Montag, 5. oktober 2009
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19:58
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veröffentlicht in: Laufen und Geniessen
Nachdem ich bereits gestern einen tollen Regenlauf machen konnte, wurde dieses Erlebnnis heute nochmal getoppt.
Während gestern die Regentropfen den Boden nur oberflächlich erreichten und der Boden unter den Bäumen nach wie vor beim Laufen staubte, lief ich heute Slalom um die Pfützen. Zumindestens am
Anfang. Später lief ich einfach nur noch gerade aus - egal ob das Wasser spritzte. Ich war ohnehin nass - von oben und unten, von innen und außen. Es spielte keine Rolle mehr.
Es goß wie aus Eimern, der Himmel blickte grau und fast schon drohend auf mich herab. Die andere, graue Seite des Herbstes hat nun endgültig Einzug gehalten.
Die besonderen Farbtupfer des Herbstes hoben sich besonders stark vom tiefen grau ab - die schönen Herbstblumen in einem Garten am Wegesrand, der orange-beige leuchtende Ahornbaum, der aussah, als
wollte er der Sonne Konkurrenz machen.
Ich lief und wurde immer schneller, schloß dieses einzigartige Naturschauspiel der Gegensätze in mir auf. Der Regen peitschte in mein Gesicht. Aber das störte mich überhaupt nicht. Im Gegenteil,
jeder Tropfen erschien wie ein Geschenk des Himmels. Die Nidda erwachte wieder zum Leben und erhöhte spürbar ihre Fließgeschwindigkeit. Die Erde atmete tief auf - zu lange schon hat sie auf das
kostbare Nass warten müssen.
Mir wurde warm - eine tiefe Wohlfühlwärme durchzog mich. Ich lief und spürte nichts mehr, was um mich herum geschah.
Als ich zu Hause ankam, merkte ich plötzlich, daß der Regen aufgehört hatte. Wie lange schon? Ich weiß es nicht. Ich war eins mit mir selbst.
Zu Hause angekommen ergänzte ich diesen wunderschönen Regenlauf mit einer kalten Dusche, vermutlich hatte ich noch nicht genug vom Regen.
In mir schien die Sonne - Sonnenschein pur. Trotz Regen - oder gerade deshalb?
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