Artikel teilen! Ach Du dicker Hund!: Am Wochenende war ich wieder einmal unterwegs auf meiner Hügeltour. Es war zwar kalt, aber die Sonne schien. Ich entschied ...
Am Wochenende war ich wieder einmal unterwegs auf meiner Hügeltour. Es war zwar kalt, aber die Sonne schien. Ich entschied mich – wahrscheinlich doch etwas übertrieben – für meine warme Laufjacke und lief los.
Das erste Stück bis zur Nidda tat mir so ziemlich alles weh – auweia, dachte ich, heute schaffe ich bestimmt nicht mal 30min. Aber da ich diesen Zustand zu Beginn fast jeden Laufes kenne, beruhigte ich mich und wartete darauf, dass die Muskeln warm werden und der Schmerz vergeht.
Schon nach wenigen Minuten lief es besser und ich schaltete in den nächsten „Gang“, den ich für mich als „Träumergang“ bezeichne. „Träumergang“ deshalb, weil ich bei diesem Tempo oft selbstvergessen vor mich hinlaufe und über Gott und die Welt nachdenken kann.
Als ich mich mitten auf dem Feld befand, kam vom Seitenweg plötzlich ein Auto und bog vor mir ein.
Nach wenigen Metern öffnete der Fahrer seine Tür und heraus sprang ein kleiner weißer Hund, der mit sichtlicher Freude auf Feld und Weg herum sprang. Das Herrchen fuhr langsam mit dem Auto nebenher. Ich erinnerte mich an einen Artikel von Ramona, die eine solche Situation auch schon erlebte. Schon als ich das damals gelesen habe, konnte ich nur den Kopf schütteln. Genauso viel Bewegungsfreude wie der kleine Hund hat, hatten die Menschen früher auch. Wo ist diese verloren gegangen? Das die meisten Menschen trotz immer mehr steigender Spritpreise jeden auch noch so kleinen Gang mit dem Auto erledigen, ist ja schon fast normal. Aber das es wirklich Menschen gibt, die ihren Hund „Gassi“ fahren, das war bisher wirklich fernab meiner Vorstellungskraft. Wahrscheinlich hat sich Herrchen am Steuer noch gewundert und den Kopf geschüttelt, weil ich die Hügel laufender und schwitzenderweise überwunden habe.
Kurz vorm nächsten Ort sammelte Herrchen seinen Hund wieder ein und fuhr davon.
Ich dachte gerade „armer“ Hund
und korrigiert mich aber gleichzeitig auf
„armes Herrchen“.
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