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Veröffentlicht von Petra

muss die Freiheit wohl grenzenlos sein….

Jawohl, das ist sie!!!!!

Wir haben diese Freiheit erleben dürfen. Gemeinsam mit unserem Gastwirt vom Brandstattgut, Freund und Pilot Jacob Wuerfl stiegen wir am 05.09.2008 in seinen Heissluftballon und fuhren über das wunderschöne Salzburger Land. Auf einer großen Wiese in der Nähe von Strasswalchen rüsteten wir gemeinsam mit der Boden-Crew und dem Piloten den Ballon auf.

































Das ist gar nicht so einfach und verlangt vollen körperlichen Einsatz. Jeder Handgriff muss sitzen, schließlich hängt davon die Fahrt und die Sicherheit der Passagiere ab.
 In den vergangenen Jahren durfte ich bereits einmal mitfahren und mehrmals als Mitglied der Bodencrew an Ballonfahrten teilnehmen. Es ist immer wieder – egal ob am Boden oder in der Luft – ein gigantisches Erlebnis. Heute allerdings waren wir nicht in der Bodencrew. Mein Mann und ich durften in den Korb steigen und mitfahren. Obwohl wir beide bereits einmal eine solche Fahrt erleben durften, waren wir aufgeregt wie die kleinen Kinder. Angst hatten wir aber nicht. Jacob ist ein erfahrener Pilot und würde niemals ein Wagnis eingehen.
Das Wetter war optimal. Es würde uns an diesem Tag keinen Strich durch die Rechnung machen.
Vor jedem Start studiert ein Pilot genauestens die Wetter- und insbes. die Windverhältnisse. Ist der Wind zu stark, kann man nicht starten, ist er zu schwach, kommt man nicht vorwärts. Wenn ein Gewitter in der Luft liegt, wird es gleich gar nichts und auch bei Regen würde niemals ein Pilot aufsteigen. Deshalb kann man eine Ballonfahrt zeitlich niemals 100%ig planen und durchführen. Mitunter sind Fahrten schon so oft verschoben worden, dass sie erst im Folgejahr stattfanden.
Dieses Problem hatten wir nicht. Am Mittwoch haben wir die Fahrt geplant – und am Freitag bereits ausgeführt. Was will man mehr???
Pünktlich 19.10 Uhr ließen wir die Bodencrew zurück und stiegen in die Luft.

















Wir glitten fast lautlos über das Salzburger Land. Kein Motorlärm störte, nur das Zischen des Gases war zu hören. Zwischen uns und dem weiten Land gab es kein Fenster wie beim Flugzeug. Wir konnten rundherum, in jede Richtung schauen. Von hier oben sah die Welt aus wie eine Modeleisenbahn. Wir waren eins mit der Natur. Die Aussicht war zwar ein klein wenig trübe, aber das störte uns nicht weiter. Die Fernsicht war trotzdem recht gut.
Langsam fuhren wir in Richtung Friedburg. Hier konnten wir kurz auf den Fußballplatz schauen, auf dem gerade ein Match stattfand.
 
















Weiter ging es fast bis nach Mattighofen. Unsere Bodencrew verfolgte uns über die Strassen. Sie hatten es nicht so einfach wie wir und mussten wesentlich weiter fahren. Zwischen dem Piloten und den Verfolgern gibt es sowas wie einen 6. Sinn. Nur im Notfall wird gefunkt. Die Crew ist so aufeinander eingestimmt, dass eigentlich jeder weiß, was der andere tut. Jeder versucht, sich in den anderen hineinzuversetzen. Das macht sowohl die Fahrt als auch die Verfolgung so spannend. Ziel der Verfolger ist es, kurz vorm Ballon an dessen Landeplatz, den der Pilot aber erst kurz vorher bestimmen kann, zu sein.
Es ist faszinierend, aber die Crew von Jacob schafft es fast immer. Auch uns nahmen sie nach dieser grandiosen Fahrt am Boden in Empfang. Jacob legte eine weiche Landung hin. Wir stiegen aus und gemeinsam rüsteten wir ab. Auch das ist fast körperliche Schwerstarbeit.
 
















Jetzt folgt der eigentlich spannendste Teil, der aber diesmal nicht notwendig war: Die Ballonfahrertaufe.
Wir waren beide bereits getauft. Den kompletten Taufspruch kriege ich nicht mehr so ganz zusammen. Ich weiß aber noch, dass man dem Piloten versprechen muss, sich im Notfall von ihm als Ballast abwerfen zu lassen. Ich hoffe schon, dass dieser Notfall niemals eintrifft…

Es grüßt euch ganz herzlich
Petra, die über grüne Wiesen und Felder des Flachgaues und des Innviertels luftfahrende Landgräfin von Arnsdorf


PS: Wer seinen Ballon-Taufnamen vergisst und sogar sagt, ein Ballon würde „fliegen“ muss eine Runde Taufwasser schmeißen…
Ich wurde mit Champagner getauft – also habe ich meinen ellenlangen Namen sorgfältig auswändig gelernt… Ihr könnt mich im Schlaf danach fragen!
Weitere schöne Luftbilder findet ihr hier!

Danke liebe Frieda, danke lieber Jacob für die tolle Fahrt!

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Ramona 09/17/2008 21:28

Vielen Dank, Petra! :)

Petra 09/17/2008 19:09

Ach so Ramona - das hätte ich doch fast vergessen:DICH würde doch kein Pilot abwerfen, NIEMALS! War doch nur Spass - ich wollte Dir keine Angst machen!

Petra 09/17/2008 19:03

Hallo liebe Ramona und Marianne,das ist soooo schön und Ihr bräuchtet wirklich keine Angst zu haben. Sogar mein Mann ist eingestiegen und das trotz seiner ausgeprägten Höhenangst. (Ein Kettenkarusell würde er nicht besteigen.. ) Nur der Start kostet ein wenig Überwindung.@ lieber Etzelmania: Das wär doch ein toller Wunsch zum nächsten runden Geburtstag!@ liebe Sonne: Ja, es ist schon traumhaft dort...

Sonne 09/17/2008 17:14

Genau Etzelmania, ich würde auch sofort mitfahren. Vor allen Dingen in dieser Gegend - ach, seufz!!! Das war schon toll dort!

etzelmania 09/17/2008 16:35

Hi, ich würde sofort so 'ne Fahrt mitmachen! Wenn das Vergnügen nur nicht so teuer wäre!
LG etzelmania