Sunday, 20. july 2008
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18:49
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veröffentlicht in: Laufereignisse
In 6 Wochen ist es soweit:
Am 30. August 2008 möchte ich meinen 2. Marathon der Saison laufen.
Diemal zieht es mich in die Alpen, genauer gesagt in den Schweizer Kanton Wallis.
Bereits einige Tage vorher werden wir nach Grächen fahren, um uns zu akklimatisieren schonmal die Schönheit der Schweizer Alpen ein wenig geniessen. Übernachten werden wir im ersten Scheizer
Nichtraucherhotel
"Stutz "- einem liebevoll und läuferfreundlich geführten kleinen Hotel auf einer "Sonnenterasse" in 1600m Höhe.
Den
Alpenmarathon gibt es erst seit einigen Jahren, es ist ein kleiner urwüchsiger Lauf und keine Massenveranstaltung.
Im Gegensatz zu anderen Bergmarathons ist aber der Start-und Zielort etwa auf gleicher Höhe. Was man also nach oben läuft, muß man auch wieder nach unten... Das ist , zumindestens wenn man schon
30km in den Beinen hat, vermutlich genauso schwierig und anstrengend, wie berghoch zu laufen.
Start des Alpenmarathons ist 8.30Uhr in Anzere. Allerdings gibt es einen gesonderten Start für die "Nichtprofis" so wie wir, die so genannte Touristenklasse. Für die Läufer dieser Klasse
beginnt das Abenteuer bereits 2 Stunden früher. In der Touristenklasse gibt es keine Altersklassenwertungen. Wer dort startet, läuft auf Ankommen. Auch für mich ist der Weg das Ziel.
Im Gegensatz zu anderen Läufen, sehen wir aber das Feld nicht nur von hinten. Im Grunde genommen können wir den ganzen Lauf verfolgen. Wie sehen, wer uns als erster überholt, wer die erste Frau ist
, wieviel Vorsprung sie haben usw. usf.
Das
Profil ist für einen Flachländer wie mich ziemlich anspruchsvoll. Gleich zu Beginn geht es bis zum Kilometer 12 stetig bergauf.
Eigentlich mag ich es lieber, wenn ich mich erst langsam ohne Berge einlaufen kann - aber das kann ich mir leider nicht immer aussuchen.
Also werden die ersten Kilometer für mich die Schlimmsten werden. Nach einer ersten Abstiegsphase geht es dann zwischen Kilometer 14 und 21 relativ flach weiter. Am Kilometer 21 in Crans Montana
befindet sich der Start zum Halbmarathon. Hier wechseln auch die Staffelläufer. In Crans Montana führt die Strecke ein einziges Mal durch eine Ortschaft, ansonsten wird nur in der herrlichen Natur
der Schweizer Alpen gelaufen. Es geht über Stock und Stein, teilweise befestigte Wege, aber auch über Almwiesen und Trampelpfade.
Nach dem HM- Start in Crans Montana geht es bis zum km 31 permanent bergauf und auf diesem Teilstück müssen so etwa 800-900 Höhenmeter überwunden werden. Ab dann geht es nur noch -
teilweise auch steil bergab bis ins Ziel nach Leukerbad..
Der Lauf hat insgesamt 1500Höhenmeter aufsteigend und 1650m absteigend. Er wird - nach dem Rennsteiglauf - die für mich größte Herausforderung meines immerhin noch recht kurzen Läuferlebens
sein.
Aber ich laufe - wie auch auf dem Rennsteig - nicht allein. Ich werde gemeinsam im Rahmen einer Läuferreise mit Frank vom
Laufladen Erfurt, mit Martel
und einigen anderen mir bekannten Läufern auf die Strecke gehen.
Am Halbmarathonpunkt in Crans Montana wir unser "Chefcoach" Rainer mit allem evtl. erforderlichen Equipment auf uns warten. Dort können wir uns dann , je nach Witterung an- oder auch
ausziehen und unsere Kleidung der Witterung "anpassen".
Noch 6 Wochen. 6 Wochen Nervosität, Vorfreude, Respekt vor der Strecke, Training und tausend Ängste, es könnte eine Nummer zu groß für mich sein.
Aber Martins Trainingspläne haben mich immer zum Ziel geführt. Ich werde auch diesen Lauf schaffen und diese 42,195km in den Alpen bezwingen!
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