Freitag, 24. oktober 2008 5 24 /10 /2008 21:10
- Community: Laufen
veröffentlicht in: Laufen und Geniessen
Ein typischer Arbeitstag. Das Telefon klingelt. Ein Kollege hat ein Problem. Es muß sofort gelöst werden. Die Tür geht auf, der Chef kommt herein. Er hat einen wichtigen Auftrag. SOFORT. Das Telefon hat sich auch noch nicht beruhigt und erinnert  vehement daran, daß da auch noch jemand wartet.
Der ganze Tag, unaufhörlich, jede Minute ein neues Problem. Keine  Zeit, das Erste zu lösen, schon ist das Nächste da.
Der Adrenalinspiegel steigt, die Muskeln und Nerven sind angespannt. Dieser Spannungszustand ermöglicht es , sich den Herausforderungen des Tages zu stellen, die Probleme zu lösen.

ABER: Zuviel Adrenalin macht fahrig, hektisch  und nervös.
Wer kennt diesen Zustand nicht, den man landläufig "Stress" bezeichnet?

Adrenalin schwächt das Immunsystem, schädigt die Blutgefäße, greift die Nerven an und drosselt die Serotoninausschüttung. Die Folge: Man regt sich noch mehr auf. Über jede Kleinigkeit. Man wird unglücklich und kann schlecht schlafen.
Genau das Adrenalin, daß uns Menschen früher in Kanpfesstimmung gegen die  natürlichen Feinde brachte, kehrt sich heute ins Gegenteil um. Mit dem Menschen, der mich da gerade geärgert hat, kann ich nicht kämpfen, um den Adrenalinspiegel wieder auf Normalniveau zu bringen.
Nein - miteinander kämpfen passt nicht mehr in unsere zivilisierte Welt.

Aber es gibt ein anderes probates Mittel zum Abbau des Stresshormons Adrenalin: LAUFEN.
Schon nach kurzer Zeit wird Serotonin ausgeschüttet, das glücklich, ausgeglichen und zufrieden macht. Adrenalin hat keine Chance mehr, sein zerstörerisches Werk im Körper zu tun,  keine Chance, den Körper krank zu machen.

Soweit die Theorie. Und die Praxis?

Nach einem harten Arbeitstag komme ich heim. Bin kaputt, der Kopf scheint zu platzen, die Tagesprobleme wälzen sich noch im Kopf herum.
Ich schnüre meine Laufschuhe und laufe los. Nach wenigen Minuten erscheint das erste Lächeln auf den Lippen. Ich schalte einen Gang höher, finde meinen Rhythmus und gebe mich ihm hin. Ich beginne zu träumen und freue mich über die schönen Dinge des Lebens, die Natur, die Tiere im Wald, die bunten Blätter im Herbst, die abgeernteten Felder, das kleine Flüßchen, daß sich seinen Weg sucht.... Der Kopf wird frei. Positive Gedanken machen sich breit, Freude auf die neuen Herausforderungen. STRESS WIRD ETWAS POSITIVES!
Ich lege noch einen Gang zu und laufe völlig befreit, befreit von der Last des  Tages. Ich komme zu Hause an und bin glücklich.
Das ist meine Praxis - das Kriterium der Wahrheit.
von Petra - empfehlen    
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