Mittwoch, 27. mai 2009
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veröffentlicht in: Laufen und Geniessen
Heute habe ich seit langem mal wieder den Wecker auf 4.15 Uhr gestellt, um gleich vor der Arbeit laufen zu gehen.
Nur der Augenblick, als der Wecker unbarmherzig das Ende der Nacht einläutete, war schwer.
Aber - einmal das Bett verlassen - freute ich mich auf meinen Lauf. Dieser Lauf würde ganz allein mir gehören.
Der Tag begann gerade zu erwachen. Auf den Straßen einsame Stille. Kein Auto, kein Fußgänger. Nichts. Gespenstische Ruhe vor dem Ansturm des Berufsverkehres.
Ich biege ab und bin nach wenigen Minuten an der Nidda. Die Ruhe wird durchbrochen von einem lustig-lauten Vogelgezwitscher. In der Ferne hämmert ein Specht. Keine Menschenseele weit und breit. Nur
ich.
Ich höre nur meinen Atem und werde immer schneller. Es ist einfach schön, hier und jetzt um diese Uhrzeit zu laufen.
Trübe Gedanken haben keinen Raum. Ich plane meinen Tag und beginne, mich darauf zu freuen.
Irgendwann bin ich so in meinen Gedanken vertieft, daß ich meine Umwelt kaum noch wahrnehme. Plötzlich stehe ich wieder vor meiner Haustür. Ich habe gar nicht bemerkt, wie schnell ich mein Ziel
erreicht habe.
Glücklich und voller Zuversicht steige ich unter die Dusche.
Mein Tag kann kommen. Besser kann er nicht anfangen. Die Hektik des Arbeitstages wird mir heute nichts anhaben können.
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