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Veröffentlicht von Petra

ist die Gesundheit. Wir wünschen sie uns sehr oft. Dabei haben wir als Täglich Läufer zuerst die Gesundheit unserer Beine im Kopf - das Schienbein darf nicht zwacken, die Fersen könnte schmerzen, die Wadenmuskeln dürfen nicht verhärten  und und und...
Aber gesund zu sein, bedeutet viel, viel mehr.

Gesundheit - so ist mir heute bei meinem Lauf wieder ein mal klar geworden - ist nicht nur ein Geschenk der Natur, welches mir in der Wiege meines Lebens mitgegeben wurde und für das ich sehr dankbar bin. Zumindestens heute, da ich den hohen Stellenwert der Gesundheit wieder  zu achten gelernt habe
.
Gesundheit ist etwas, das man täglich aufs Neue erkämpfen muß, wofür man etwas tun muß. Das einstmalige Geschenk verkehrt sich in sein Gegenteil, wenn man es mißachtet, wenn man seinem Körper und auch seinem Geist eine Lebensweise aufzwingt, die in hohem Maße unnatürlich und damit krankmachend ist.

Immer wieder denke ich - mittlerweile mit einem verschmitzten Lächeln - daran, daß mir ein Orthopäde mit 38 Jahren ein Rückenkorsett verschrieb und mir einen Rollstuhl prophezeite.
Vermutlich ums sich auch in Zukunft seiner Einnahmequellen sicher zu sein, riet er mir damals nicht, mich sportlich zu betätigen, meine Rückenmuskulatur zu stärken, mich zu bewegen....
Er riet mir auch nicht, abzunehmen. Stattdessen verschrieb er mir schmerzstillende Medikamente, die ich willenlos schluckte, wenn ich schnaufend die Treppe bewältigt hatte oder in unnatürlicher Haltung den ganzen Tag gesessen hatte.
Ich war auf dem besten Wege dorthin, wo sich ein großer Teil der 50jährigen befindet: Auf dem Weg zum Dauergast beim Arzt, auf dem Weg des ewigen Jammerns über die ach so schlimmen Krankheiten und wie schlecht es mir doch gehe, auf dem Weg, die Götter in weiß als die Allmächtigen anzusehen.

So war ich fast am Vergessen, daß für meine Gesundheit nur einer verantwortlich sein konnte: nämlich ich selbst. Diese Verantwortung konnte ich keinem Arzt  überlassen - und wenn er noch so lange studiert hatte.
Also begann ich etwas zu ändern, mich zu beschäftigen mit allem, was es rund um die Ernährung Lesenswertes gab. Und das war eine ganze Menge. Vieles davon widersprüchlich. Jeder behauptete von sich, den Stein des Weisen gefunden zu haben. Jeder reklamierte für sich das Recht auf Unfehlbarkeit der eigenen Meinung.

In diesem Wirrwarr der Meinungen beschloß ich, mich nur noch und ausschließlich auf meinen gesunden Menschenverstand zu verlassen. Ich ernährte mich zu einem großen Teil von frischen Obst und Gemüse, die Kilos purzelten und dann kam ein weiterer Effekt ganz von allein: Ich WOLLTE mich bewegen und tat dies auch.

Ich begann mit Spinning und später mit dem Laufen. Laufen gepaart mit einer gesunden Ernährung führte zu einem Wohlbefinden, wie ich es seit meiner Kindheit nicht mehr kannte. Meine Rückenschmerzen traten immer stärker in den Hintergrund, ich konnte wieder Treppen laufen ohne daß ich am oberen Ende wie ein Walross schnaufen mußte. Meine zweijährlichen Vorsorgeuntersuchungen entwickelten sich zur Bestätigung, daß sich meine Gesundheit immer mehr verbesserte. Meine Blutwerte wurden immer optimaler. Meine Ärztin kriegt mich kaum noch zu Gesicht. Wozu auch?

Ich esse das, was die Natur für uns Menschen vorgesehen hat. Ich bewege mich täglich, wie es die Natur für uns vorgesehen hat. Ich laufe durch die Natur, genieße sie, atme frische Luft, lasse mich von der Sonne bestrahlen, vom Regen durchnässen. Ich streife durch die Wälder, lausche den Vögeln, sehe Rehe, Hasen, Wildschweine, begegne Hunden und ihren Herrchen, anderen Läufern, bin allein mit mir und gönne meinem Gehirn den wohlverdienten Ausgleich zum täglichen Arbeitsstress.
Mein Körper dankt es mir mit einer inneren Zufriedenheit und einem Wohlgefühl, welches man als Bewegungsmuffel so wohl nie erleben wird.

Ich bereue jeden Tag, den ich ohne Sport, ohne mein geliebtes Laufen verbracht habe. Es ist die natürlichste Fortbewegung der Menschen. Aber: Es war noch nicht zu spät. Es ist NIE zu spät, etwas für seine Gesundheit zu tun! Diese Verantwortung für unsere Gesundheit kein uns niemand, auch kein Arzt abnehmen. Es liegt in unserer eigenen Hand.

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Petra 08/10/2009 21:14

Vielen Dank, lieber Marcus! Wenn Du schreibst "bleibe gesund" - dann weiß ich, daß es nicht nur eine Floskel ist. Du siehst Gesundheit ähnlich wie ich - als Basis und unabdingbare Voraussetzung fürs Täglichlaufen. Andererseits fördert das Täglich Laufen uns die dafür erforderliche Gesundheit. Gesundheit und tägliche Bewegung bedingen einander. Auch ich wünsche dir eine stabile Gesundheit, damit du noch sehr lange  laufen kannst.Liebe GrüßePetra

Marcus 08/10/2009 12:48

Hallo liebe Petra,

ein Thema, welches ich bei mir schon oft hatte. Du hast es gut geschrieben, wir sollten uns stets bewußt sein, wie fragil unsere Gesundheit eigentlich ist und sie adäquat schätzen.

Der Weg zum Täglichläufer ist in meinen Augen absolut richtig. Solange es maßvoll praktiziert wird - ist es sehr gesund. Diese Erkenntnis hast Du den meisten Menschen voraus.

Alles Gute und bleibe gesund!

Liebe Grüße

Marcus

Petra 08/09/2009 21:43

Hallo liebe Ramona,eigentlich fühle ich mich in der Rolle des Vorbilds gar nicht so wohl - ich habe so das ein oder andere mal auch meine schwachen Momente...Aber ich möchte einfach wachrütteln und deutlich machen, daß jeder etwas für sich tun kann. Dicke Menschen sind keine schwachen Menschen, die einfach nur zuviel essen. Dicke Menschen brauchen einfach Hilfe, um aus diesem Labyrinth des Übergewichtes dauerhaft zu finden. Andere Menschen brauchen die Kraft, wieder mehr an sich selbst zu glauben. All denen möchte ich Mut machen und sagen: Es lohnt sich. Für jeden. Zu jeder Zeit.Liebe GrüßePetra

Ramona 08/09/2009 19:33

Du hast viel erreicht, Petra! Ich bin sehr beeindruckt, was Du alles schon hinter Dir hast. Deine Stärke ist bewundernswert. Da bist Du mir ein großes Vorbild!Liebe GrüßeRamona

Petra 08/09/2009 19:29

Liebe Nela,vielen Dank für Deine Worte! Ja, ich hoffe wirklich, daß sich immer mehr Menschen aus der "Allmacht der Ärzte" befreien. Verstehe mich nicht falsch: Ich habe große Hochachtung insbes. vor Unfallärzten, die schon vielen Menschen das Leben gerettet haben. Ich habe aber kein Verständnis für die Ärzte, die jeden noch so kleinen Schnupfen gleich mit Antibiotika bekämpfen oder Blindarmoperationen durchführen, die eigentlich nicht notwendig sind. Sicher ist es schwer, sich auch mal dem Rat eines Arztes zu widersetzen und viele können das auch gar nicht. Und trotzdem sollte man viel mehr und öfters in sich hineinhorchen und die Urinstinkte wieder hervorholen. Ich glaube gerade hierbei  hilft mir auch das täglich Laufen, es verändert das Körperbewußtsein und man geht kleinere Wehwechen aktiv an...Danke auch Dir, lieber Holger. Ich hoffe, Du hast deinen Blutdruck jetzt im Griff! Deinem Vater wünsche ich alles Gute!Liebe GrüßePetra