Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog

Seiten

Veröffentlicht von Petra

Das war ein toller Trainingslauf! Die Endorphine sprangen im Kreis und haben mich voll euphorisiert!
Was ich heute erreicht habe, hätte ich nie für möglich gehalten.
40min bei einem Puls von 90-95% waren früher für mich keine Herausforderung. Einfach, weil mein Puls immer ganz schnell in die Höhe schoss, auch wenn ich mich nur ganz langsam im Schneckentempo vorwärts bewegt habe.

Deshalb konnte ich auch lange nicht verstehen, wie man bei Trainingsläufen, die man bei einem Pulsbereich von 60-65% bestreitet, überhaupt einen Trainingseffekt erreichen kann. Und ob man damit schneller werden kann - da hatte ich doch erhebliche Zweifel - gerade, weil mein Tempo so überhaupt keine Fortschritte machen wollte.
Das ich niemals Spitzenzeiten erreichen würde, war mir schon klar - aber ein wenig schneller könnte es schon sein.

Bisher war es so, daß ich - egal ob ich lange oder nicht so lange Läufe gemacht habe, oftmals das gleiche Tempo lief. Einen ersten Fortschritt habe ich in diesem Jahr beim JP Morgan Chase Challengelauf bemerkt.
Nach 46min bei meiner ersten Teilnahme 2005, 42min im Jahr 2006 hatte ich in diesem Jahr die  5,6km lange Strecke in 34min bewältigt - und das trotz des unvermeidbaren Slalomlaufes.
Vieleicht hat Dieter Baumann doch recht, als er sagte: "Seit ich langsamer laufe, werde ich schneller!" Vielleicht trifft dieses Trainingsprinzip auch für Nichtprofis zu?

Jedenfalls wollte ich`s heute wissen. Wollte wissen, was geht. 90-95% des Maximalpulses war die Vorgabe. Die habe ich konsequent eingehalten. Ich habe mir  nicht das Tempo an meiner Pulsuhr anzeigen lassen - nur den Puls. Und ich bin gelaufen. Mittlerweile kann ich ein einmal eingeschlagenes Tempo recht gut halten. Mein Puls war absolut stabil, knapp unter der mir vorgegebenen Obergrenze. Ich lief wie im Rausch und ich spürte, daß das Tempo für meine Verhältnisse richtig gut sein mußte. Ich habe dieses Tempo auch ohne Probleme durchgehalten, hätte es bestimmt noch ein paar km geschafft. Aber ich habe auch gemerkt, daß ich einen Marathon in diesem Tempo nie durchhalten würde und das wohl auch nicht will. Es ist sehr schön, sich mal richtig auszupowern. Aber lange Strecken im Wohlfühlbereich laufen ist noch schöner.
Ein Blick auf meine Pulsuhr verriet mir, daß meine km-Zeit deutlich unter 6min lag. Das war noch vor wenigen Wochen unvorstellbar für mich. Ich habe mich riesig gefreut und ich habe ein für mich neues Ziel für den Herbst dieses Jahres definiert: Nach meinem Alpenmarathon im August möchte ich im Herbst einen 10km Lauf unter einer Stunde schaffen. Ich weiß zwar noch nicht wo und wann - aber ich werde mir einen schönen kleinen flachen Lauf aussuchen, bei dem ich mein neues Ziel erreichen will.

Kommentiere diesen Post

Sonne 07/19/2008 11:39

Aus Deinem Bericht hört man so richtig die Begeisterung raus. Toll gelaufen!
Liebe Grüße