Tuesday, 21. october 2008
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veröffentlicht in: Gesunde Ernährung
In einem meiner Komentare zu dem Artikel über
"Die Gesellschaft der Zappelphillips" habe ich euch versprochen, in einem weiteren
Artikel stärker auf den Zusammenhang von Zuckergenuß und aggressiven Verhalten einzugehen.
Was passiert eigentlich im Körper nach dem Genuß von raffinierten Zucker?
Raffinierter Zucker, dem jegliche Mineral- und Ballaststoffe entzogen wurden, werden sofort absorbiert und gelangen in kürzester Zeit ins Blut. Dort angekommen sorgen sie für einen raschen
Energieschub.
Aber: Hoher Blutzucker ist gefährlich, Diabetiker wissen ein Lied davon zu singen.
Deshalb schickt die Bauchspeicheldrüse eines gesunden Körpers das körpereigene Hormon Insulin ins Blut, das dafür sorgt, daß der Zucker so schnell als möglich den Weg in die Zellen findet, wo es
als Kraftstoff dient.
Je mehr Zucker konsumiert wird, um so mehr Insulin wird ausgeschüttet.
Die vermehrte Insulinausschüttung bewirkt, daß der Blutzuckerspiegel wieder rasant sinkt .
Und jetzt kommt unser Gehirn ins Spiel. Das menschliche Gehirn befindet sich in einem sensiblen biochemischen Gleichgewicht. Es benötigt einen jederzeit stabilen
Blutzuckerspiegel.
Durch die Aktivität des Insulins ist aber der gesamte Zucker im Blut verschwunden - das Gehirn greift ins Leere. Das biochemische Gleichgewicht ist gestört.
Habt ihr schon mal Kinder beobachtet, die ohne Grund plötzlich unkontrolliert anfangen zu schreien, um ihren Willen durchzusetzen? Oder schon mal darüber nachgedacht, daß Jugendliche eben aus
diesem Grund aggressiv reagieren?
Für den Außenstehenden ist es nicht so offensichtlich, daß vielleicht der Zucker im Frühstücksmüsli oder die süße Limo schuld sein könnte.
Aber es gibt dazu bereits wissenschaftliche Untersuchungen, die genau dieses bestätigen.
In diesem
Artikel könnt ihr nachlesen, zu welchem Ergebnis mehrere Langzeitstudien in einer amerikanischen Haftansatalt
und in einer Schule für verhaltenssgestörte Jugendliche gekommen sind:
Die Reduktion des Zuckerkonsums bei den Probanden führte in besagten Studien in signifikanter Weise zu Verminderung aggressiven Verhaltens - sowohl bei Kindern als auch bei Jugendlichen.
Und was machen wir? Wir verhindern erfolgreich, daß solche Studien öffentlich gemacht werden. Wir essen weiter Zucker, Schokolade,süße Frühstücksflocken, trinken Cola, süße Limo, süßen sogar noch
den ohnehin schon süßen Direktsaft, verkaufen süße Riegel als gesunde Nahrung und wundern uns, daß unsere Jugendlichen immer aggressiver werden.
Warum klärt uns unser Verbraucherminister nicht auf? Warum wird dem raffinierten Zucker nicht der Kampf angesagt? Warum darf jeder das aggressivitätssteigernde Zeug so ziemlich jedem Lebensmittel
zusetzen?
Wieviel friedlicher könnte sich unsere Gesellschaft entwickeln?
Es ist schade, daß dieser Aspekt der Ernährung in Deutschland überhaupt keine Rolle spielt.
Ich frage mich:
WARUM?
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