Saturday, 11. october 2008
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18:34
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veröffentlicht in: Was mich sonst noch bewegt
Heute hatte ich mir nur eine kleine Runde vorgenommen. Ich habe gemerkt, daß mir das Täglich Laufen doch einiges abverlangt. Um meinem Körper Zeit zur Anpassung zu geben, will ich in den
nächsten Wochen die Umfänge nur langsam steigern.
Deshalb wollte ich heute direkt und ohne Umweg in den Nachbarort laufen, um dort wie jeden Samstag das Auto abzuholen, daß mein Mann dort geparkt hat.
Ich lief bei schönstem Herbstwetter übers Feld und wollte am Ende des Ortes über eine kleine Brücke laufen - wie schon so oft.
Aber: Die Brücke war verschwunden!
Und das Flüßchen Wetter war auch nicht mehr da, wo es vorher war!
Alles war voller Baufahrzeuge, die in tiefem Matsch versanken. Dann entdeckte ich es - das Schild des Bauherren. Im Vorbeilaufen las ich, daß an der unteren Wetter der Fluß wieder sein
ursprüngliches Flußbett zurückbekommen sollte. Man konnte schon erkennen, daß sich das Flüßchen bereits wieder wellenlinienförmig dahin schlängelte.
Wo noch vor wenigen Wochen ein kerzengerader Fluß war - zeigte sich heute ein natürlicher Flußlauf.
Auf dem großen Schild war was von Hochwasserschutz zu lesen.
Haben die Politker jetzt endlich erkannt, daß die Flußbegradigungen vor Jahrzehnten doch keine so gute Idee waren?
Haben sie erkannt, daß es fatal ist, wenn sich der Mensch über die Natur stellt?
Wir Menschen können viel beschließen, umsetzen, Regeln aufstellen und Gesetze verabschieden.
Aber: Wir können nur
in und
mit der Natur leben.
Die Natur sucht sich ihren Weg - egal, was die Menschen tun. Für alles, was wir Menschen ohne Rücksicht auf die Gesetze der Natur machen, wird sich die Natur auf ihre eigen Art wehren. Und
dies ist in der Regel nicht unbedingt zum Vorteil der Menschen.
Flußbegradigungen verursachten Hochwasser mit Schäden in Millionenhöhe. Künstlich verändertes Essen verursachte und verursacht Krankheiten in nicht gekanntem Ausmaß. Was wird uns Embryonen- und
Stammzellenforschung bringen?
Konnten die Menschen vor Jahrzehnen einschätzen, was Flußbegradigungen für Folgen haben? Wir Menschen haben geglaubt, wir können die Natur bezwingen, unserem Willen unterordnen.
Die Natur hat eindrucksvoll das Gegenteil bewiesen.
Ich habe mcih gefreut, als ich gesehen habe, warum meine Brücke verschwunden war. Wir haben der Natur wieder ein Stück ihrer selbst zurückgegeben. Ich bin den Politikern dankbar, die diesen Fehler
der Flußbegradigungen erkannt und rückgängig gemacht haben.
Dafür habe ich gern einen Umweg gemacht.
Ich hoffe, die Menschen haben aus ihren Fehlern gelernt. Nur wenn der Mensch sich selbst als natürliches Wesen begreift, daß nur
mit und
in einer intakten Umwelt exisitieren kann, hat
die Menschheit eine Übrlebenschance.
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