Monday, 29. december 2008
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13:54
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veröffentlicht in: Laufereignisse
6.30Uhr klingelt der Wecker - ich hätte ihn am liebsten an die Wand geworfen. Mein innerer Schweinehund lugte unterm Bett hervor und begann mit mir zu diskutieren, ob ich denn nun
aufstehen solle oder nicht. Es ist schließlich Sonntag!
Letztendlich gab ich ihm dann aber doch keine Chance. Wir waren mit unseren Freunden zum gemeinsamen Silvesterlauf in Gießen verabredet. Die wollten wir doch schließlich nicht warten lassen.
Wir trafen uns an einem Parkplatz in der Nähe der Autobahn und fuhren mit einem Auto weiter. Beate und Frank waren mindestens ebenso müde wie Rainer und ich. Aber schon nach kurzer Zeit ging
es äußerst lustig zu im Auto und die Müdigkeit war wie weggeblasen.
Als wir im Philosphikum der Uni Gießen ankamen, war es noch ziemlich leer, die Anmeldung und Startnummernausgabe hatte gerade begonnen und Frank trauerte doch noch einmal einer versäumten halben
Stunde Schlaf nach.
Nach nur wenigen Minuten füllte sich der Saal, auch das Kuchenbuffet war bereits aufgebaut.
Aber der Kuchen mußte warten, erstmal hieß es: Laufen! Frank und ich - wir hatten uns die Halbmarathonstrecke vorgenommen, Beate und Rainer wollten die 10km Strecke walken.
Kurz nach 10.00Uhr trafen sich die Halbmarathonläufer am Start. Es war bitterkalt - Zitteralarm!
Eingepackt in dicke, warme Laufkleidung, mit Handschuhe und Mütze liefen wir los in Richtung des Schiffenberger Tals. Die Strecke war sehr schön - der Wald sonnendurchflutet, die Luft zwar kalt,
aber sehr klar und frisch. Dem kalten Wind ließen die Bäume keine Chance. Nach nur wenigen Minuten war auch mir warm und ich begann, den Lauf zu genießen. Nach etwa 4 oder 5km konnte ich keinen
Läufer mehr vor mir sehen. So lief ich allein und begann zu träumen. Es ging leicht bergan, was mir aber nichts ausmachte. Im Gegenteil, ich empfand das sogar als angenehm, da im profilierten
Gelände die muskuläre Belastung sich öfter ändert.
Der Lauf erfolgte in mehreren Schleifen und wir trafen öfters auf die 10km Läufer. Besonders groß war die Freude, als ich auf Beate und Rainer traf, die ihren zügigen Spaziergang sichtlich
genossen.
An der Verpflegungsstelle traf ich auf Frank, der sich schon auf den Rückweg machte, während ich noch eine Schleife laufen mußte. Jetzt kam das schwierigste Stück am Berg. Es ging ziemlich steil
bergauf, das weckte Erinnerungen an den Rennsteig - nur mit dem Unterschied, daß man auf dem Rennsteig zu keiner Zeit allein läuft.
Als ich das zweite Mal an der Verpfleungsstelle vorbeikam, lagen nur noch 4km vor mir, auf denen es nur noch bergab ging. Trotzdem wurden meine Schritte schwerer und ich freute mich aufs
Ziel. Heute hätte ich wahrlich keinen Marathon laufen wollen und ich hoffe, daß die Form in 3 Wochen soweit angestiegen ist, daß der Teammarathon in Berlin kein Problem darstellen wird.
Ich war glücklich, als ich ins Ziel einlief und von meinen Freunden begrüßt und bejubelt wurde.
Keinem von uns sind die Zeiten wichtig. Alle haben ihr Bestes gegeben. Wichtig für uns ist nur die Bewegung an frischer Luft, gemeinsam was zu unternehmen und natürlich danach gemeinsam zu feiern
und das Läuferbier zu genießen...
Der Lauf, die Kälte, das Bier - war eine Mischung, die mich abends nur noch ins Bett fallen lies! Es war ein schöner Tag und ein toller Jahresausklang des Läuferjahres 2008.
Ich wünsche allen meinen Freunden und allen Lesern meines Blogs einen guten Rutsch, alles Gute, Gesundheit und viel Erfolg im Läuferjahr 2009!




Kleiner Nachtrag:
Beate hat mir dankenswerterweise noch ein paar schöne Foto zur Verfügung gestellt, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Vielen Dank, liebe Beate! Du hast besonders toll die Schönheit der
winterlichen Natur im Schiffenberger Tal eingefangen!
Hier jubelt die Siegerin in der Kategorie:
Kampf gegen den inneren Schweinehund!
Ich habe jetzt bestimmt eine halbe Stunde versucht, ein tolles Jubel-Bild von Petras Zieleinlauf hier einzustellen, keine Chance, irgendwie krieg ich das nicht hin. Schade! Sie jubelt wirklich herrlich.
War ein toller Tag. Wir sollten nicht vergessen, die Weißwürste, den Leberkäse und die Brezeln zu erwähnen, die es hinterher bei Running-Petra zu Hause gab
Liebe Grüße, Beate
schickst Du mir das Jubelbild und vielleicht noch ein paar andere? Ich stelle sie dann nier ein!
Vielen Dank und viele Grüße
Petra
Mach Dir mal keine Sorgen wegen dem Teammarathon. Wir sind zu dritt und werden ihn auch zu dritt bewältigen. Das Tempo spielt keine Rolle. Nun erhole Dich erst einmal und rutsche gut ins Neue Jahr.
Liebe Grüße von
Laufmaus Elke
Glückwunsch zum schönen Sylvesterlauf, aber auch zu diesem schönen Bericht sogar mit tollen Fotos. Drücke Dir für den Team-Marathon ganz fest die Daumen, dass es so klappt, wie Du / Ihr Euch das vorstellt.
Guten Rutsch und alles Gute für 2009
wünscht
Nela
Auch dir einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bald sehen wir uns in Berlin!
Liebe Grüße, Marianne
Noch einmal - rutscht gut rein ins neue Jahr!
LG, Ramona