Freitag, 7. november 2008
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23:47
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veröffentlicht in: Streakrunning
Vor
50 Tagen habe ich begonnen, täglich zu laufen.
Ich liebe es laufen zu gehen. Ich war auch früher nach jedem Lauf voller Glück und Freude, welches ich mir allerdings nur 3-4 mal pro Woche gönnte. Einfach, weil ich nach der gängigen Lehrmeinung
trainiert habe - und die sagt, daß man Trainingspausen braucht - zur Regenartion, zur Anpassung des Körpers, zu Vermeidung von Überlastung. Mit meinen Trainingsplänen habe ich das Laufen
gelernt.
Jetzt bin ich gerade dabei, das Laufen neu zu lernen. Ich mache seit 50 Tagen neue Erfahrungen, die Erfahrung als Täglich Läuferin.
Mittlerweile ist tatsächlich ein neues tägliches Ritual entstanden. Jeden Tag aufs Neue: Laufschuhe anziehen und los geht`s. Ich überlege nicht mehr, ob ich laufe oder nicht. Ich laufe
einfach los. Ich überlege höchstens, welche Strecke ich heute nehme und welche Schuhe oder Kleidung ich anziehe. Das Laufen ist einfacher geworden, weil ich so laufe, daß es mir Spass macht. Jeden
Tag. Noch vermag ich nicht zu vermessen, was es bedeutet, über Monate und Jahre hinweg täglich zu laufen. Aber ich möchte diese Erfahrung machen. Ich beginne, stärker auf meinen Körper zu hören.
Wenn es mal nicht so gut geht, laufe ich nur eine kurze Strecke und ich genieße es, die frische Luft einzuatmen und den Sauerstoff im Körper aufzunehmen. Am Wochenende laufe ich auch mal gern etwas
länger, aber mehr als 23km beim Gipfellauf sind es bisher nicht geworden.
Jetzt wartet eine neue Herausforderung auf mich. Ich möchte im Januar am Berliner Teammarathon teilnehmen
und ich möchte weiter täglich laufen. Das Beides - Marathontraining
und
täglich laufen - möglich ist, zeigt mir
Ramona täglich aufs Neue.
Natürlich stelle ich mir jetzt die Frage, ob das auch bei mir gut geht, gut gehen kann. Es wird mein erster Marathon sein, den ich nicht mit einem gezielten Trainingsplan vorbereite, sondern den
ich mit meinen täglichen Läufen vorbereiten werde, deren Länge und Tempi ich selbst bestimme. Zeitstress und Tempotraining wird bei mir aber auch zukünftig kaum eine Rolle spielen. Ich möchte
einfach nur ankommen, auch meinen nächsten Marathon genießen und mit einem Lächeln auf den Lippen ins Ziel laufen - und zwar so, daß ich auch am Tag danach noch laufen kann und will.
Ich hoffe, das wird mir gelingen.
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