Montag, 23. november 2009
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20:48
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veröffentlicht in: Laufen und Geniessen
16.00 Uhr - noch eine halbe Stunde zu arbeiten. Ein Blick aus dem Fenster. Weltuntergangsstimmung. Es stürmt, Engländer würden sagen: it´s raining cats and dogs....
Katzen und Hunde sind heute eindeutg zu klein für diesen Regen - da müßten schon größere Tiere her...
16.45 Uhr Ich sitze im Auto. Sturmwarnung. Der Moderator warnt die Hörer, heute möglichst nur dann die Wohnug zu verlassen, wenn es unbedingt sein muß. "Schicken Sie ihren Hund allein Gassi"

schloß er seinen Kommentar. Ich muß lachen. Wenn wir usneren Eyko noch hätten - er hätte sich garantiert in der
letzten Ecke verkrochen und hätte mich allein vor die Tür geschickt...
17.30Uhr Zu Hause angekommen. Trotz des Sturmes beschließe ich, das Auto in den Nachbarort zur S-Bahn zu bringen und von dort nach Hause zu laufen. Der Weg zwischen den beiden Orten ist
freies Feld - also keine Gefahr von umfallenden Bäumen oder herabfallenden Ästen.
Ich ziehe mich - in Erwartung des kalten Sturmes - etwas zu warm an.
18.00Uhr Trotz meines mulmigen Gefühls wegen des Sturmes fühlen sich meine ersten Schritte leicht und unbeschwert an. Es regnet immer noch die berühmten Katzen und Hunde. Schon nach kurzer Zeit
lief das Wasser an mir herab. Ich verließ den Ort und lief über einen schmalen Weg auf freiem Feld. Der Wind schlug mir mit voller Wucht entgegen und peitschte mir nadelstichartig
entgegen. Es tat fast weh und ich drehte den Kopf immer wieder zu Seite. Ich wurde immer schneller... Nach einigen hundert Metern machte der Weg eine Biegung, so dass der Wind nun von der Seite und
später leicht von hinten kam. Ich bekam Flügel...
Plötzlich kommt mir ein Auto entgegen. Ich laufe ganz rechts, soweit es geht. Aber das Auto wird nicht langsamer - obwohl es hier gar nicht fahren dürfte. Kurz bevor wir auf gleicher Höhe sind,
blendet der Fahrer auf, als wollte er mir sagen - was willst du hier? Hier fahre ich! Ich verspürte Lust, ihm den berühmten Finger zu zeigen, lasse es aber. Der ist es nicht wert.
Ich laufe weiter und beschließe, noch eine Schleife dranzuhängen. Es ist einfach zu schön, im Dunkeln auf leeren Wegen und Straßen im Regen zu laufen. Ich genieße jeden einzelnen Tropfen, nehme
jede Pfütze mit. Mittlerweile bin ich total durchgeschwitzt - nass von innen und außen. Was mir aber vollkommen egal ist. Ich fühle mich pudelwohl , laufe locker nach Hause und stelle mich
unter die kalte Dusche.
19:30 Uhr Ich lasse meinen Lauf mit einem ausgedehnten Stretching und einer progressiven Muskelentspannung ausklingen.
Mein Feierabend war wie ein kleiner Urlaub. Trotz Sturmwarnung bestand zu keiner Zeit eine Gefahr. Eine Gefahr gab es nur durch die Rücksichtslosigkeit eines Autofahrers...
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