Freitag, 23. oktober 2009
5
23
/10
/2009
20:08
-
veröffentlicht in: Streakrunning
Wieder habe ich heute erleben dürfen, wie rasend schnell die Zeit vergangen ist. 400 Tage ist es nun her seit ich begonnen habe, täglich meine Laufschuhe zu schnüren.
400 Tage - das erscheint auf den ersten Blick sehr, sehr viel. Jedenfalls solange sie vor einem liegen. Hat man sie hinter sich gebracht - verlieren sie sich im Nichts der viel zu schnell
vergangenen Tage. Mir ist, als wäre es gestern gewesen.
Aber es war nicht gestern. Zwischen dem 19.September 2008 und heute liegen genau 400 Tage. An denen ich ebenso viele Läufe absolvieren durfte. Die weitaus meisten waren voller intensiver Gefühle,
voller Freude, voller Lauflust. 400 Tage lang durfte ich täglich erleben, wie sich die Natur im Wechsel der Jahreszeiten fast täglich in einem neuen Gesicht präsentiert.
Es gibt immer was Neues zu entdecken. Dinge, an denen ich früher achtlos vorbeilief, kann ich mich heute erfreuen, sehe viele Dinge mit anderen Augen. Immer mehr genieße ich die Ruhe in der Natur.
Auch zu Hause lebe ich mit mehr Ruhe. Im öfters ist der Fernseher ausgeschaltet, ich könnte mir sogar vorstellen, ganz ohne ihn zu leben.
Den I Pod hatte ich schon lage nicht mehr beim Laufen dabei. Die Musik kommt an die beruhigenden Geräusche der Natur nicht heran. Es ist nicht nur wie ein Stück täglicher Urlaub, es ist als ob ich
ein Stück verlorengegangenes Leben zurückgewonnen habe.
Ich lebe wieder viel natürlicher: mit täglicher Bewegung an der frischen Luft, mit Ruhe und mehr Gelassenheit, den Zivilisationsstress wenn auch nur für kurze Zeit hinter mir lassend. Und ich
genieße es jeden Tag aufs Neue.
Aber ich durfte auch in den letzten 400 Tagen viele schöne organisierte Läufe erleben - auf dem Rennsteig, dem Inselsberg oder auch in Berlin. Diese - so gänzlich gegensätzliche Ergeignisse -
machten mir ebenfalls viel Spaß und würzten meine täglichen Läufe.
Heute habe ich mein Jubelläufchen bereits 4:30Uhr angetreten. Bei Temperaturen um 0° lief ich bibbernd los um nach wenigen Minuten bereits angenehm innerlich erwärmt zu sein. Schnell verschwindet
die Müdigleit aus den Gliedern. Schritt für Schritt laufe ich einem schönen Tag entgegen. Denke nochmal über den gestrigen Tag nach, finde Lösungen, die mir gestern verwehrt blieben.
Ich komme nach glückllich lächelnd nach Hause und freue mich auf den nächsten Tag, den nächsten Lauf.
Neueste Kommentare