Montag, 5. januar 2009
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21:12
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veröffentlicht in: Laufen und Geniessen
Nur noch wenige Tage bis zu unserem Teammarathon. Das Training ist im Wesentlichen gelaufen. Jetzt kommt die Zeit, die man die "Taperingphase" nennt, also die Zeit, in der man das Training
zurückschraubt, dem Körper Zeit gibt für erforderliche Anpassungsreaktionen und Zeit, in der sich der Körper nochmal vorm Marathon erholen kann.
Am 17. Januar möchte ich an der Startlinie stehen mit einem Gefühl, genau an diesem Tag Bäume ausreisen zu können und zu wollen.
Zum ersten Mal gestalte ich die Taperingphase als Täglich Läuferin. Ohne Trainingsplan. Einfach nach Gefühl.
Heute sagt mir mein Gefühl, daß die Beine müde sind von den Anstrengungen der letzten Wochen.
Also ziehe ich meine Laufsachen an und starte zu einer kurzen Laufeinheit. Draussen ist es dunkel und der weiße Schnee glitzert im Schein der Straßenlaternen. Die Schneedecke ist
festgefahren. Bei jedem Schritt rutsche ich konsequent einige Zentimeter zurück. Ich muß aufpassen, daß ich nicht wegrutsche und hinfalle.
Die Luft ist eisigkalt und klar. Die Schneewolken haben sich verzogen und haben Platz gemacht für einen klaren Sternenhimmel.
Der Sauerstoff tut meiner büroluftgeplagten Lunge gut. Ich atme tief ein und lächle - bei jedem Schritt. Es tut so gut. Gut zu laufen. Jeden Tag aufs Neue.Es sind heute nur 2,5km, aber genau diese
Strecke hat mir heute gut getan.
Zu Hause folgt noch die Abhärtung: eiskalt duschen. Ich spüre wie das Blut zirkuliert und mir nach kurzer Zeit warm wird. Ich spüre, wie mein Immunsystem stark wird - stark gegen Erkältung und
grippale Infekte.
Der Kreislauf schließt sich: Laufen bringt Gesundheit und Gesundheit ermöglicht tägliches Laufen.
Kann es eine schönere Kausalität geben?
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