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Veröffentlicht von Petra

Sich einmal fühlen wie Dagobert Duck - das wünschen sich gerade verdammt viele Leute in Deutschland. Die Deutschen sind heiß auf den italienischen Jackpot. Wenn wir schon im Fußball nicht gegen die Italiener gewinnen, so wollen so gar manche Deutsche wenigestens den Italienern den Jackpot vor der Nase wegschnappen.

Was lassen sie sich nicht alles einfallen! Ganze Billigflieger werden gechartert, um mal eben nach Italien zu fliegen und einen Tipschein abzugeben. Oder es werden diverse Gewinnspielchen in einigen Privatsendern veranstaltet, deren Hauptgewinn - man glaubt es kaum - ein ausgefüllter und abgestempelter italienischer Spielschein ist.
 5 oder 6  Millionen reichen nicht mehr - es müssen schon 140 Millionen Euro sein.
 
Ich gehöre nicht zu den aktuellen Italien-Reisenden. Trotzdem geriet ich so ein wenig ins Träumen. Was würde ich mit dem Geld machen?
Naklar - so ein paar Wünsche gäbe es schon. So würde ich z.B. eine in unserem Haus noch freistehende Wohnung kaufen und darin ein paar Fitnessgeräte aufstellen und ein Partyzimmer einrichten. Dort könnten sich alle meine Nachbarn jederzeit gemeinsam treffen oder die vielen Anlässe gemeinsam feiern. Oder wir könnten im Winter zusammen Sport machen.

Vielleicht würde ich auch beruflich etwas kürzer treten und nur noch Teilzeit arbeiten. Vielleicht würde ich auch das Segelfliegen lernen - das ist ein Traum meiner Kindheit, den ich nie verwirklichen konnte. Und ich würde was gegen die Kinderarmut in Deutschland tun. Alle meine Freunde und Verwandten würde ich bedenken.

Aber: Ich würde bleiben wollen, wer ich bin. Dafür brauche ich keine 140 Millionen. Mir fallen die Sprüche meiner Oma ein, die ich in meiner Kindheit so oft zu hören bekam: "Geld verdirbt den Charakter" oder "Geld macht nicht glücklich". Ich bin kein Illusionist und weiß, in der heutigen Zeit geht ohne Geld nichts.
Deshalb bin ich froh, einen guten Job zu haben und so viel zu verdienen, daß ich meinen Lebenunterhalt  bestreiten kann. Ich bin dankbar, nicht auf Hartz 4 oder ähnliches angewiesen zu sein.
Aber brauche ich wirklich 140 Millionen?
Nein - die brauche ich nicht. Nicht, um ich selbst zu bleiben. Einen Marathon kann man nicht kaufen. Den muß man selbst laufen. Täglich laufen - das kann man nicht kaufen. Die Erlebnisse in der Natur, das herrliche Gefühl, durch die Wälder zu streifen - auch das kann man nicht kaufen. Das ist es aber, was ich zum glücklich sein brauche.
Glücklich bin ich, wenn ich es geschafft habe, den Berg zu bezwingen, wenn ich nach 42km ins Ziel einlaufe, wenn  ich triefend nass von einem Regenlauf nach Hause komme.
Glücklich bin ich, einen lieben Mann und eine ganz tolle Familie zu haben. Glücklich bin ich, weil ich nach vielen Jahren alle meine Geschwister gefunden habe. Ich bin glücklich, weil  ich eine Tochter habe, auf die ich sehr stolz sein kann.
Eigentlich ist mein Leben - so wie es ist - genau richtig für mich.
Ich glaube, ich hab es nicht nötig, nach Italien zu fliegen. Nicht wegen 140 Millionen.

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Petra 08/23/2009 19:38

Ja liebe Athena,das Lied habe ich inzwischen ganz oft gehört und mußte dabei immer an dich denken...Das Wochenende ist inzwischen fast vorbei - und es war wunderschön. Aber  das wirst du ja bald hier lesen können.Viele liebe GrüßePetra

athena 08/22/2009 10:13

hallo petra- ja das haus am see... immer noch ein traum von uns. vielleicht irgendwann mal und auf enkel freuen hat auch was... schön, dass dir das noch in erinnerung blieb liebe grüsse und ein schönes wochenende von athena!

Petra 08/21/2009 22:53

Hallo lieber Achim,herzlich willkommen auf meinen Blog und vielen Dank für deinen Kommentar. Ja Du hast vollkommen recht - es sind die kleinen Wünsche, die uns glücklich und zufrieden machen. Ich wünsche uns allen, daß wir uns noch viele davon erfüllen können!"Wer besonders viel Geld hat, ist meistens in Wahrheit besonders arm."Hallo lieber Marcus,über diesen Satz habe ich lange nachgedacht. Eingefallen sind mir viele Beispiele, die trotz des vielen Geldes total unglücklich sind. Oder die den wirklichen Wert des Lebens gar nicht mehr erkennen, weil sie so abgehoben, arrogant sind. Oder nichts mehr mit sich anzufangen wissen.Aber es gibt auch Beispiele von Menschen, die ihr Geld nutzen, um Bedürftigen zu helfen. Das ist aber die Minderzahl. "Dennoch, alles was man übertreibt, wandelt sich in Traurigkeit."Viele Lottomillionäre sind nach vergleichsweise kurzer Zeit wieder dort gelandet, wo sie vorher waren. Oder schlimmer noch - sie haben alles verloren. Die falschen Freunde wenden sich dann auch sehr schnell wieder ab. Wie geht es diesen Menschen dann? Wenn man ganz unten ist? Viele können doch gar nicht mit so viel Geld umgehen und sind den vielen Geldgeiern, die dann auf der Matte stehen, hilflos ausgeliefert.Dein Satz trifft es genau.Liebe Athena,wir spielen auch kein Lotte, nur ganz selten mal. Aber im Grunde genommen halte ich es auch für Geldverschwendung.Dein Traum ist soo süß... Ich muß da gleich wieder an das Lied von Peter Fox  "Haus am See" denken, dessen link du mir mal geschickt hast. Das Lied, in dem er am Ende besingt, wie die 100 Enkel durch den Garten toben...Lebe Deinen Traum - es ist ein  Traum, den man sich verwirklichen kann. Vielleicht toben dann nicht mehr die Kinder sondern die Enkel durch den Garten - aber auch das wäre doch wunderschön.... Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Wochenende!Liebe GrüßePetra

athena 08/21/2009 21:28

hallo, liebe petra-schön, dass du dir zu diesem thema gedanken gemacht hast. ich hörte es im radio und dachte- wie bescheuert muss man sein, extra dahin zu reisen, um lotto zu spielen- ausserdem finde ich, dass es den italienern gehört und hoffe, dass es auch ein italiener bekommt... mich berührt das irgendwie wie betrug. wir haben doch so oft tolle jackpots- oder nicht??? aber: um den zu gewinnen, muss man erst mal spielen *lach und ich spiele nie lotto- ich halte es für eine geldverschwendung!ich muss gestehen, in grund und boden zu investieren- das hat was... aber noch sind wir ja noch zu sehr vagabund, um das zu tun. ich würde mir irgendwo - wenn mir ein wenig geld zufliegen würde - an einem schönen strand ein schönes ferienhaus kaufen. das würde ich besuchen, so oft es geht... am strand laufen- die kinder toben sehen- der wuffel springt vergnügt umher- das wäre es für mich!liebe grüße zur nacht- athena

Marcus 08/21/2009 15:38

Wer besonders viel Geld hat, ist meistens in Wahrheit besonders arm. Nicht immer, aber sehr oft. Und das wichtigste im Leben kann man sich nie kaufen. Gesundheit, Liebe, Freude, WAHRE Freunde - all das gibt es nicht für Geld.

Sicher, es wäre nicht schlecht. Dennoch, alles was man übertreibt, wandelt sich in Traurigkeit. Und für mich ist Geld die Wurzel allen Übels unter den Menschen.

Ein schönes WE, liebe Petra!