Wednesday, 29. october 2008
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20:34
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veröffentlicht in: Was mich sonst noch bewegt
Seit Tagen freue ich mich auf unser Wochenende - der Auftaktveranstaltung der Aktion "Geh aufs Ganze" 2009 mit dem Höhepunkt, dem Gipfellauf. Ich habe mich gefreut auf euch alle, die ihr teilnehmt.
Die "Alten" wie die "Neumarathonis".
Heute habe ich eine ganz traurige Mitteilung erhalten. Marianne wird leider nicht dabei sein. Warum - das könnt ihr
hier
lesen. Mariannes Chef muß Insolvenz anmelden. Von heute auf morgen wird ihr damit der Boden unter den Füßen weggezogen. Das macht mich traurig und wütend.
Traurig, weil wir uns schon seit Wochen auf das gemeinsame Wochenende gefreut haben, weil wir zusammen laufen und Spaß haben wollten.
Wütend, weil unsere Gesellschaft mit ihren Gesetzen es möglich macht, daß Menschen unverschuldet in Not geraten.
Ich habe diese Gefühl noch nie erleben müssen, aber ich stelle mir das sehr schlimm vor. Alles, was man sich aufgebaut hat, droht zusammen zubrechen. Findet man nicht innerhalb kürzester Zeit
einen neuen Job, droht Hartz 4.
Vorher "darf" man natürlich noch alles Ersparte für den Lebensunterhalt ausgeben, so man etwas hat.
Das in unserer Gesellschaft Existenzangst zur Normalität geworden ist, ist meiner Meinung nach einfach nur menschenverachtend. Keiner, der diese Gesetze beschlossen hat, war wahrscheinlich
schon einmal in einer solchen Situation und kann sich hineinversetzen, wie es Betroffenen dabei geht.
Es wird Zeit, daß das Recht auf Arbeit verfassungsrechtlich verbrieft wird.
Liebe Marianne,
ich bin am Wochenende in Gedanken bei Dir, Ich laufe für Dich und werde auf jedem Gipfel an Dich denken.
Ich drücke Dir die Daumen, daß Du bald einen neuen Job findest und doch noch mit uns gemeinsam "Aufs Ganze" gehen kannst.
Herzliche Grüße
Petra
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