Sunday, 22. february 2009
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17:40
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veröffentlicht in: Laufen und Geniessen
Ich habe lange überlegt, ob ich meine Gedanken zu diesem Thema niederschreibe.
Mittlerweile laufe ich seit 157 Tagen ohne Pause und dabei ist nicht jeden Tag eitel Sonnenschein. Es gibt mitunter auch Tage, an denen buchstäblich Gewitterwolken am Himmel hängen, an denen
die Serie an einem seidenen Faden hängt.
Täglich laufen ist schön, wunderschön - aber zugleich auch schwierig und voller Unwägbarkeiten.
Täglich laufen ist das Normalste auf der Welt, und trotzdem wird man zum Exot. Täglich Laufen bringt Freude und Gesundheit , und trotzdem wird man oft belächelt und gefragt, ob man sich nicht
übernimmt.
Trotz allem gehe ich weiter jeden Tag laufen. Schon wenn ich morgens erwache, denke ich an meinen Lauf. Ich laufe nicht mehr nach einem Trainignsplan, sondern nur nach meinem Gefühl.
Natürlich habe ich nicht mein Versprechen vergessen, immer auf meinem Körper zu hören. Aber: Heißt das, bei jedem Wehwechen aufzustecken? Aufzuhören mit dem Laufen?
Nein, das heißt es nicht. Täglich laufen heißt für mich mittlerweile, täglich meinen Körper neu kennenzulernen und seine Kräfte realistisch einzuschätzen. Heißt für mich, auftretende Schmerzen
nicht zu ignorieren, sondern deren Ursachen gezielt zu bekämpfen. Nicht einfach eine Pille schlucken und glauben, der Schmerz ist ja weg....
Täglich laufen hat in mir in den letzten 157 Tagen etwas bewirkt. In mir ist ein unbändiger Wille zur Gesundheit meines Körpers entstanden, welche unabdingbare Voraussetzung meines Tuns ist. Ohne
einen gesunden Körper kann man nicht täglich laufen bzw. man kann dabei keine Freude mehr empfinden.
Eine vitaminreiche Ernährung gehört dabei für mich genauso dazu wie die lange vernachlässigte Gymnastik. In meiner Tagesgestaltung versuche ich ausreichend Schlaf zu integrieren, was mir leider
nicht immer gelingt.
Aber es zeigt Wirkung. Ein Schnupfen, der mich gerade getroffen hat, ist nach 3 Tagen ohne nennenswerte Probleme wieder abgeklungen. Mein kleiner regenerativer Lauf täglich hat mir dabei geholfen
und die Selbstheilungskräfte angeregt. Andere Probleme lösen sich nicht so schnell in Wohlgefallen auf, aber ich bin überzeugt, daß ich auch diese meistern kann und werde.
Nach wie vor freue ich mich jeden Tag aufs Neue auf meinen Lauf. Ich lerne gerade, dabei nicht mehr ans Morgen zu denken, sondern nur ans Hier und Jetzt und Heute.
Ja, das täglich Laufen hat mich verändert. Mein Leben ist reicher geworden.
Mir fällt es zum Glück nicht schwer, morgens eine Stunde früher aufzustehen. Aber genau das ist es, was mir den Kopf frei hält. Ich denke durch meine morgentlichen kleinen Runden an kritischen Tagen kaum über das Thema täglch laufen nach, ich tu es einfach, und zwar früh am Morgen. Dann muß ich den ganzen Tag nicht mehr darüber nachdenken, ob und wann ich laufen kann.
Allerdings wird es bei körperlichen Beschwerden ein Problem. Diese Situatin hatte ich ja auch schon einmal. Da ging wirklich nur der Notstreak. In solchen Situationen muß man wirklich verantwortungsbewußt mit seinem Körper umgehen. Und dann kann es auch ein Zeihen von Stärke sein, einen Streak aus Vernunftsgründen zu unterbrechen. Du wirst sicher nicht bei einem kleinen Wehwehchen aufgeben. Du ist stark genug, auch schwierige Situationen zu bewältigen. Das hast Du schon oft bewiesen.
Ich wünsche Dir alles, alles Gute. Bleib stark.
Liebe Grüße von
Laufmaus Elke
bezüglich des Zeitmanagements mache ich mir eigentlich überhaupt keine Sorgen - soviel Zeit, wie man für einen Lauf benötigt, ist normalerweise jeden Tag vorhanden. Ich halte den Begriff "keine Zeit" mehrheitlich (ich betone "nicht immer") für eine Ausrede. Für das, was mir wichtig ist, nehme ich mir die Zeit. Wenn ich abends etwas vorhabe, laufe ich auch morgens, damit ich gar nicht erst in zeitliche Bedrängnis komme.
Vielen Dank für deine guten Wünsche! Ich kann sie gebrauchen und sie tun sehr gut.
Liebe Grüße
Petra
Du hast das sehr schön beschrieben. Auch bei mir hat das Laufen beim Überwinden von Krankheiten geholfen.
Elke hat auch Recht. Wenn die Bedingungen so schlecht sind, dass das Laufen eher schadet, dann ist es besser aufzuhören und das zeugt auch von Stärke. Das ist keine Blamage. Schließlich leben wir nicht um zu laufen, sondern laufen um zu leben. :)
Übrigens wandert gerade eine Frau durch Deutschland. Das ganze Jahr, jeden Tag. Beeindruckend! Ich wäre gern dabei. ;)
Alles Gute!
Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder!
Liebe Grüße
Ramona
Ja eigentlich soll man ja auf seinen Körper hören, aber im Moment horche ich wahrscheinlich zu viel in mich rein. Aber das wird mich in den nächsten Wochen nicht vom Laufen abhalten, denn ab heute beginnt der Trainingsplan für den Rennsteig.
Liebe Grüße, Marianne
wenn ich Deine Zeilen lese, denke ich sofort an meinen Lieblingssong von Udo Lindenberg: "Ja, ich mach mein Ding, egal was die anderen sagen ..." Lass die anderen denken und reden was sie wollen. Was Du tust, tust Du für Dich und für sonst niemanden. Ich finde es toll, dass Du trotz aller Widrigkeiten so lange durchgehalten hast, würde einen Abbruch des Streaks jedoch mit Sicherheit nicht als Schande oder sonst irgendwie negativ sehen. Du probierst derzeit den Streak o.k. und wenn der vorbei ist, wirst Du Deine Schlüsse für Dich daraus ziehen. Solange Du Dich einigermaßen wohl dabei fühlst, kann das so falsch nicht sein. Wünsche Dir weiterhin viel Spaß beim Laufen.
LG
nela
das finde ich ja beeindruckend - durch ganz Deutschland zu wandern. so etwas würde ich auch sehr gern machen.
Klar, hast du recht - es ist keine Blamage, im Notfall die Reißleine zu ziehen - aber ich hoffe, daß dieser Notfall noch lange auf sich warten läßt...
Spätestens auf dem Rennsteig sehen wir uns wieder - ich freue mich auch schon sehr drauf!
Liebe Marianne,
danke für Deine guten Wünsche. Ich fand es auch toll, daß Du einen Streak gelaufen bist - und jetzt? Lass es einfach laufen... und wenn Du den Wunsch verspürst, wieder täglich laufen zu gehen, dann tu es!
Liebe Nela,
auch Dir vielen Dank für Deine Worte - der Vergleich mit Udo gefällt mir...
Danke, lieber Marcus, fürs Daumen drücken! Schön, daß es so verständnisvolle Menschen wie Dich gibt!
Ja - und ich lerne zu lächeln!
Liebe Grüße euch allen
Petra
hm- jetzt hab ich dich im blogroll und doch übersehen- das tut mir aber leid!
dein post ist wundervoll geschrieben... das täglichlaufen gut beschrieben...
ich gehe damit nicht hausieren. so braucht man mich nicht belächeln. und wer es dennoch tun würde- der weiss nicht, was er verpasst...
du machst das schon richtig... hör auf dein gefühl- dann liegst du immer richtig. und sich mal über einen müden punkt hinwegzuquälen und dann doch wieder freude auf der piste zu spüren- das hat was. gibt freude, kraft und mut... für sich ganz alleine. das kann einem niemand sonst geben...
bleib dran und weiterhin viel freude und gesundheit.
athena
Hallo Petra, bin gerade auf deinen Blog gestoßen und kann nur sagen ich ziehe mal den imaginären Hut. Vielleicht spornt es mich ja an, mich auch mal wieder zu bewegen. Wenn da nur nicht der innere Schweinehund wäre.... mach weiter so!!! Das ist ein prima Blog!!!
Viele Grüße vom Jürgen
ja Du hast recht - wer das Täglich laufen und überhaupt das Laufen belächelt, weiß nicht was er verpasst! Es gibt Freude, Kraft Mut - genau wie Du schreibst! Danke für deinen Kommentar!
Hallo Jürgen,
herzlich Willkommen auf meinem Blog und vielen Dank für Dein Kompliment! Vielleicht nimmst Du mit Deinem Inneren Schweinehund mal den Kampf auf?
Liebe Grüße
Petra
danke für die Beschreibung Deines "Streaks".
Ich bin gerade dabei, anzufangen und Deuin Beitrag gibt mir gleich noch mehr Motivation.
Ich wünsche Dir auch weiterhin gutes Durchhaltevermögen.
Herzlichen Gruß
Ika
ich wünsche Dir ganz viel Erfolg und Spass beim täglich laufen! Lass es langsam angehen und mache nicht gleich zu viele Kilometer. Genieße jeden Lauf!
LG
Petra