Samstag, 4. oktober 2008 6 04 /10 /2008 15:02
- Community: Die Welt des Sports
veröffentlicht in: Laufen und Geniessen

















Heute hatte ich frei und  endlich mal wieder die Chance, meine morgendliche Laufrunde im Hellen zu absolvieren. Schon mit dem Gedanken an meinen Lauf wachte ich auf und freute mich darauf.

Ich hatte mir vorgenommen, endlich mal wieder etwas länger als in den letzten Wochen zu laufen und suchte mir eine schöne Runde aus. Mein Ziel war der Nachbarort, wo mein Mann das Auto an der S-Bahnstation abgestellt hatte.
Da dieser Ort aber nur etwa 2km entfernt ist, war also der direkte Weg schonmal ausgeschlossen.

Also lief ich zunächst in die andere Richtung - dorthin, wo es erstmal den Berg hoch geht. Ich liebe die Berge, aber es geht  nur ein kleines Stück bergan. Außerdem muß ich an der Strasse entlang laufen, was ich eigentlich überhaupt nicht mag.

Schon bald kann ich auf die Nebenstrasse abbiegen, auf der ich während der ganzen Zeit kein einiges Auto zu Gesicht bekam. Nach einigen Kilometern kam ich zur Nidda, die ich mal in entgegegesetzter Richtung als sonst immer lief.
Es war kaum ein Mensch zu sehen. Nur eine junge Mutti sammelte mit ihrem kleinen Kind Kastanien und bunte Herbstblätter. Im Vorbeilaufen registrierte ich, wie liebevoll diese Frau mit ihrem Kind umging und ich freute mich einfach, daß es in dieser Welt auch etwas anderes gibt, als tägliche Katastrophen.

Der Nieselregen hatte sich mittlerweile verzogen und die Sonne lugte endlich mal wieder hinter den Wolken vor. Schnell merkte ich, daß ich mich doch viel zu warm angezogen hatte. Irgendwie habe ich damit ein ganz schönes Problem - außer es ist ganz heiß oder *brrr* ganz eisig kalt. Da ist klar, was man anzieht, aber in der Übergangszeit?

Naja - da hieß es eben ein wenig mehr schwitzen. Nach ca 6km kam ich auf meiner Schleife fast nochmal an unserer Wohnung vorbei und ich habe doch tatsächlich ein klitzekleiens Sekündchen damit geliebäugelt, die Runde zu beenden. Aber genau in dem Moment, als ich hätte abbiegen müssen, lief es richtig gut und ich bog natürlich nicht ab. Außerdem mußte ich ja das Auto abholen, weil noch der "Wochenendgroßeinkauf" anstand.
Also weiter gings auf dem Niddaradweg bis zur nächsten Ortschaft, die durchqueren mußte, vorbei an unserer ehemaligen Wohnung und wieder hinaus aufs Feld. Jetzt ging es eine ganze Weile leicht bergan und ich konnte mich mal richtig auspowern. Ich merke, wie mir das Laufen in profiliertem Gelände immer mehr Spass macht.

Die Zeit und die Strecke verging wie im Flug, ich konnte unser Auto schon sehen. Nach genau 14,61km war ich im Ziel, froh und glücklich, es wieder mal geschafft zu haben.
Mit Stolz habe ich meinen Lauf in meine Streakdokumentation eingetragen. Es ist Tag 16 und ich fühle mich wohl, genieße jeden Tag und jeden Lauf..
von Petra - empfehlen    
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