Sunday, 13. september 2009
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20:43
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veröffentlicht in: Laufen und Geniessen
Nach Hexenschuß und Erkältung geht es endlich wieder aufwärts - es geht mir gut und es wird Zeit, endlich auchmal wieder mehr als 3-4km zu laufen.
Nachdem ich gestern bereits 10km in den Füßen hatte, wollte ich die gleiche Strecke auch heute nochmal laufen. Noch längere Strecken erschienen mir kurz vor dem Berlin Marathon nicht ratsam.
Gleich nach dem Aufstehen lief ich los. Es erwartete mich ein Wetter-Mix, der sich nicht so richtig zwischen Sonnenschein und bedrohlichen Wolken entscheiden konnte.
Es war schön, nach der Hitze der letzten Wochen die nun kühlere Luft einzuatmen. Es war schön, eine Leichtígkeit zu spüren, die ich in den letzten Wochen so schmerzlich vermisste. Es war einfach
schön, wieder längere Läufe machen zu können.
Die Böschung entlang der Nidda war gemäht. Meterhohe Brennesseln waren verschwunden. Überall spüre ich den nahenden Herbst. Die Felder sind abgeerntet - nur die Maisfelder warten noch darauf,
ebenfalls abgeerntet zu werden. Es herrscht eine gespenstische Stille. Ich tauche ein in den Wald. Keine Menschenseele ist weit und beit zu sehen. Die Sonne scheint sich gegenüber den Wolken
durchgesetzt zu haben, ihre Strahlen bahnen sich den Weg durch die Äste.
Ich laufe weiter und tauche ein in die Weite der Wetterauer Felder. Kaum ein Hügel links und rechts des Weges. Eine Stute weidet friedlich auf ihrer Koppel - ein wahrhaft majestätischer
Anblick.
Wenige Minuten später komme ich zu den Angelteichen, die heute von Anglern regelrecht übervölkert sind. Naklar - es ist schließlich Sonntag und Zeit, dem geliebten Hobby zu frönen.
Trotzdem finde ich ein ruhiges Plätzchen, um kurz innezuhalten und die Athmosphäre in mir aufzunehmen.
Ich wünsche mir, diese Sekunden mögen nie vergehen, gleichwohl wissend, daß dies nur eine Momentaufnahme unserer schnellebigen Zeit ist.
Ich mache mich auf den Heimweg, vorbei an einer wunderschönen Wiese und herrlichen Sonnenblumen.
Nach 70 min bin ich wieder zu Hause, glücklich und zufrieden. Auf diese Momente des Ruhens in der Natur möchte ich nie mehr verzichten. Jetzt freue ich mich auf den Herbst, ich sehe schon die
vielen bunten Blätter, die meine Laufwege zieren, spüre das Rascheln unter meinen Füßen. Hinter mir liegt ein schöner Sommer - vor mir liegt ein schöner Herbst.
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