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Veröffentlicht von Petra

Im Laufe der Woche habe ich mich entschlossen, beim in  meiner unmittelbaren Umgebung stattfindenden Karbener Stadtlauf den Halbmarathon zu laufen. Eigentlich wäre ja in Vorbereitung des Berlin Marathons ein längerer Lauf angesagt - so beschloss ich, den Heimweg laufend anzutreten und so noch weitere 10km "dranzuhängen".
Aber es kam alles ganz anders...

Bereits kurz nach 7.00Uhr fuhr ich mit der S-Bahn in Richtung Karben. Dort fand ich auch gleich die Auschilderung des Laufes, so daß ich diesen Schildern nur folgen brauchte, um den Start und das Vereinshaus zu finden.

So richtig Spaß machte es allein nicht, aber mein Mann wollte mit dem Rad nachkommen und mich dann beim Lauf anfeueren.
Ich holte mir meine Startnummer und sah mich auf dem "Festgelände" um.  Alles sah nach einer toll organisierten Veranstaltung aus und für die Party danach war alles bestens gerüstet. Aber ebendiese sollte ja ohne mich stattfinden, ich wollte schließlich gleich weiter nach Hause laufen. Einen Getränkegürtel würde mir Rainer mitbringen, aber Duschsachen und Wechselklamotten waren - außer einem trockenen neuen Shirt - nicht vorgesehen.

Während ich so meine Runde machte, erspähte ich die Tombola und den vollen Behältern mit Losen. Wohlwissend, daß ich eh nichts gewinne, kaufte ich mir 5 Lose. Gleich das erste Los trug die Nummer 1 - und  war doch tatsächlich der Hauptgewinn, ein LCD Monitor.
Auch die Nummer 3 förderte ich noch zu Tage, wohinter sich eine tolle Sporttasche verbarg, die allerdings nicht die Größe hatte, um den Monitor auf dem Rad oder laufend nach Hause zu transportieren.
Also - die erste Planänderung: Ich rief Rainer an, daß er statt mit dem Rad mit dem Auto kommen sollte, welches allerdings an der 5km entfernten S-Bahn Station stand.
Also - ab aufs Rad, zu S-Bahn fahren, Rad deponieren und mit dem Auto nach Karben kommen, Parkplatz suchen und mir auf der Strecke "auflaueren"
Währenddessen machte ich mir keinen Kopf mehr um die Organisation des Heimweges und den Transport diverser Gewinne und konzentrierte mich auf den Start und den Lauf. Ich freute mich darauf , endlich loslaufen zu können.

Da ich seit dem Teamhalbmarathon im November in Berlin keinen HM mehr gelaufen bin, wollte ich einfach mal sehen, was so geht.
Ich lief zum etwa 1km entfernten Start und sortierte mich so in die Mitte des Feldes ein. Ich  lief zügig los. Irgendwie wunderte ich mich, daß mich gar nicht sooo viele wie sonst überholen... Bin ich vielleicht zu schnell angegangen? Nach 27min hatte ich die erste der 5,3km Runden absolviert. Oh, oh - ich glaube, das konnte nicht gut gehen... Aber ich dachte mir: Solange es geht, läufst Du in diesem Tempo einfach mal weiter.... Nach 57 min und ein paar Sekunden hatte ich die 2. Runde absolviert und hatte damit etwas geschafft, was mir noch nie gelungen war: 10km unter einer Stunde, und das sogar ziemlich deutlich.
In der dritten Runde forderte nun jedoch das Anfangstempo und die beginnende Schwüle ihren Tribut und es begann schwerer zu werden. Ich kämpfte mit mir und gegen meine Uhr, verlor aber trotzdem einiges an Zeit, so daß ich erst nach 1:36:... die 3. Runde vollendete. Aber ich gab nicht auf und versuchte nun immer wieder, das Tempo nochmal zu forcieren. Unterwegs überholte ich nicht nur parkende Autos, sondern auch das ein oder andere süße Eichhörnchen...

Den letzten Berg habe ich mich ganz schön hochgekämpft, aber ich wußte, daß gleich danach das Ziel kam...
Nach 2:11:... erreichte ich das Ziel - die genaue Zeit weiß ich noch gar nicht. Aber diese Zeit ist etwa 7min schneller als beim Team HM - das wäre im November einfach undenkbar gewesen. Boah, ey, was war ich happy!


Glücklich, voller Endorphine und einem Läuferbier in der Hand ging ich mit meinem Mann zum Vereinshaus. An mir war alles klatschnass, so daß ich mir wenigstens erstmal ein trockenes Shirt anziehen mußte.

Nun begannen wir wieder zu überlegen, wie wir die Heimfahrt organisieren wollten. Wir konnten es drehen und wenden wie wir wollten - jede Variante war günstiger, als nach Hause zu laufen. Mittlerweile wollte auch mein Körper nicht mehr wirklich die 10km dranhängen. Und einen Plan kann man ja auch mal über den Haufen werfen. Wir genossen noch eine Weile die schöne Atmosphäre, sahen der Tanzgruppe des Sportvereines bei ihrer Darbietung zu und aßen unsere Nudeln. Dann fuhren wir gemeinsam zu S-Bahn, ich schnappte mir das Fahrrad und fuhr nach Hause, währenddessen Rainer den Monitor wohlbehalten nach Hause kutschierte.

Es war ein wunderschöner Tag und ein toller Lauf. Und ich habe gemerkt, daß in mir Fähigkeiten schlummern, die ich nie für möglich hielt. Gemessen an meinen Möglichkeiten habe ich eine tolle Zeit erreicht.

Hier noch ein paar Impressionen:

















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Petra 08/11/2009 21:42

Danke, liebe Ramona! Ich wünsche Dir ebenfalls eine schöne Woche!

Ramona 08/11/2009 21:04

Zur Zeit bin ich wohl immer zu spät. Klasse, Petra! Herzlichen Glückwunsch zur Superzeit, zu den tollen Tombolapreisen und zu dem einfach nur schönen Tag! Ich wünsche Dir eine schöne Woche!Liebe GrüßeRamona

Petra 08/11/2009 20:46

Na, soweit kommt es bestimmt nicht! Ich will doch den Spaß nicht am Laufen verlieren! Liebe GrüßePetra

Joerg 08/11/2009 11:47

Cool, jetzt fängst du schon an Preise einzusammel. Bald bekommst du Startgelder bezahlt. Jörg

Petra 08/10/2009 21:08

Hallo liebe Kornelia,ja, solch einen  tollen Tag erlebt man nicht immer - es hat einfach alles gepasst. Du hast recht - es ist wirklich schön, daß mein Mann meine Leidenschaft so mitträgt und mich immer unterstützt. Deshalb habe ich mich besonders gefreut, daß er den Monitor bekommen hat. Liebe Marianne,ja den langen Lauf hole ich am Wochenende nach. Gestern war der Kopf dann irgendwie auch nicht mehr bereit dafür. Aber ich schiele nicht nach einer PB in Berlin. Diesen Lauf möchte ich genießen und die Atmosphäre in mir aufsaugen.  Bestzeiten sind zr schön, aber nicht das Wichtigste - jedenfalls für mich.Liebe Elke,vielen Dank für Deine Glückwünsche. Ich muß ehrlich zugeben, daß es auch für mich erstaunlich ist, wie ich mich tempomäßig in den letzten Wochen entwickelt habe. Irgendwie kann ich das alles selbst gar nicht so richtig glauben... Aber ganz ehrlich: Am Wohlsten fühle ich mich bei meinen Naturläufen, bei denen es überhaupt keinen Zeitstress gibt.Ich freue mich auch schon wie verrückt auf Berlin, die Pastaparty und den Marathon!Liebe Grüße euch allenPetra