Monday, 7. september 2009
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20:24
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veröffentlicht in: Laufen und Geniessen
Langsam beginne ich zu begreifen und zu verstehen, was Täglich Laufen bedeutet.
Täglich Laufen - das ist nicht immer nur eitel Sonnenschein. Sonne und Gewitterwolken wechseln sich einträchtig miteinander ab - und das nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes.
Am 13.11. 2008 schrieb ich folgende Gedanken über meinen Weg zum Täglich Läufer:
"Aber mein Gefühl sagt mir, daß ich angekommen bin. Gedanklich und auch real. Ich habe das Täglich Laufen verinnerlicht und werde nicht wieder aufhören damit - vorausgesetzt es hindern mich
keine höheren Mächte daran und meine Gesundheit bleibt mir erhalten."
Was für ein fataler Trugschluß! Damals - nach etwas mehr als 50 Tagen täglichen Laufens ein solches Fazit zu ziehen, war einfach falsch und voreilig. Zum damaligen Zeitpunkt konnte ich noch nicht
im Ansatz ermessen, was es eigentlich bedeutet, täglich - auch bei widrigen Umständen - die Laufschuhe zu schnüren und loszulaufen.
Denn es gibt eben auch die Tage, an denen es "gewittert" oder sonstige Unbilden des Lebens die Wege durchkreuzen.
Tage, in denen man sich fragt, ob es alles so richtig ist, was man tut. An denen man trotzdem losläuft. Glücklich wieder nach Hause kommt. Oder zweifelt - aber niemals verzweifelt.
Heute hatte ich für mich aus Gründen der Vernunft wieder ein kleines Ministreak vorgesehen, 2km nur.
Die Sonne schien, ein warmer Wind streichelte meine Haut. Nur wenige Schritte und ein Gefühl tiefer Freude und Zufriedenheit durchströmte meinen Körper.
Wie schön, daß ich 2km laufen darf, laufen kann - genießen kann. Es sind nur 2km - voller Freude und Genuß. Der Ballast des Tages fällt hinter mir ab. Ich bin mit mir allein, höre nur meine
Schritte, spüre den gleichmäßigen Herzschlag, bin eins mit der Natur.
Was auch kommen mag: Es muß wohl verdammt viel passieren, bevor ich jemals wieder auf meinen täglichen Lauf verzichten werde. Er gehört dazu wie das Atmen, welches man ja auch nicht einfach mal
aussetzen kann.
Es ist eine tiefe innere Bindung entstanden - zur Bewegung im Allgemeinen und zum Laufen im Besonderen. Vergangene Gewitterwolken haben mich mental erstarken lassen und ich habe das Gefühl,
daß mir nun nichts mehr was anhaben kann - gleichwohl wissend, daß diese Gewisssheit ein trügerischer Schein ist.
Aber ich freue mich auf jeden einzelnen Tag, jeden einzelnen Lauf, den mir die Zukunft bescheren wird.
Ich wünsche dir weiterhin so ein gutes Durchhaltevermögen und dass dir auch beim Mindestmaß der Spaß erhalten bleibt.
LG Marianne
ja - so ist das Leben. Es wäre wahrscheinlich auch viel zu einfach, wenn alles glatt gehen würde. Wo blieben die Herausforderungen? Auf die man so stolz sein kann, wenn man sie gemeistert hat?
Meine Serie hat in den letzten Tagen eine völlig neue Bedeutung gewonnen. Sie ist mir wichtiger und wertvoller als je zuvor. Nicht die Serie an sich, sondern der tägliche Lauf, der die Serie leben läßt.
Vielen Dank,
liebe Marianne für Deine Wünsche. Ich hoffe, daß du auch bald wieder ganz fit bist. Wir sehen uns in Berlin!
Viele liebe Grüße euch beiden
Petra
Du schwelgst dermaßen dahin, ich kann deine Stimmung so gut nachfühlen :-))
Aber trotzdem, pass auf deine Gesundheit auf!
Liebe Grüße vom Holger
genauso fühl ich mich auch!
Du kannst Dich aber darauf verlassen - ich gehe kein Risiko ein und wenn es sein muß, laufe ich ganz langsam und ruhig mit kaum ansteigenden Puls. Wenn ich mich nicht gut fühle, versuche ich Laufen ganz bewußt als Erholung zu sehen, zum Kraft tanken. Ich genieße ganz bewußt, wie der Sauerstoff meinen Körper durchflutet und ihm Kraft und Gesundheit spendet. Ich würde nie auf Tempo oder sehr lang laufen, wenn ich mich nicht fit fühle. Damit würde ich meine täglichen Läufe aufs Spiel setzen.
Viele liebe Grüße
Petra
Liebe Petra, ja jetzt weißt Du, was wirklich wichtig ist. Täglichlaufen ist eine Lebenseinstellung. Entweder man lebt es bewusst oder nicht. Dazu gehören auch die Widrigkeiten. Solange das tägliche Laufen dann nicht zur Qual wird und der Gesundheit eher schadet, ist es gut und richtig. Es gilt eben, das richtige Maß zu finden. Auch ich musste das wieder feststellen und bin froh, meinen "Unpässlichkeiten" vom Samstag nicht nachgegeben zu haben. Es war sogar so, dass die samstägliche kurze Laufzeit die Zeit war, in der ich mich am wohlsten fühlte. Mittlerweile geht es mir, wie hoffentlich Dir auch, wieder richtig gut.
Als Täglichläufer wirst Du immer wieder in Situationen kommen, Dein Tun neu zu überdenken. Das ist gut so! Du wirst sicher dann die richtigen Entscheidungen treffen.
Liebe Grüße
Ramona
der Satz gefällt mir: "Was mir geschenkt wird, ist nichts wert" Wie recht du hast!
Unsere Läufe - die kann uns keiner schenken, die müssen wir schon selbst laufen. Das Glück und die Freude, die wir beim Laufen empfinden - das sind wahre Werte.
Täglich Laufen ist manchmal eine Gratwanderung. Aber ich habe mir geschworen, immer auf meinen Körper zu hören. Ich vertraue auf ihn - er wird mir irgendwann sagen, wann ich aufhören sollte. Dann werde ich auf ihn hören. Und bis dahin genieße ich einfach jeden Lauf.
Liebe Ramona,
ich freue mich sehr,daß es auch dir wieder richtig gut geht und du diese kleine Klippe gemeistert hast.
Ihr beide seid meine Vorbilder - schön, daß es euch gibt!
Viele liebe Grüße
Petra
dass das tägliche Laufen nicht immer nur mit eitel Sonnenschein verbunden ist, habe auch ich nun schon erfahren müssen. Doch gerade wenn es "gewittert" ist der tägliche Lauf, auch wenn er nur kurz ausfällt, eine Wohltat und Balsam für die Seele. Es ist für mich kein Müssen sondern ein Dürfen. Ich möchte wie Du, nicht mehr so einfach auf meinen täglichen Lauf verzichten. Wenn dieser mal ausfallen sollte, muss schon was ganzes Dickes vorgefallen sein. Doch daran möchte ich nicht denken.
Ich wünsche Dir noch ganz viele tägliche möglichst gewitterfreie Läufe.
Liebe Grüße
Kornelia
vielen Dank für deine lieben Wünsche. Ich wünsche dir ebenfalls eine lange Serie - mit ganz wenigen Widrigkeiten. Aber diese werden nicht ausbleiben und machen uns stärker.
Viele liebe Grüße
Petra