Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog

Seiten

Veröffentlicht von Petra

Endlich war es wieder so weit. Mein 5. Marathon stand unmittelbar bevor. Er war für mich in vielerlei Hinsicht eine neue Herausforderung.
Es war mein erster Marathon, auf den ich mich allein - ohne Trainingsplan vorbereitet habe. Es war mein erster Marathon als Täglich Läuferin und es war mein erster Team- Marathon. Im Team laufen - das stellte ich mir unwahrscheinlich schön, aber auch schwer vor. Schwer für meine beiden Partnerinnen Ramona und Laufmauselke, weil sie sich auf mich und mein langsames Tempo einstellen mußten und schwer für mich, da ich die beiden unter keinen Umständen enttäuschen wollte. Immer wieder kam die bange Frage: Schaffe ich das? Trotz Kälte und Eisglätte?
Irgendwie spürte ich jedoch vorher, daß es ein guter Lauf werden würde, der uns viel Spaß machen wird.

So, wie es sich für einen richtigen Marathon gehört, trafen wir uns bereits am Abend vorher zu einer zünftigen Pastaparty. Elkes Mann kochte für uns die beste Pasta aller Zeiten. Mann war die lecker! Nachdem wir alle tüchtig  Kohlehydrate vertilgt hatten, beschäftigten wir uns noch ein wenig mit der Dokumentation unserer Laufstrecken.



Am nächsten Morgen trafen wir uns am "Kap der guten Hoffnung", wo mich Elke und Ramona bereits erwarteten. Elkes grüner Rennsteiglaufvereins- Trainingsanzug leuchtete schon von Weitem. Während Rainer und Elke  bei Steffen am Fahrzeug blieb, fuhr ich mit Ramona zur Startnummernausgabe. Schon beim Aussteigen aus dem Auto lag ich bereits das erste Mal auf der Nase. Es war glatt - egal wo man hintrat. Der erste große Schreck war jedoch nicht so schlimm - außer den brennenden Handflächen und einer verschmutzten Jacke war nix passiert. Die Beine waren o.k. und mit den Handflächen läuft man ja schließlich nicht.

Mit Startnummern bestückt liefen wir zum Start, wo wir uns mit Elke trafen. Nun konnte es endlich losgehen - unser Abenteuer Teammarathon. Von Aufregung war keine Spur mehr - ich habe mich einfach nur gefreut - gefreut auf unseren gemeinsamen Lauf. Wir wünschten uns und den vielen bekannten Läufern wie Doris, Sepp, Roland Hendrik usw. viel Erfolg und bald ging es auch schon los auf die vereiste Piste.

Bereits nach wenigen hundert Metern waren wir auf der Spreeseite, die besonders vom Glatteis betroffen war. Oftmals mußten wir hintereinander laufen, da nur in der Mitte gestreut war. Trotzdem hatten wir unterwegs viel Spass, lachten miteinander und unterhielten uns.

Am Kap der guten Hoffnung erwarteten uns in jeder Runde Rainer und Steffen, die uns  mit unseren eigenen Getränken versorgten. Leider hat sich Rainer bei einem heftigen Sturz verletzt, war aber kurze Zeit später wieder wohlauf und wir konnten beruhigt weiterlaufen.
Nach der dritten Runde trafen wir auch Marianne, die sich zu Rainer und Steffen gesellt hatte. Leider hatte sie den Start zum Fun Run verpasst. Wir freuten uns jedoch riesig, sie mit ihrem Mann und ihrem Hund Alf an der Verpflegungsstelle zu treffen.

Vor jeder Verpflegung lief Elke oder Ramona vor und legten für mich die gewünschte Verpflegung zurecht und stärkten sich. Ich brauchte mich nur zu "bedienen" und lief mit der vorbereiteten Flasche sofort weiter. Recht schnell haben mich die beiden dann wieder eingeholt und es ging wieder zu dritt weiter.

Plötzlich tauchten unsere Freunde Kai und Evi vom Rennsteiglaufverein vor uns auf und  wir waren nicht mehr nur 3 "grüne Rennsteigmareilen", sondern fünf. Evi und Kai begleiteten uns eine Runde, die dadurch sehr unterhaltsam und kurzweilig wurde. Leider habe ich kein Bild, auf dem wir zu fünft laufend zu sehen sind....


Am Kap der guten Hoffnung verabschiedeten sich die beiden wieder. Vielen Dank, liebe Evi und vielen Dank, lieber Kai. Wir haben uns sehr gefreut, euch zu treffen und ein Stück des Weges gemeinsam mit euch zu laufen!

Nach der vierten Runde hatten sich auch Christina und Peter am Kap der guten Hoffnung eingefunden und feuerten uns an. Ich habe mich riesig gefreut als ich die beiden sah. Peter fotografierte uns Rennsteigmareilen nicht nur an der Verpflegungsstelle, sondern auch auf der ganzen Strecke. Noch mehr dieser schönen Fotos und auch Impressionen der Landschaft des Berliner  Plänterwaldes findet ihr hier.

Vielen Dank, lieber Peter, für die schönen Fotos, die ich hier veröffentlichen darf - und herzlichen Dank euch beiden für die wundervolle Gastfreundschaft, die wir bei euch erleben durften.





















Nachdem wir zum sechsten Mal am Kap der guten Hoffnung vorbeikamen, stand plötzlich Marianne in ihren Laufklamotten neben uns. Sie hatte sich umgezogen und beschlossen, uns ebenfalls eine Runde zu begleiten. Wir haben uns riesig gefreut und ich hatte die Gelegenheit, mich ein wenig mit ihr zu unterhalten. Bisher kannte ich 
Marianne nur über unsere Blogs und übers Forum.
Danke, liebe Marianne, daß Du uns eine Runde begleitet hast, die dadurch sehr kurzweilig wurde.




















Als es mir dann schon etwas schwerer fiel, sorgten Elke und Ramona für gute Stimmung, als sie das Rennsteiglied anstimmten und es laut trällerten. Die Zuschauer haben sich gefreut - und ich auch.

Auch wenn die Beine nun langsam schwerer wurden, es wurde nie langweilig. Elke und Ramona rieten mir, nie an die letzte kleine Runde zu denken, die sich an die letzte der 8 großen Runden anschloß. Daran hielt ich mich auch. Irgendwie freute ich mich  dann aber doch, als es auf die letzten beiden Kilometer ging.
Da ich mich unterwegs strikt an meinen "Ernährungsplan" gehalten hatte, gab es auch keine Anzeichen von den gefürchteten Krämpfen und ich konnte locker durchlaufen.

Auf dem letzten Kilometer freue ich mich einfach nur noch. Ich war happy, auch diese Herausforderung gemeistert zu haben. Ich war glücklich, daß ich unser Team nicht enttäuscht habe, ich war Ramona und Elke so unendlich dankbar, daß sie diesen Marathon gemeinsam mit mir gelaufen sind und ich war stolz, daß wir gemeinsam ins Ziel gekommen sind.

















                                                               
                                      Im Ziel waren wir einfach nur noch glücklich.



Nach Ramonas kleiner "Schlüsselpanne" und ihrer kleinen 2km - Laufzugabe duschten wir uns und gingen gemeinsam zur Siegerehrung in die Turnhalle. Dort bekamen wir eine Torte und kleine Geschenke, da unser Team in die Sonderwertung der Teams kam, die gemeinsam über 150 Jahre alt sind.
Wir freuten uns mit den Siegern und fühlten uns super. Wir sind glücklich nach 5:17:00 ins Ziel gekommen, es hat Spaß gemacht und wir waren ein Superteam!

Danke liebe Elke und danke liebe Ramona. Es war toll, mit euch zu laufen!
 

Kommentiere diesen Post

Petra 01/22/2009 21:34

Hi Nela,klar laufe ich noch jeden Tag - im Moment zwar nur  kurze Strecken, aber ich laufe. Und es macht mir Spaß!Liebe Elke, Du bist ja unverwüstlich! Ich drücke Dir die Daumen für Deinen nächsten Marathon!Danke, lieber Stefan - ich freue mich sehr über Dein Kompliment. Ich habe Dich jetzt auch bei mir verlinkt.Liebe GrüßePetra

stefan schneider 01/22/2009 18:07

Liebe Petra, mir gefällt Dein Blog sehr gut und ich habe ihn bei mir verlinkt. Auch von mir Glückwunsch zu Eurem Lauf.Gestern war Elke bei uns, da haben wir alles noch mal ausgewertet, es war ein schöner Abend.Viele Grüße und LauferfolgeElke`s kleiner Freund - Stefan.

laufmauselke 01/22/2009 15:33

Hallo liebe Petra, hier auch nochmal ein liebes Dankeschön für Deinen tollen Bericht, die schönen Bilder und vor allem für den schönen Lauf.Erhol Dich noch gut. Bei mir steht nächsten Sonntag wieder ein Marathon auf dem Plan :-)LG Laufmaus Elke

Ramona 01/22/2009 14:35

Liebe Athena, die Haare sollten schon lange ab. Ich hab mich nur nicht richtig entschließen können. Es musste mal wieder eine Veränderung sein. Wenn der Entschluss dann einmal gefällt ist, dann muss es schnell gehen. Das war dann halt der Fall. ;)

nela 01/22/2009 10:33

Hallo Petra,wollte mal fragen, wie es Dir jetzt ein paar Tage nach dem Marathon geht? Läufst Du immer noch jeden Tag?LGnela