Sunday, 21. september 2008
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20:55
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veröffentlicht in: Streakrunning
Über
Ramonas Blog bin ich auf der Seite von Black Sensei gelandet und habe dort diesen wunderschönen
Artikel über das täglich Laufen gelesen. Laufen als Lebensphilosophie...
Ich habe diesen Artikel immer und immer wieder gelesen. Und irgendwann habe ich mir die Frage gestellt: Warum laufe ich eigentlich nicht täglich? Ich liebe das Laufen so sehr und es gehört zu
meinem Leben. Ich fühle mich super nach jedem Lauf. Warum gibt es bei mir Tage zwischendurch, in denen ich mich nicht groß bewege und gerade mal die Rolltreppen am Bahnhof meide?
Black Sensei hat auf meinen Komentar geantwortet:
"Von drei- bis viermal die Woche zum täglichen Laufen ist ein kleiner und großer Schritt – das liegt im Winkel des Betrachters."
Ich habe überlegt, wie klein oder groß der Schritt für mich wäre. Ich weiß nicht, ob ich eine Täglich-Läuferin werden möchte, aber ich denke darüber nach. Seit ich Black Senseis Artikel
gelesen habe, bin ich täglich gelaufen. Ich habe es gewollt. Mein Körper hat es dankbar angenommen. Laufen ist die natürlichste Bewegung der Welt.
Aber es gibt auch viele Fragen. Was tun, wenn man erkältet ist und vielleicht sogar Fieber hat? Wie soll ich laufen, wenn ich z.B. vor lauter Muskelkater nach einem Marathon kaum gehen kann? Tu ich
meinem Körper dann wirklich noch etwas Gutes?
Andererseits muß ich Black Sensei zu 100% recht geben, wenn er schreibt:
"Sich nicht täglich zu bewegen, ist hochgradig unnatürlich. Dafür sind unsere menschlichen Körper nicht konstruiert."
Ja unser Körper ist so konstruiert, dass er sich täglich bewegt. Schon unsere Vorfahren mußten sich bewegen, um ihren "Braten" zu fangen und damit ihr Überleben zu sichern. Es gab Zeiten, wo es
noch keine Supermärkte gab und die sind noch gar nicht solange her....
Damals, als es noch Jäger und Sammler gab, hatten die keine Trainigspläne, die ihnen sagten: Heute dürft ihr beim Jagen nur 10km laufen. Ein Reh macht auch kein Intervalltraining, aber wenn
es darauf ankommt, kann es verdammt schnell sein.
Jeder Hund muß sich bewegen, damit er sich lösen kann... Nur wir Menschen denken, wir bewegen uins ausreichend, wenn wir von der Couch zum Kühlschrank laufen...
Was das alles mit Täglich Laufen zu tun hat? Ich glaube, sehr viel. Die Natur hat für uns Menschen tägliches Laufen vorgesehen. Hat man dies erkannt, ist die logische Konsequenz
eigentlich vorgegeben.
Ich merke, wie ich mich immer stärker mit diesem Gedanken befasse, auch wenn ich heute (noch) keine Entscheidung treffen möchte/kann/werde.
Ich laufe einfach mal los. Mal sehen, was draus wird.
Viele Grüße
eure Petra
Wichtig ist, dass der "Regenerationstag" trotzdem ein Regenerationstag bleibt, d.h. kurz und langsam laufen, anstatt gar nicht laufen. :) Du wirst es für Dich herausfinden, was wie für Dich gut ist.
Ich wünsche Dir viel Erfolg!
Ich finde die Idee immer noch sehr gut, aber ich werde mich erstmal weiter um meinen langen Lauf bemühen.
Du könntest es auf jeden Fall, die Mindeststrecke kann man wahrscheinlich immer einbauen. Warum also nicht?
Allerdings würde ich bei Krankheit schon meinen Streak unterbrechen.
LG Marianne
Damit will ich natürlich keine Lanze für Faulenzerei brechen, sondern allenfalls andeuten, dass meiner Meinung nach immer nach großer körperlicher Anstrengung auch eine angemessene Ruhephase sein sollte. Sonst kann auch Laufen zu einer SUCHT werden. Und das ist für mich dann schon eine Krankheit. Es gibt doch auch noch genügend andere Dinge, die man an der frischen Luft machen kann, um auch mal andere Muskeln zu beanspruchen.
Aber das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden...
LG von Eurem z.Z. faul auf dem Sofa herumliegenden und dabei hart das Schreiben mit der linken Hand trainierendem
etzelmania
ja Du hast recht, ich werde einfach alles auf mich zukommen lassen und dann mal schauen, wie es mir so geht und wie ich mich dabei fühle. Dank für den Buchtipp, ich werde mir das Buch auf jeden Fall besorgen. Ernst von Aaken ist mir mittlerweile auch schon ein Begriff. Es wird Zeit, daß ich seine Bücher jetzt lese.
Hallo liebe Marianne,
das finde ich ja klasse, daß Du Dich auch schon mit diesem Thema beschäftig hast. Mich hat Dr. Strunz auch unwahrscheinlich motiviert. Ich glaube nicht, daß es ein Problem ist, wochentags, wenn nicht viel Zeit ist, nur die kürzeren Läufe zu machen und am Wochenende länger zu laufen. Ich glaube, die Kunst liegt darin, das Ganze richtig zu "dosieren".
Ich habe mit mir selbst eine Vereinbarung getroffen: Ich will immer auf meinen Körper hören und tun, was er mir sagt. Und wenn er mir sagen sollte, es ist zuviel, was ich tue, dann werde ich eben kürzer treten. Und damit bin ich eigentlich schon bei Deiner Antwort, lieber Etzelmania:
Wenn das Streben nach Gesundheit im Sinne des Freiseins von Krankheiten eine Sucht ist - dann bin ich gern süchtig. Laufen ist wohl die sportliche Betätigung, die die umfangreichsten Auswirkungen auf alle Körperfunktionen hat. Laufen führt nachgewiesenermaßen zu einer signifikanten Senkung des Blutdrucks, es aktiviert die fettverbrennenden Mitochondrien, führt durch die Ausschüttung von Serotonin und Endorphinen zu einer insgesamt gehobenen Stimmungslage,läßt also Depressionen keine Chance und führt dazu, daß sich die somatische Intelligenz wieder entwickelt, die den Menschen durch Fast Food, Natriummonoglutamat & CO sowie Bewegungsarmut verlorengegangen ist.
Laufen ist gesund und bringt dem Körper Gesundheit - solange man auf sich und seinen Körper hört. Hier ist es aber wie mit fast allem: Das Maß ist entscheidend. Welches Maß für mich das richtige ist - das versuche ich gerade herauszufinden.
Aber um nochmal auf den Urmenschen zurückzukommen: Der hat bereits am nächsten Tag wieder Hunger gehabt - oder läßt Du nach einem fetten Geburtstagsessen für die nächsten 3 Tage alle Mahlzeiten ausfallen?
Und noch ein Argument: Die Ausschüttung der Hormone beim Laufen hat auch dafür gesorgt, daß unser Urmensch seine Pflichten zur Arterhaltung gern getan hat.... :)))))
Ja, lieber Black Sensei,
am Freitag, dem 19.09. hat mein (bisheriges Mini-)streak begonnen. Ich werde sehen, wie weit es geht. Aber ich werde mich nicht vom Laufen abhalten lassen, wenn es durch Krankheit oder Überforderung o.ä. unterbrochen wird. Man muß einmal mehr aufstehen als hinfallen.
Ich möchte mich bei Dir bedanken - für Deinen Artikel, Deine Sichtweise und die Diskussion, die sich daraus ergeben hat. Ich habe schon lange nicht mehr so intensiv nachgedacht, über das, was ich da tue.
Viele liebe Grüße an euch alle von eurer
Runningpetra
Liebe Grüße
Elke
ja – was hindert uns eigentlich daran? Nichts und niemand – außer wir selbst. Ich würde mich freuen, wenn Du es gemeinsam mit mir versuchst und wir uns ggf. auch mal gegenseitig helfen und gegen den inneren Schweinehund kämpfen. Denn der wird garantiert irgendwann mal auf der Matte stehen. Aber wir lassen uns von dem nicht beeindrucken, oder???
Ja, liebe Ramona,
im Organisieren sind wir gar nicht so schlecht... :)))))
Lieber Marcus,
Du hast recht. Viele Menschen haben bei vielen Dingen, vor allem wenn sie neu und ungewohnt sind, Vorurteile. Oft begegnen mir Menschen, die erstmal nach Gründen suchen, warum etwas nicht geht. Nur wenige stellen sich die Frage: Was muß ich tun, damit es geht? Ich halte es für sehr wichtig – und das nicht nur beim Laufen – erst einmal alles zu versuchen. Erst dann kann man wirklich mitreden und eine fundierte Entscheidung treffen. Das ist eine Einstellungssache, die ich auch in anderen Bereichen verfolge. In diesem Sinne packe ich das Täglich Laufen an und werde mir bei Dir oder auch bei Ramona noch so manchen Rat holen.
Seid herzlich gegrüßt von
Eurer Petra
So, es ist soweit. Liebe Petra, an Dich, und alle, die es wissen wollen, MORGEN FANGE ICH AN!!! Machst Du mit??? :-)
Liebe Grüße von
Laufmaus Elke
LG
Petra
Na da bin ich mal über die Erfahrungen gespannt. Täglich Sport zu machen kann ich mir gut vorstellen bzw. hab ich schon öfters tagelang praktiziert. Allerdings werd ich erst nach 45min so richtig warm und es läuft schön rund. So wären dann meine täglichen Strecken schon etwas länger. Aber wie baue ich in diesen Plan dann die richtig langen Strecken ein. Regeneration oder einfach mal einen Tag nichts machen ist ja auch sehr wichtig, auch für den Kopf bzw. die Motivation.
Zum Rennsteig 2009: ist noch nicht konkret geplant, bin erst noch bei der Planung der ganz langen Geschichten.
Grüße aus OB, Yogi
Deine Fragen kann ich Dir (noch) nicht beantworten... Im Moment kann ich es mir auch noch nicht vorstellen, wie es ist, am Tag nach einen Marathon zu laufen. Da habe ich bisher immer relaxt...Aber ich werd`s ausprobiern und euch regelmäßig berichten, wie es mir so ergeht.
So ganz lange Strecken wie Du werde ich wohl nicht machen - das kann ich mir jedenfalls (noch) nicht vorstellen. Aber vor einem Jahr hätte ich mir auch niemals vorstellen können, auch nur im Ansatz übers täglich Laufen nachzudenken.....
Viele Grüße
Petra