Sonntag, 2. august 2009
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20:41
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veröffentlicht in: Laufen und Geniessen
Es liegen wunderschöne Tage hinter mir - endlich Urlaub, Erholung, kein Stress, Ausschlafen, mit Freunden zusammmen sein, gemeinsam feiern ....
Und die müden Beine??? Die sind inzwischen längst vergessen... Nach einigen Ministreaktagen kurz vor meinem Urlaub fuhren wir am letzten Samstag los - ins wunderschöne Thüringen, in meine
Heimat. Unser Ziel war das idyllisch gelegene Kräuterhotel in Dörnfeld, wo wir nicht nur eine tolle Urlaubswoche verbrachten, sondern auch einen unvergesslichen Geburtstag feierten.
Bereits am ersten Morgen erwartete uns herrlicher Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Vorbei war die unerträgliche Schwüle der vergangenen Tage, ich konnte wieder tief durchatmen. Vor mir lag
ein wunderschönes Laufareal, welches ich Tag für Tag gemeinsam mit meinem Schwager Peter erkunden wollte.
Gleich am ersten Morgen liefen wir beide los, um die Gegend zu erkunden. Es ging querfeldein, über Stock und Stein, herrliche Waldwege, über Matsch und nasse Wiesen - pure Natur eben. Es machte
einfach nur Spaß. Vergessen waren die müden Beine - es lief wieder. Jeden Morgen lief es besser.
So begann ich sehr schnell, wieder über längere Läufe nachzudenken. Ich suchte mir eine schöne Strecke aus. Startend in Gehren wollte ich hoch auf den Dreiherrenstein auf dem Rennsteig und von dort
aus ein Stück auf der Rennsteigmarathonstrecke nach Frauenwald laufen. Im dortigen Waldschwimmbad würde mich meine Familie erwarten. Ein lohnendes Ziel also - nach einem schönen Waldlauf in die
kalten Fluten springen. Das war eine verlockende Aussicht.
Ausgestattet mit allem, was man bei einem Lauf so braucht, setzte mich meine Famlie in Gehren ab.
Ich lief durch das herrliche Schobsetal, vorbei an der Schobsemühle hinauf auf den Rennsteig. Um mich herum Natur pur. Kein Zivilisationslaut störte meinen Lauf. Nur die Vögel zwitscherten und ein
Reh sprang über die Wiese. Es ging nicht steil, aber trotzdem stetig bergauf. Es waren kaum Wanderer unterwegs. Ich war allein mit mir. Meine Beine waren locker und leicht wie schon lange nicht
mehr. Nur ab uns zu mal hielt ich kurz an, um die Schönheit der Natur in einem Foto zu erfassen.
Nach etwa 10km kam ich am Dreiherrenstein an. Von dort aus ging es weiter in Richtung Frauenwald - entlang der Rennsteiglauf-Marathonstrecke. Ein völlig anderes Bild als im Mai erwartete
mich. Der ein oder andere Streckenabschnitt war kaum wieder zu erkennen. Die Natur auf dem Rennsteig faszinierte mich, ich sog das Grün regelrecht in mir auf.
Die Strecke war nun wellig. Bergan- und Bergabpassagen wechselten sich ab. Viel schneller als geplant war ich in Frauenwald - ich hatte mich bei der Entfernung ein wenig verschätzt. Nur knapp
15km hatte ich in den Beinen, als ich vorm Waldschwimmbad stand. Aber die waren wunderschön. Ich freute mich auf die kalte Dusche, auf Rainer, Christina und Peter, die auf mich warteten.
Die Dusche war dann aber auf Grund des eiskalten Wassers kein reines Vergnügen.... Auch die Temperatur des von einer Quelle gespeisten Bassins hielt mich davon ab, länger im Wasser zu
verweilen.

Nach wenigen Minuten war ich "erfrischt"

und legte mich in die Sonne zum Faulenzen...
Der Bann war wieder gebrochen, die Lauffreude und Lauflust war wieder da - ich habe mich wohlgefühlt wie lange nicht.
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