Sonntag, 26. oktober 2008
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veröffentlicht in: Laufen und Geniessen
Heute habe ich einen wunderschönen Lauf in den noch jungen Morgen des herrlichen Herbsttages gemacht.
Die Zeitumstellung schenkte mir eine Stunde, die ich laufenderweise verbrachte. Nein - keine Angst - nicht mitten in der Nacht. Aber ich erwachte relativ früh, schnürte die Laufschuhe und
lief los.
Nach wenigen Metern verließ ich die Zivilisation und tauchte hinein in meine "Läuferwelt". Ich lief entlang der Nidda, die vielen bunten Blätter haben sich inzwischen zu einem Teppich auf meinem
Laufweg entwickelt. Bei jedem Schritt raschelt das Laub unter meinen Füßen. Ich genieß dieses Geräusch. Die Sonne geht auf und schimmert durch die Bäume. Es ist kalt, aber das stört mich nicht.
Ich begegne kaum einem Menschen, auch keinem Läufer. Vielleicht schlafen sie noch, oder sie sind alle unterwegs zum Frankfurt Marathon. Ein bischen wehmütig denke ich an die Starter und das
gigantische Erlebnis, das sie heute vor sich haben und beneide sie ein wenig.
Aber mein Lauf ist nicht weniger gigantisch. Er ist ruhig, nur die Geräuschkulisse der Mutter Natur dringt in mein Ohr. Der Wind pfeift, die Blätter tänzeln langsam zu Boden. Nichts und Niemand
stört. Es klingelt kein Telefon. Keine Musik. Nur der Rhythmus meines Laufes. Ich versinke in meinen Gedanken und beginne mit offenen Augen zu träumen. Mittlerweile nehme ich kaum noch etwas von
meiner Umwelt wahr. Ich laufe einfach.
Ich merke gar nicht, wie die Zeit vergeht. Plötzlich ist meine Runde zu Ende und ich kehre ich die Wirklichkeit zurück.
Ich fühle mich frisch, energiegeladen und freue mich auf einen schönen Sonntag.
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