nachdenklich. Es gibt immer noch Atomwaffen auf unserer Erde. Und es gibt viele andere Gefahren, die unseren Planeten zu zerstören drohen.
Immer wieder sehe ich die Bilder des herausströmenden Öls im Golf von Mexiko und wie die Tiere darunter leiden. Das Ökosystem wird nachhaltig und dauerhaft zerstört. Tausende Tiere sterben und verlieren ihren natürlichen Lebensraum. Die Auswirkungen auf uns Menschen sind noch gar nicht absehbar.
Wissenschaftler haben Sorge, daß das Ökosystem des Golfstromes kippt - mit nicht abschätzbaren Folgen für unser Klima.
Der tropische Regenwald wird immer weiter abgeholzt - mit jetzt schon immensen Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt.
Die Nahrungsmittelindustrie wird immer erfinderischer. Was wir essen, hat kaum noch den Namen "Lebensmittel" verdient.
Wir essen uns krank - von Generation zu Generation werden die Auswirkungen schlimmer. Die Zunahme an den sogenannten "Zivilisations"krankheiten und die wachsende Körperfülle vieler Menschen bezeugt dies augenscheinlich.
Die Massentierhaltung belastet inhohem Maße die Luft und unser Wasser.
Wir leben micht mehr natürlich - Bewegung ist für viele ein Fremdwort.
Sind wir Menschen nicht auf dem besten Weg,
1. unsere Umwelt komplett zu zerstören und
2. uns selbst zu zerstören?
Es macht ohnmächtig zu sehen, daß diese Entwicklung wohl kaum noch umkehrbar ist. Die Bereitschaft zum Verzicht und zum Umkehren ist nicht da - viele sehen nicht die Notwendigkeit. Oder sehe ich diese Entwicklung zu schwarz?
Das Buch
Text: Dieter Birr
Stell dir vor: irgendwo gibt es einen Planeten auf dem intelligente Wesen leben. Sie sehen vielleicht genauso aus wie wir. Und auf diesem Planeten gibt es Bibliotheken
voll mit Büchern geschrieben von Dichtern Philosophen und Wissenschaftlern. Und vielleicht wenn auf der Welt der Haß und die Gier so groß werden daß nichts aber auch nichts mehr sie retten kann.
Dann vielleicht gibt es dort ein Buch das heißt: der Untergang der Erde. Es wird über uns berichten über unser Leben über unseren Tod und über Feuer das so groß war daß keine Tränen es löschen konnten bis hin zur letzten Sekunde als die Erde aufhörte zu existieren.
Und aus zehnmilliarden Augen ein Trauerregen rann und ein Tränenmeer das überlief und den letzten Damm der Hoffnung zerbrach.
Ein schwebendes Grab im All. auf dem keine Blume wächst. Die Kontinente geschmolzen die Meere verbrannt - ein schwarzer Stein. Und welch bittere Ironie: nicht eine einzige Waffe wird den toten Planeten mehr bedrohen.
Und aus zehnmilliarden Augen ein Trauerregen rann und ein Tränenmeer das überlief und den letzten Damm der Hoffnung zerbrach.
Und wer da will daß die Erde nie mehr weint wer sich mit uns gegen Strahlentod vereint der sorgt dafür daß dieses Buch niemals erscheint.
Denn die zehnmilliarden Augen woll'n die Erde leben seh'n sie soll Heimat ohne Ängste sein für die Liebe und Geborgenheit..
Petra-
ich glaube nicht, dass wir das so schwarz sehen müssen.
Katastrophen müssen passieren- sonst wachen die Menschen nicht auf. Diese haben doch zur Folge, dass viele aufstehen und was tun. So sieh die positive Entwicklung danach jeweils...
Viele tun was und wie schon oft geschrieben- wir im einzelnen können auf jedenfall was tun- das summiert gibt doch schon eine beachtliche Zahl von guten Dingen auf dieser Welt.
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende vonInes
Hallo liebe Ines,
ich glaube nicht, daß es reicht, wenn zugegebenerweise immer mehr Leute etwas tun. Das Problem ist das System, das da hinter steht. Immer billiger produzieren, immer mehr Profit erwirtschaften - koste es, was es wolle. BP ging es noch nie um die Umwelt, nur um ihren Profit.
Ebenso ist das mit den Lebensmitteln. Diese sollen möglichst nichts kosten. Also macht die Lebensmittelindustrie billige Zusätze hinein, die uns den Geschmack vorgaukeln und von denen noch nicht erwiesen ist, wie krank sie uns eigentlich machen.
Trotzdem ist es gut und wichtig, daß immer mehr Leute wenigstens "im Kleinen" etwas tun. Aber ob es reicht, öfters mal das Auto stehen zu lassen oder weniger durch die Gegend zu fliegen oder nur noch biologisch erzeugte Nahrung zu essen - das glaube ich nicht. Und trotzdem ist all dies wichtig, damit wir den Prozess wenigstens etwas aufhalten.
Das mit dem Aufwachen ist so eine Sache. Klar - erstmal rüttelt solch eine Katstrophe alle wach. Aber oft ist es so, daß diese nach kurzer Zeit vergessen sind und es wird weitergemacht wie bisher.
Aber im Golf von Mexiko ist das nicht möglich, weil diese Katastrophe täglich aufs Neue beginnt. Hoffen wir, daß das, was dort passiert, die Menschheit endgültig aufrüttelt.
Ich wünsche dir auch ein wunderschönes Wochenende!
Liebe Grüße
Petra
Dass der Mensch dafür sorgen wird, dass es irgendwann kein Leben mehr auf diesem Planeten geben wird, das glaube ich auch oft. Die einzige Hoffnung, die ich in diesem Zusammenhang habe, ist die, dass es nach meinem Leben geschehen möge. Doch so rasant, wie sich alles Negative durch den Menschen weiter entwickelt, mag ich das schon bald gar nicht mehr glauben.
Den heutigen Tagesberichten aus der Zeitung kann man entnehmen, dass die gestern gefaßten Terroristen offensichtlich einen Anschlag auf eine Bohrinsel planten. Als ob die eine bereits bestehende Katastrophe im Golf von Mexiko nicht schon mehr als genug ist. Ich weiß nicht, warum Menschen so sind, dass sie alles Leben auf dieser Erde zerstören wollen. Ich glaube, dass ich anders bin. Doch nützt das gar nichts, solange es noch genügend von den Anderen gibt.
Auch die Entwicklung in der Lebensmittelindustrie ist ein sehr gutes Beispiel. Natürliche unbelastete Lebensmittel nehmen wir alle vermutlich nur noch selten zu uns. Ach, ich mag gar nicht weiter drüber nachdenken. Wir haben eh keine Chance, dem zu entgehen.
Liebe Grüße
Kornelia
Liebe Kornelia,
manchmal ertappe ich mich auch bei dem Gedanken, daß der große "Zusammenbruch" nicht mehr in meinem Leben passiert. Aber wir haben eine Tochter - und ich möchte, daß es auch ihr gut geht - ebenso wie den vielen Kindern dieser Erde. Es darf uns einfach nicht gleichgültig sein, was hier passiert. Deshalb macht es mich aber auch so ohnmächtig, daß wir nicht wirklich was ändern können.
Bezüglich der Lebensmittel glaube ich, daß man persönlich noch das Meiste tun kann. Ich verzichte schon seit längerem auf alle Fertiggerichte mit all ihren Zusatzstoffen. Klar komme ich auch um viele Schadstoffe nicht herum, auch biologisch angebaute Lebensmittel sind nicht frei davon. Aber ich versuche, dies soweit wie es geht zu vermeiden.
Viele liebe Grüße
Petra
Hallo lieber Marcus,
manchmal frage ich mich, wieso es überhaupt zu dieser Entwicklung kommen konnte. Normalerweilse tut jede Spezies alles, um in der Natur zu überleben. Ich glaube, der entscheidende Knackpunkt in der Geschichte war die Entstehung des Privateigentums. Menschen haben sich damit über andere (mittellose) Menschen gestellt. Wer hatte, wollte den Besitz mehren. Wer nichts hatte, hat gekämpft, um auch Besitz zu erhalten. Letztendlich dreht sich alles nur noch ums Geld. Leider.
Ich hoffe, du hattest auch einen schönen Sonntag. Ich mußte heute arbeiten, deshalb habe ich meinen Lauf bereits in den frühen Morgenstunden gemacht.
Viele liebe Grüße
Petra
Liebe Petra, das ist wieder ein Kommentar, der auf jeden Fall zum Nachdenken anregt.
Danke dafür.
Liebe Grüße
Elke
Liebe Petra, mir bereitet dieses Lied auch immer Gänsehaut. Manchmal möchte man natürlich nicht darüber nachdenken was wird sein. Andererseits wenn wir alle den Kopf in den Sand stecken und auch bei unserem eigenen Tun nicht anfangen, etwas zu ändern, dann müssen wir uns mitschuldigen fühlen.
Danke für diesen Denkanstoß.
Liebe Grüße, Marianne
Es ist schön, liebe Elke und liebe Marianne, daß ihr den Artikel als Denkanstoß versteht. Ja und es ist richtig, wenigstens im Kleinen was zu tun. Auch wenn wir nicht die ganze Welt verändern können. Trotzdem ist und bleibt diese Entwicklung sehr beängstigend.
Lieber Marcus,
ich wehre mich gegen den Gedanken, daß Gier und Mordlust "natürlich" sind. Von Natur aus war der Mensch bestimmt nicht so. Unsere Vorfahren, die Affen, haben sich auch nicht gegenseitig umgebracht... Erst als sich der Mensch von der Natur erhoben, sich über sie gestellt hat und die gesellschaftliche Entwicklung begonnen hat, gab es Kriege, Mord und Totschlag.
Damit will ich nicht sagen, daß es nicht auch in der Natur Grausamkeiten gibt. Fressen oder gefressen werden... Aber Tiere der gleichen Gattung leben meist sehr friedlich miteinander.
Liebe Grüße euch allen
Petra
Hallo lieber Marcus,
ich bezog meine Bemerkung auf Erkenntnisse, die ich in einer Ausstellung über Schimpansen, die als Versuchstiere mißbraucht wurden und jetzt "resozialisiert" werden. Dort war beschrieben, daß Schimpansen in einem festen sozialen Gefüge friedlich miteinander umgehen und leben - zumindestens wenn sie in freier Natur leben. Ich werde mich aber noch mal ein wenig intensiver damit beschäftigen und mich später nocheinmal dazu äußern.
Viele liebe Grüße
Petra