Artikel teilen! 900 Tage: Nun laufe ich bereits seit 900 Tagen. Jeden Tag. Ohne Unterbrechung. Und ich weiß nicht, was ich noch dazu schreiben soll. Ist alles g ...
Nun laufe ich bereits seit 900 Tagen. Jeden Tag. Ohne Unterbrechung. Und ich weiß nicht, was ich noch dazu schreiben soll. Ist alles gesagt?
Nein, das ist es ganz bestimmt nicht. Aber das Täglich Laufen ist so normal geworden, so alltäglich, so selbstverständlich. Es gehört einfach dazu zum Leben.
Egal ob morgens, mittags oder abends. Ob im Sonnenschein, oder Regen, oder Schnee. Es ist schön. Jeden Tag. Ich freue mich, loszulaufen und die Natur zu genießen. Jeden Tag aufs Neue. Es ist meine kleine tägliche Auszeit, meine tägliche kleine Freude. Meine Zeit, die ich nur für mich habe. In der kein Handy klingelt, niemand etwas von mir will.
Ich genieße meine Läufe meist nur noch für mich. Lasse kaum jemand teilhaben. Ich glaube, dass immer weniger Menschen etwas damit anfangen können, es kaum jemand interessiert, geschweige denn wirklich versteht.
Ich hätte es ja früher auch nicht verstanden. Aber es macht mich schon traurig, daß ich meine Gedanken bezüglich meines Laufens mit nur ganz wenig Menschen teilen kann.
Mein 900. Lauf war heute ein wenig melancholisch und die trüben Gedanken liesen sich nicht ganz einfach vertreiben - obwohl dies eigentlich gar nicht zu mir passt.
Aber vielleicht ist das auch normal, daß es solche Tage, solche Läufe gibt.
Und trotzdem wurde ich wieder reich beschenkt. Ich lief in den Abend, die Nacht hinein und konte einen traumhaften Sonnenuntergang erleben, wie er schöner nicht hätte sein können.
Meine Schritte lenkten mich zu den Angelteichen, in denen die tiefrote Glut der untergehenden Sonne versank. Ich hielt einen Moment an und verinnerlichte ganz tief diesen Moment vollendeter natürlicher Schönheit in mir. Mit diesem traumhaften Bild in meinen Herzen lief ich wieder nach Hause.
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